04.02.2004, 00:00 Uhr

MARBELLA AUS DER SICHT VON LARS SÖNDERGAARD

Marbella aus der Sicht von Lars Söndergaard

Die Grundlagen sind gelegt, die spielerisch-taktische Note verfeinert, in den kommenden 10 Tagen werden die letzten Prozentpunkte erarbeitet, die es braucht, um nach der langen Winterpause wieder mit geschärftem Verstand in den Frühjahrs-Durchgang starten zu können. Nach 12 Tagen im Trainingslager in Marbella kehrt der FK Austria MAGNA heute kurz vor Mitternacht nach Wien zurück. Bei zumindest zwei Einheiten am Tag haben die FAK-Profis an der Costa del Sol hart gearbeitet, um für den bevorstehenden Start gewappnet zu sein.?Die Intensität, mit der wir gearbeitet haben, war sehr gut?, analysierte Trainer Lars Söndergaard vor der Rückreise in die Heimat und zog eine positive Bilanz des zweiten Winter-Trainingslagers, Mitte Jänner war man ja schon für vier Tage in Bad Radkersburg. ?Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung der Spieler und zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden.? Mit einer kleinen Portion Skepsis reist man immer in ein Trainingscamp, auch wenn die Austria heuer bereits zum vierten Mal en suite im ?Paradise of Football? in Marbella zu Gast war. Doch im Rückspiegel betrachtet, ist man den Ansprüchen wieder einmal gerecht geworden. ?Wir hatten bis auf einige kühlere Tage sehr gute Bedingungen, man hat uns jeden Wunsch erfüllt. Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck, der Zusammenhalt stimmt hundertprozentig. Einzig kleines Minus war, dass einige für kurze Zeit krank waren, das hat sie etwas zurückgeworfen.?21 Einheiten haben die Violetten in Spanien absolviert und Söndergaard sprach seinen Männern ein gutes Zeugnis aus. ?Die Spieler haben das ganze Programm durchgezogen und sehr gut mitgemacht. Wir können zufrieden sein mit dem, was wir hier getan haben. Wir sind für Bilbao und den Meisterschafts-Auftakt gut gerüstet.? Zur weiteren Einstimmung auf unseren UEFA-Cup-Gegner (16. Februar in Wien) war es für die Spieler Pflicht, sich die Basken zweimal live im Hotel via TV anzusehen, gestern gab es nochmals eine Übertragung ? 1:0 siegten Exteberria & Co. im Cup-Viertelfinal-Rückspiel gegen Valladolid, nach dem 3:2-Heimsieg steht Bilbao damit auch im spanischen Cup-Semifinale. Die Klasse von Bilbao ist unbestritten. Dass es letztendlich in vier Testspielen keine Niederlage setzte, ist ebenfalls positiv. 2:1 gegen Rubin Kasan, 1:1 gegen Bröndby, 1:0 gegen Young Boys Bern, und 1:1 gegen Ramenskoje. ?Ich hätte zwar gerne alles gewonnen, aber das ist nicht weiter tragisch?, sagt Söndergaard, ?die Matches haben ihren Zweck erfüllt, damit sich jeder wieder an das höhere Tempo gewöhnt und Kombinationen sowie Situationen auch in der Praxis geprobt werden können.?Wie geht es jetzt weiter? Die Teamspieler fliegen am Sonntag zu ihren Teams, stehen bis Mittwoch also nicht zur Verfügung, am Donnerstag ist für alle wieder Treffpunkt. Wo, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Entweder in Oberitalien oder in einer Thermenregion in Österreich. Erst wenn alle Infos dazu eingelangt sind (Platzbespielbarkeit, Wetter-prognosen etc.), wird entschieden. Das Motto dafür jedenfalls: Dem Winter ein Schnäppchen schlagen und auf guten, vielleicht aber nicht perfekten Plätzen weiter an der Feinabstimmung arbeiten. Denn beim Spiel gegen Bilbao darf man aufgrund der winterlichen Situation in Wien auch nicht mit einem weichen, saftigen Rasen rechnen. Könnte ein Vorteil gegenüber den Spaniern sein, die normales Terrain aus ihrer Meisterschaft gewohnt sind.Insgesamt ist in Marbella alles sehr harmonisch abgelaufen, doch auch Söndergaard weiß, dass es bald mit der Ruhe vorbei sein wird. ?Je näher wir zu Bilbao, GAK und Pasching kommen, desto schneller und besser müssen wir uns wieder an den Druck gewöhnen, der auf uns zukommt.?Vor allem der erhöhte Konkurrenzkampf soll diesen Schub erzeugen. Derzeit kämpfen 22 Spieler um 18 Plätze im Kader für das UEFA-Cup-Spiel. Konkurrenz belebt das Geschäft, letztendlich sollten alle davon profitieren. Ab Montag bleiben Söndergaard noch neun Tage, um die Idealformation zu finden. Bereits heute sagt er: ?Wir hatten Erfolg im Herbst, also wird es auch keine großen Veränderungen geben. Dafür war die Vorbereitungszeit auch zu kurz.?