Bundesliga 22.10.2017, 18:35 Uhr
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0:1 - AUSTRIA MUSSTE SICH IM DERBY GESCHLAGEN GEBEN

Ein Tor von Philipp Schobesberger entschied das große Wiener Derby in der 12. Runde der tipico-Bundesliga. Trotz einer roten Karte für Galvao im Dress der Gäste wollte den Veilchen der Ausgleich nicht mehr gelingen.

© Bildagentur Zolles KG 0:1 - Austria musste sich im Derby geschlagen geben

Mit David de Paula gesellte sich ein weiterer Spieler mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste. Thorsten Fink war wieder zu Umstellungen gezwungen: Tarkan Serbest ersetzte Kadiri in der Innenverteidigung, Raphael Holzhauser begann im defensiven Mittelfeld. Auf den Flügeln starteten Ismael Tajouri-Shradi und Dominik Prokop, Felipe Pires war nach seiner roten Karte gegen Sturm für dieses Spiel gesperrt. In der Zentrale setzte Fink auf Ibrahim Alhassan Abdullahi und Jinhyun Lee, Kevin Friesenbichler sollte als Solospitze für Unruhe sorgen.

Kvilitaia anstelle von Joelinton - Rapid-Trainer Djuricin nahm nach dem Sieg gegen den SKN St. Pölten nur eine Umstellung vor.

Derby mit Anlaufschwierigkeiten

Eine sehenswerte Choreographie der Fanatics, die ihr 15-jähriges Bestehen feierten, eröffnete das 323. Wiener Derby. Beide Mannschaften begannen eher vorsichtig, Rapid hatte durch einen Drehschuss von Kvilitaia die erste Torchance des Spiels. Der Ball aber ging weit über das Tor (5.). In einem hart geführten Spiel sahen Alahassan und Prokop früh Gelb, während grenzwertige Einstiege gegen  Holzhauser und Friesenbichler ungeahndet blieben.

Die Gäste aus Hütteldorf hatten in den ersten 30 Minuten mehr vom Spiel, die größte Torchance hatten danach allerdings die Veilchen: Dominik Prokop bediente nach einem Solo ideal Kevin Friesenbichler, der Steirer traf allein vor Rapid-Torhüter Strebinger aber nur das Außennetz (31.). Kurz darauf verlängerte Friesenbichler einen Holzhauser-Freistoß per Kopf, Strebinger war zur Stelle (32.). Rapid kam durch Kvilitaia zu einem Abschluss, Patrick Pentz parierte den Ball (35.), ein Schuss von Schwab ging weit über das Tor (37.).

Danach waren wieder die Veilchen am Zug: Ein Stanglpass von Dominik Prokop wurde zur Ecke geklärt, die anschließende Hereingabe von Holzhauser setzte Heiko Westermann per Kopf über das Tor (39.). Glück hatte die Austria als Kvilitaia in einen missglückten Schuss von Schaub rutschte, den Ball aus kürzester Distanz aber nicht im Tor unterbrachte (42.). Auf der anderen Seite hatte abermals Friesenbichler die Chance zur violetten Führung, nach guter Vorarbeit von Florian Klein fiel der Abschluss unseres Stürmers aber zu zentral aus (43.). Ein Kopfball von Schwab nach einer Ecke sowie ein Schuss von Schaub fanden nicht den Weg ins Tor (45.+1), so blieb es bei einer torlosen, aber gegen Ende durchaus interessanten ersten Halbzeit.

Rapid ging in Führung

Das Spiel ging nach dem Seitenwechsel munter weiter, einen Stanglpass von Friesenbichler konnte Auer klären (49.). Alhassan versuchte es mit einem Distanzschuss, der leider über das Tor ging (52.). Der SK Rapid ging in der 55. Minute mit der ersten Torchance der zweiten Hälfte in Führung: Schobesberger verwertete eine Flanke von Schaub eher ungewollt mit dem Kopf ins lange Eck - 0:1.

Die Austria musste zusätzlich zum Gegentreffer einen weiteren Rückschlag verkraften: Heiko Westermann konnte aufgrund einer Handverletzung nicht mehr weitermachen, Abdul Kadiri Mohammed ersetzte den Routinier. Mit einer Rettungsaktion gegen Schobesberger hatte der Ghanaer aber gleich einen guten Einstand (66.). Patrick Pentz konnte sich bei Schüssen von Schaub (69.) und Schwab (72.) auszeichnen

Für die Schlussviertelstunde brachte Fink mit Christoph Monschein für Jinhyun Lee eine zusätzliche Offensivkraft. Tarkan Serbest setzte den frischen Stürmer mit einem Lochpass auch gleich ideal ein, Galvao zog die Notbremse und sah von Schiedsrichter Schörgenhofer zurecht die rote Karte (80.). Den anschließenden Freistoß von Holzhauser wehrte Schwab in der Mauer mit der Hand ab - da wäre ein Elfmeter fällig gewesen. Eine Flanke von Monschein erreichte Friesenbichler, Strebinger hielt (85.). In den Schlussminuten feierte Manprit Sarkaria sein Bundesliga-Debüt, der offensive Mittelfeldspieler ersetzte Thomas Salamon.

Ismael Tajouri-Shradi hatte mit einem Freistoß aus großer Distanz die letzte Möglichkeit des Spiels (90.+3), die Wiener Austria musste sich mit knapp geschlagen geben. Schon am Mittwoch bietet der UNIQA ÖFB Cup die Chance zur Revanche.

FK Austria Wien - SK Rapid Wien 0:1 (0:0)

Austria: Pentz; Klein, Serbest, Westermann (63. Kadiri Mohammed), Salamon (85. Sarkaria); Holzhauser; Tajouri-Shradi, Lee (76. Monschein), Alhassan, Prokop; Friesenbichler

Rapid: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub (81. M. Hofmann), Murg, Schobesberger (74. Joelinton); Kvilitaia (66. Berisha)

Tor: Schobesberger (55.)

Gelbe Karten: Alhassan (10.), Prokop (22.), Holzhauser (59.), Kadiri (85.); Sonnleitner (57.), Auer (65.), Murg (73.)

Rote Karte: Galvao (80.)

Ernst-Happel-Stadion, Schiedsrichter Robert Schörgenhofer, 14.189 Zuschauer

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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