ÖFB-Cup 26.10.2016, 13:33 Uhr
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MIT ZITTERN INS CUP-VIERTELFINALE

Die Austria steht nach einer Zitterpartie im Cup-Viertelfinale. Venuto, Rotpuller und Friesenbichler sorgten für eine komfortable 3:0-Führung, die Hatzl, Bauer und Pomer in den letzten 15 Minuten egalisierten. In der Verlängerung trafen erneut Friesenbichler und Pires zum 5:3, der abermalige Anschlusstreffer durch Vukajlovic war für Ebreichsdorf dann zu wenig.

© Bildagentur Zolles KG Mit Zittern ins Cup-Viertelfinale

Nach dem Triumph im Wiener Derby blieb für die Veilchen keine Zeit zum Verschnaufen - Mit dem Achtelfinale im ÖFB Samsung Cup stand der nächste Bewerb am Programm, mit dem AKS Ebreichsdorf wartete ebendort der nächste Gegner. Nachdem nahezu die gleiche Startelf zuletzt drei Spiele in Folge bestritten hatte, setzte Thorsten Fink diesmal wie erwartet auf Rotation: Im Tor erhielt Patrick Pentz eine Chance - ebenso wie Patrizio Stronati, Thomas Salamon, Ognjen Vukojevic, Dominik Prokop, Ismael Tajouri Shradi und Kevin Friesenbichler.

Die Gastgeber aus Ebreichsdorf warfen mit dem Wolfsberger AC und dem SCR Altach bereits zwei Bundesligisten aus dem Bewerb. Die Veilchen waren also gewarnt. Mit Goran Djuricin sitzt zudem ein Ex-Austrianer, der - auch geplagt von unzähligen Verletzungen - als Spieler leider nie den großen Durchbruch schaffte, auf der Betreuerbank der Niederösterreicher.

Austria sorgt für komfortable Führung

Das Spiel begann mit einer souveränen Austria, die bereits früh alles klar zu machen schien. Minute 7: Über Thomas Salamon und Kevin Friesenbichler kommt der Ball zu Venuto, der aus kurzer Distanz die frühe Führung für die Veilchen besorgt. Nur wenig später das 2:0: Freistoß von Halblinks durch Thomas Salamon, in der Mitte steigt Kapitän Lukas Rotpuller am höchsten und köpfelt zum 2:0 ein. Kurz zuvor hatte Friesenbichler schon das zweite Tor am Fuß.

In Folge entwickelte sich ein flottes Spiel, das die Austria weitestgehend unter Kontrolle hatte. Gegen Mitte der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt - Ebreichsdorf kam besser ins Spiel, suchte über die Flanken immer wieder ihre beiden Sturmspitzen, und die Truppe von Thorsten Fink ließ sich durch Fehler im Spielaufbau immer wieder verunsichern.

Die besten Chancen hatte Ebreichsdorf kurz vor der Pause, als Markic über links in den Strafraum eindrang, sein Stanglpass wurde aber abgefangen. Und kurz darauf kam es nach einem Corner zu einem Gestocher im Strafraum, die Verteidigung konnte den Ball aber wegschlagen. Patrick Pentz musste sein Können jedoch nie ernsthaft unter Beweis stellen, und so ging es mit einer bequemen Führung in die Pause.

Die Entscheidung - oder auch nicht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Thorsten Fink mit Marko Kvasina eine neue Offensivkraft ins Spiel, er kam für Venuto. Das Spiel blieb zunächst offen, einen Weitschuss von Prokop (52.) und zwei gute Freistoßmöglichkeiten für die Austria blieben ungenützt. In Minute 60 die vermeintliche Entscheidung - Tajouri schickt Friesenbichler auf die Reise, der erzielt das 3:0. Ein komfortabler Vorsprung, das Spiel war gelaufen - und doch kam alles anders: Der ASK Ebreichsdorf stellte innerhalb von 15 Minuten die Partie auf den Kopf.

Zunächst verkürzte Hatzl nach einem langen Pass auf 3:1 (75.), nach einem Eckball kam Bauer zum Kopfball und versenkte die Kugel im Tor vom chancenlosen Pentz (86.). Der Torschütze flog noch in der gleichen Minute nach einem brutalen Foul an Tajouri Shradi mit einer glatten roten Karte vom Platz. In der Nachspielzeit dann der Ausgleich: Gestocher im Strafraum, Elfmeterreklamationen, der Schiedsrichter entscheidet auf Vorteil, den Pomer zum Ausgleich nützen kann. Somit mussten die Veilchen im Cup abermals Überstunden leisten.

Mit Doppelschlag zur endgültigen Entscheidung

In der Verlängerung sorgte die Austria rasch für klare Verhältnisse. Zunächst war es Kevin Friesenbichler, der mit seinem zweiten Tor die abermalige Führung für die Veilchen erzielte. (101.). Nur eine Minute später machte dann der eingewechselte Pires nach Stanglpass von Kvasina endgültig alles klar. (102.) Als Vukaljovic in Minute 111 nochmals den Anschlusstreffer für Ebreichsdorf erzielte, kam nochmals Hektik auf, warfen die Gastgeber nochmal alles nach vorne - allerdings gelang ihnen diesmal kein Tor mehr. Die Austria steht nach einer Zitterpartie im Viertelfinale des ÖFB Samsung Cup.

ASK Ebreichsdorf - FK Austria Wien 4:5 n.V. (0:2; 3:3)

Ebreichsdorf: Prögelhof - Bauer, Vukaljovic, Plattensteiner, Petrovic - Pinter, Anderst, Bartholomay (60. Pomer), Markic - Aue (69. Dauce), Miesenböck (72. Hatzl)

Austria: Pentz; Larsen (72. Gluhakovic), Rotpuller, Stronati, Salamon; Serbest, Vukojevic; Tajouri Shradi, Prokop (90. Felipe Pires), Venuto (46. Kvasina); Friesenbichler

Tore: Hatzl (75.), Bauer (86.), Pomer (90+1.), Vukajlovic (111.); Venuto (7.), Rotpuller (15.), Friesenbichler (67., 101.), Pires (102.)

Gelbe Karten: Anderst (77.), Markic (78.), Petrovic (117.); Friesenbichler (54.), Prokop (60.), Rotpuller (110.)

Rote Karte: Bauer (87.)

Sportzentrum Weigelsdorf, Schiedsrichter Rene Eisner, 4.000 Zuschauer