Europacup 18.08.2016, 21:20 Uhr
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2:1-SIEG GEGEN ROSENBORG TRONDHEIM

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Rosenborg Trondheim schaffte sich die Wiener Austria eine gute Ausgangsposition im UEFA-Europaleague-Play-Off. Alexander Grünwald und Felipe Pires ließen mit Toren kurz nach der Pause die Veilchen jubeln, ehe Reginiussen in der Nachspielzeit für die Norweger verkürzte.

© Bildagentur Zolles KG 2:1-Sieg gegen Rosenborg Trondheim

Die “Einser-Garnitur” bot Thorsten Fink für das Duell gegen Rosenborg Trondheim auf. Nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten in der tipico-Bundesliga sollte die Stammformation im Europacup die Kastanien aus dem Feuer holen.

Die Gäste aus Trondheim, mit 11 Punkten Vorsprung nach 20 Runden vor dem 24. Titelgewinn, traten wie zuletzt in einem 4-3-3-System an. Am Wochenende wurde rotiert, beim 3:1-Sieg gegen Sogndal IL standen nur fünf Spieler der heutigen Mannschaft in der Startelf.

Vorerst torlos

Eine spielbestimmende Austria bekamen die Zuseher im Ernst-Happel-Stadion zu sehen, Raphael Holzhauser klopfte mit einer direkt getretenen Ecke erstmals am Tor der Gäste an (7.). Auch Rosenborg wurde nach einem Eckball gefährlich, ein Direktschuss von Konradsen wurde von der Austria-Verteidigung geblockt (15.). Alexander Grünwald stellte sich mit einem hervorragenden Pass in den Lauf von Larry Kayode ein, der Nigerianer kam aber den berühmten Schritt zu spät (16.). Eine weitere Vorlage von Grünwald landete bei Lucas Venuto, dessen Abschluss nach sehenswertem Solo nur knapp an der Stange vorbeiging (22.).

Larry Kayode tauchte in der 33. Minute nach Vorlage von Holzhauser wieder im Strafraum auf, seine Hereingabe landete aber bei Tormann Kwarasey. Von Rosenborg war offensiv wenig zu sehen, lediglich bei einem Stanglpass von Gersbach, der hinter Almer an Freund und Feind vorbei ging, hatten die Veilchen Glück (37.). Felipe Pires war nach einem langen Ball auf und davon, auch Kwarasey war bereits geschlagen. Doch für einen Schuss war der Winkel bereits zu spitz, die Hereingabe fand leider keinen Abnehmer (40.). Robert Almer parierte einen Volley von Helland (43.), Schiedsrichter Bastien aus Frankreich pfiff zur Halbzeit.

Furioser Beginn in die zweite Halbzeit, ärgerliches Gegentor

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag, oder besser gesagt zwei davon: Alexander Grünwald knallte nach Assist von Felipe Pires den Ball in der 51. Minute in Richtung Kreuzecke - ein Traumtor. Nur zwei Minuten später war Pires selbst zur Stelle. Der Brasilianer eroberte an der Mittellinie den Ball, zog alleine aufs Tor und ließ Kwarasey keine Chance - 2:0 (53.).

Danach wurde Rosenborg naturgemäß angriffslustiger, ohne vorerst gefährlich zu werden. Erst in der 76. Minute musste Jens Stryger Larsen einen abgefälschten Schuss von Helland auf der Linie abwehren. Davor verfehlte Grünwald mit einem Weitschuss nach einem Einwurf von Larsen knapp das Tor (74.), ehe er für Richard Windbichler Platz machte. Thorsten Fink brachte mit David de Paula für Lucas Venuto einen weiteren Defensivmann zur Absicherung.

Helland traf kurz vor Schluss den Ball per Kopf nicht richtig, da hatte der Norweger zu viel Platz (85.). Schon in der Nachspielzeit passierte dann doch noch der so gefürchtete Auswärtstreffer: Eine Flanke von Rashani verwertete der aufgerückte Innenverteidiger Reginiussen mit einem wuchtigen Kopfball (90.+1). Die Austria durfte aber nach zwei Niederlagen wieder einen wichtigen Erfolg im Europacup feiern.

FK Austria Wien - Rosenborg BK 2:1 (0:0)

Austria: Almer; Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko; Serbest, Holzhauser; Venuto (84. de Paula), Grünwald (81. Windbichler), Pires; Kayode (89. Friesenbichler)

Rosenborg: Kwarasey; Svensson, Reginiussen, Eyjólfsson, Skjelvik (71. Rashani); Jensen, Konradsen, Midtsjø (77. Vilhjálmsson); Helland, Gytkjaer, Gersbach

Tore: Grünwald (51.), Pires (53.); Reginiussen (90.+1)

Gelbe Karten: Serbest (47.), Kayode (72.)

Ernst-Happel-Stadion, Schiedsrichter Benoit Bastien (FRA), 6.090 Zuschauer

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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