Europacup 28.07.2016, 21:19 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

BITTERE HEIMNIEDERLAGE GEGEN TRNAVA

Ein Tor von Robert Tambe kurz nach dem Wiederanpfiff bescherte einer über weite Strecken dominierenden Wiener Austria eine unglückliche Niederlage im Heimspiel gegen Spartak Trnava.

© Bildagentur Zolles KG Bittere Heimniederlage gegen Trnava

Nur eine Änderung nahm Austria-Trainer Thorsten Fink nach dem erfolgreichen Bundesligastart in St. Pölten vor. Jens Stryger Larsen kehrte auf seine angestammte Position rechts in der Viererkette zurück.

Spartak Trnava begann mit der selben Startformation, die im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde Shirak 2:0 besiegte. Im Ligabetrieb am Wochenende verzichtete Trainer Miroslav Karhan gleich auf sieben seiner Europacup-Starter, Dunajska Streda wurde trotzdem 2:1 geschlagen.

Torlos bis zur Pause

Die Veilchen zeigten von Anfang an wer der Herr im Ernst-Happel-Stadion ist. Larry Kayode erlief einen weiten Ball von Raphael Holzhauser und fand die erste Chance des Spiels vor. Beinahe hätte er Tormann Jakubech überlistet (7.). Holzhauser selber versuchte es mit einem Schuss aus größerer Distanz - zu zentral (18.). Kurz darauf war wieder Kayode zur Stelle. Der Nigerianer kam nach einer Kopfballrückgabe von Hornik vor Jakubech an den Ball, spitzelte den Ball nur knapp am Tor vorbei (19.). Die Slowaken wurden erstmals in der 25. Minute gefährlich: Halilovic setzte einen Stanglpass von Schranz Zentimeter an der Stange vorbei, Petar Filipovic hatte den Angreifer entscheidend gestört.

Nach einer Vorlage von Linksverteidiger Christoph Martschinko war Kayode am Torhüter der Gäste vorbei, sein Haken fiel allerdings etwas zu weit aus (28.). Danach kam Trnava etwas auf. Robert Almer klärte eine weite Vorlage per Kopf, der Ball landete allerdings vor den Füßen von Tambe, der die Kugel glücklicherweise neben das verwaiste Tor setzte (36.). Nur wenige Augenblicke später rettete Almer in einer 1-gegen-1-Situation gegen Schranz (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff fand Kayode nach einer Vorlage von Venuto wieder in Jakubech seinen Meister (44.) - 0:0 zur Pause.

Bittere Pille

Die zweite Halbzeit begann mit einer kalten Dusche: Schranz brach über die rechte Seite durch, seine Vorlage verwertete Tambe zum 0:1 (46.). Damit waren die Violetten gefordert, Felipe Pires und Tarkan Serbest versuchten es mit Weitschüssen, die aber wenig Gefahr für Jakubech darstellten (51., 56.). Thorsten Fink nahm Alexander Grünwald anstelle von Roi Kehat in die Mannschaft. Der Kärntner brachte ordentlich Schwung mit und bereitete gleich eine Chance für Venuto vor, dessen Schuss aus spitzen Winkel aber das Tor verfehlte (67.).

Der für Pires eingewechselte Ismael Tajouri bediente Larry Kayode, auch diesmal blieb Jakubech der Sieger (77.). Auch in Minute 84 hieß das Duell Kayode gegen Jakubech, der Nigerianer hatte heute aber kein Glück im Abschluss. Kevin Friesenbichler ersetzte Kayode für die Schlussminuten, eine gute Hereingabe von Grünwald konnte auch er nicht verwerten (87.). Auch ein sehenswerter Volley unseres Heimkehrers fand nicht den Weg ins Tor (90.+2), damit gilt es beim Rückspiel in Trnava nächsten Donnerstag einen 0:1-Rückstand aufzuholen.

FK Austria Wien - Spartak Trnava 0:1 (0:0)

Austria: Almer; Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko; Serbest, Holzhauser; Venuto, Kehat (61. Grünwald), Pires (72. Tajouri); Kayode (84. Friesenbichler)

Trnava: Jakubech; Kadlec, Gressak, Godal, Hornik; Bello, Sloboda; Schranz, Halilovic (61. Jirka), Mikovic (88. Yao); Tambe (72. Paukner)

Tor: Tambe (46.)

Gelbe Karten: Martschinko; Sloboda (21.), Halilovic (54.), Tambe (68.), Kadlec (72.), Schranz (90.+2), Jirka (90.+4)

Ernst-Happel-Stadion, Schiedsrichter Alexandru Tudor (Rumänien), 6.835 Zuschauer