19.07.2005, 00:00 Uhr

FRÜHE ATTACKEN SOLLEN GRAZER SPIELFLUß BRECHEN

Frühe Attacken sollen Grazer Spielfluß brechen

Spielt er oder spielt er nicht? Das war bei der heutigen Pressekonferenz für das Heimspiel gegen den GAK die zentrale Frage. Gemeint war Mario Tokic, auf dessen Beine sich morgen wahrscheinlich alle Augen richten werden. Der Zufall will es so, dass er ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub erstmals für die Austria auf Punktejagd gehen wird. Teammanager Peter Stöger: "Über Mario müssen wir uns auch bei so einem speziellen Spiel keine Gedanken machen. Wir haben mit ihm alles besprochen, er kennt die Situation, von seiner Fitness her gibt es keine Bedenken. Wir sind sehr froh, dass wir ihn bei uns haben."Die Gründe, warum der kroatische Teamspieler gerade gegen seine früheren Kameraden ran muss, sind klar. Papac gesperrt, Antonsson und Dheedene verletzt. Bleiben nur noch Kapitän Dospel, Fernado Troyansky, Fränky Schiemer, Andi Ulmer und Delano Hill als echte Verteidiger über. Schiemer und Ulmer fehlten lange in der Vorbereitung, sind also auch noch nicht voll belastungsfähig. Stöger ließ durchblicken, dass er neben Tokic auch auf Hill in der Innenvertedigung setzen wird. "Wie man sieht, ist unser Kader nur auf dem Papier sehr groß. In Wirklichkeit haben wir nicht einmal das erste Match fertig gespielt und schon fehlten uns drei."An den GAK hat Stöger gute Erinnerungen. Nach dem 0:3 und dem Abbruch in Wien, führten er und Frenkie Schinkels nur drei Tage später beim Auswärtsspiel in Graz erstmals als Trainer Regie. Dort präsentierte die Mannschaft bereits ein anderes Gesicht, holte ein 0:0, obwohl keiner auf sie gesetzt hatte. "Die Stimmung von damals ist mit heute nicht mehr vergleichbar. Die Situation war ungleich schwerer, weil die Stimmung auch beim Team Pro Söndergaard war. Wir haben uns jetzt mit Arbeit auch die Anerkennung bei den Spielern geholt, unseren eigenen, qualitativ sehr guten Kader zusammen gestellt." Die Statistik spuckt aus, dass die Austria seit zweieinhalb Jahren nicht mehr zu Hause gegen den GAK gewonnen hat. Damals scorten Scharner und Helstad zum 2:1-Sieg (1. Dezember 2002). Dass man sich gegen Schachner & Co. auswärts immer etwas leichter getan hat, interessiert Stöger kaum: "Wir werden es so anlegen, dass diese Serie endet." Bazina, der schon das letzte halbe Jahr in Höchstform agiert, bekommt keinen Spezialbewacher, er soll anders aus dem Spiel "genommen werden". Ansonsten gilt - so früh wie möglich stören und die eigenen Stärken hervorkehren.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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