Bundesliga 11.12.2016, 18:41 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

ENTTÄUSCHENDE NIEDERLAGE IN ST. PÖLTEN

Die Austria verliert beim SKN St. Pölten trotz klarer Überlegenheit 1:2. Schütz und Keita schossen die Niederösterreicher in der zweiten Halbzeit in Führung, der Anschlusstreffer von Holzhauser in der Schlussminute kam zu spät.

© Bildagentur Zolles KG Enttäuschende Niederlage in St. Pölten

Thorsten Fink setzte nach dem bitteren Aus in der Europa League teilweise auf frische Spieler. Thomas Salamon, Ismael Tajouri Shradi und Kevin Friesenbichler rückten für Christoph Martschinko, Venuto und Larry Kayode in die Startelf, Richard Windbichler ersetzte auf der Sechser-Position den angeschlagenen Tarkan Serbest und schließlich kehrte der in Pilsen gesperrte Kapitän Alexander Grünwald statt Dominik Prokop in die Startelf zurück.

Jochen Fallmann musste unter anderem auf den gesperrten Dober verzichten, wechselte gegenüber der knappen Niederlage in Hütteldorf sein Team auf mehreren Positionen. Segovia kehrte als Solospitze in die Startelf zurück.

Klare Überlegenheit blieb ohne Torerfolg

Von Anfang an übernahmen die Veilchen das Kommando, schon nach wenigen Minuten kam es zur ersten gefährlichen Szene im Strafraum der Niederösterreicher. Friesenbichler und Grünwald konnten nach einem Gestocher den Ball allerdings nicht im Tor unterbringen, der Nachschuss von Raphael Holzhauser aus gut 20 Metern fiel zu schwach für Torhüter Vollnhofer aus. Aber die Austria blieb am Drücker, so ging eine Grünwald-Direktabnahme neben das Tor (7.), ebenso wie ein abgefälschter Freistoß unseres Kapitäns. Den fälligen Eckball köpfelte Windbichler nur knapp über das Tor.

Die einzig nennenswerte Chance der Hausherren in Minute 17: Bei Ambichls Weitschuss muss Osman Hadzikic allerdings nicht eingreifen. 69:31% Ballbesitz, 58:42% gewonnene Zweikämpfe und 11:1 Torschüsse drückten die Überlegenheit der Wiener Austria in der ersten Halbzeit auch in Zahlen aus, die durch den sehr auffälligen Windbichler (26., Weitschuss), Larsen (32.) Pires (34.) und Holzhauser (37., Freistoß) zu weiteren guten Möglichkeiten kam.

Schlussendlich gelang der ersehnte Treffer nicht, es ging mit 0:0 in die Kabine.

Kalte Dusche leitet Niederlage ein

Die zweite Halbzeit begann mit einer kalten Dusche für die Veilchen. Petar Filipovic schießt zunächst bei einem Klärungsversuch Salamon an, der Rettungsversuch von Windbichler landet im Lauf vom Ambichl, der legt zurück auf Schütz, der ohne Probleme flach zum 1:0 einschieben kann. Die Veilchen reagierten sofort: Mit einem Weitschuss vom Strafraumeck meldete sich Tajouri Shradi sofort zurück. (54.) Kurz darauf brachte Thorsten Fink mit Venuto und Larry Kayode neue Offensivkräfte, Felipe Pires und Lukas Rotpuller mussten vom Feld. Für ihn rückte Richard Windbichler zurück in die Innenverteidigung, die Austria ab der 61. Minute mit einem echten 4-4-2 am Feld.

In der Schlussphase warfen die Veilchen alles nach vorne, es kam Hektik ins Spiel. So gab es in Minute 81 nach einer Attacke von Salamon Elferalarm im Strafraum der Veilchen samt wütenden Protesten der St. Pöltner Bank. Ein Elferpfiff wäre wohl keine Fehlentscheidung gewesen. Marko Kvasina kam in den Schlussminuten für Salamon, ein Kopfball von Grünwald landete in den Armen von Vollnhofer.

So kam es wie es kommen musste: In der Schlussminute erzielten die Hausherren das 2:0 - Keita verwandelte einen Stanglpass von der linken Seite. Der Anschlusstreffer durch Holzhauser vom Elferpunkt (Huber hatte Kayode im Strafraum umgerissen, sah glatt Rot) kam zu spät.

SKN St. Pölten - FK Austria Wien 2:1 (0:0)

St. Pölten: Vollnhofer - Stec, Huber, Petrovic, Pirvulescu - Brandl (67. Drazan) - Ambichl, Thürauer (74. Keita), Perchtold (90. Mader), Schütz - Segovia

Austria: Hadzikic; Larsen, Rotpuller (61. Kayode), Filipovic, Salamon (86. Kvasina); Windbichler, Holzhauser; Tajouri-Shradi, Grünwald, Felipe Pires (61. Venuto); Friesenbichler

Tore: Schütz (48.), Keita (88.); Holzhauser (93., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Brandl (14.), Huber (50.), Perchtold (50.), Ambichl (78.); Salamon (18.)

Rote Karte: Huber (91.)

NV-Arena, Schiedsrichter Dieter Muckenhammer, 2.404 Zuschauer

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
» zur Gesamttabelle