29.09.2004, 00:00 Uhr

EIN TOR WÄRE SCHON DIE HALBE MIETE /29.09.2004; 17:07)

Ein Tor wäre schon die halbe Miete /29.09.2004; 17:07)

Wenn es einen unrühmlichen Fleck in der jüngeren Erfolgsgeschichte der Wiener Austria gibt, dann vielleicht die Auswärtstor-Schwäche. Seit dem 8. August 1995 wartet Violett jetzt schon vergeblich darauf, dass es auch in der Fremde einmal im gegnerischen Kasten klingelt, damals traf Peter Pacult in Aserbaidschan gegen Kapaz Ganja zum 4:0 in der 86. Minute.Seit nunmehr 544 Minuten müssen Fans, Trainer und Spieler nun schon auf dieses Tor warten, dass morgen in Warschau nach dem 1:0-Sieg in Wien fast den Aufstieg bedeuten würde. "Ein Tor sollte reichen, denn dann müsste Legia schon drei machen. Deswegen glaube ich, dass wir 60:40-Favorit sind", sagt auch Topstürmer Sigurd Rushfeldt, der in der Meisterschaft wieder nach Belieben einnetzt. Bereits 11 Mal hat der lange Norweger heuer getroffen, in europäischen Bewerben hat es aber auch für ihn noch keinen Torjubel gegeben im Veilchen-Dress. Vielleicht klappt es ja diesmal. Wenn nicht, dann stünde sicherlich auch Ivica Vastic (2. v. rechts) als Vollstrecker bereit, denn Ivo ist gerade in den letzten Wochen in Topform, hat heuer auch schon 5 Mal getroffen. Vastic, der heute übrigens seinen 35. Geburtstag feiert und dafür im Flugzeug auch eine Sachertorte vo0n Reiseleiter Gerhard Weber überreicht bekam, kennt solche ?Big-Point-Games?, er hat mit dem Nationalteam und Sturm Graz genügend Erfahrung gesammelt. "Ein 0:0 reicht, wir werden aber auch offensiv einiges probieren. Legia hat eine hervorragende Mannschaft, wir haben aber auch unsere Stärken, und die wollen wir ausspielen?, so Ivo, der morgen sicher wieder mit Rushfeldt das Sturm-Duo bilden wird und dabei vielleicht auch wieder für das Nationalteam aufzeigen kann.Eine kleine Schrecksekunde erlebte unsere Nigeria-Twins am Flughafen in Warschau. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass die beiden kein Visum benötigen, nach einer kurzen Wartezeit und der Mithilfe von Legia-Klubvertretern wurde aber auch dieses kleine Problem gelöst. Dosunmu und Afolabi lösten ein Visum direkt am Flughafen und durften mit einstündiger Verspätung ebenfalls polnischen Boden betreten.