11.11.2005, 00:00 Uhr

AUSTRIANER KÄMPFEN UM DIE LETZTEN WM-TICKETS

Austrianer kämpfen um die letzten WM-Tickets

Mario Tokic, Joey Didulica (beide Kroatien), Sebastian Mila, Arek Radomski (beide Polen) und Mikael Antonsson, sofern er von Schwedens Teamchef nominiert wird, sind bereits fix bei der WM. Dazu könnten sich noch weitere Austrianer für das Turnier 2006 in Deutschland qualifizieren. Am Samstag und Mittwoch stehen die Barrage-Spiele auf dem Programm. Sigurd Rushfeldt und Vladimir Janocko stehen in den Kadern ihrer Auswahlen, könnten unmittelbar ins Geschehen eingreifen, Stepan Vachousek und Libor Sionko drücken daheim die Daumen. Janocko (Bildmitte, Nr. 5 im slowakischen Dress) muss nach Madrid, trifft dort auf Spanien. Vor dem Abflug aus Wien letzten Sonntag, war noch nicht klar, ob er zum 18-Mann-Aufgebot der Slowakei gehören wird, sein Teamchef hat 22 Spieler einberufen. Für "Ocki" steht dennoch außer Frage: "Wir haben nur diese eine Chance, um uns noch zu qualifizieren. Spanien ist ein großer Gegner. Unser Vorteil ist vielleicht, dass wir zwar sie kennen, sie aber uns nicht so gut. Wir haben sicherlich unsere Möglichkeiten, sind in unserer Gruppe Zweiter geworden, weil wir gute Leistungen gebracht haben. Vielleicht können wir auch den kleinen Vorteil nützen, dass wir zuerst auswärts antreten müssen." Dass die Slowaken zu beachten sind, beweist ihre Statistik: Seit Juli 2004 ging nur ein Länderspiel (0:2 gegen Portugal) verloren. In Oslo empfangen die Norweger Tschechien. Sigurd Rushfeldt ist es zu verdanken, dass die Tür nach Deutschland noch offen steht, denn unser Sturmtank hatte im vorletzten Gruppenspiel das Goldtor zum 1:0 gegen Moldawien geköpfelt und so die Chance am Leben gehalten. Für Libor Sionko steht denn außer Zweifel, wer aus diesem Duell als Sieger hervorgeht: "Tschechien! Ich habe mit Sigi auch um ein Essen für die gesamte Mannschaft gewettet. Der Verlierer muss Pizzen zahlen." Rushfeldt kontert: "Ich bin überzeugt, dass wir uns qualifizieren." Sionko lacht: "Er kann ruhig überzeugt sein, wir werden ihn enttäuschen." Dass er selber nicht im Kader steht, hat mit seiner Form zu tun. "Ich muss besser spielen, sonst fahre ich sicher nicht zur WM. Wenn ich mich so präsentiere wie zuletzt, fahre ich höchstens nach Hause vor den Fernseher." Wenigstens seinen Humor hat er nicht verloren. Für alle wäre es übrigens die erste WM-Teilnahme in ihrem Fußballer-Leben. Die Spiele am Samstag im Überblick: Norwegen - Tschechien (Oslo, 19:30 Uhr)Spanien - Slowakei (Madrid, 22 Uhr)Schweiz - Türkei (Bern, 20:45 Uhr) Die Rückspiele finden am 16. November statt.