Bundesliga 29.11.2015, 18:57 Uhr
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NIEDERLAGE NACH TURBULENTEM SPIEL IN RIED

Die Wiener Austria musste sich in Ried mit 2:4 geschlagen geben. Zweimal Thomas Murg, Gernot Trauner und Dieter Elsneg trafen für die Hausherren, Roi Kehat und Alexander Gorgon für die Veilchen. Dreimal Latte und einmal Stange verhinderten einen Punktgewinn der Austria.

© Bildagentur Zolles KG Niederlage nach turbulentem Spiel in Ried

Die beste Auswärtsmannschaft traf auf das schlechteste Heimteam - die Rollen waren vor dem Spiel der Austria im Innviertel klar verteilt. Thorsten Fink musste verletzungsbedingt zwei Änderungen in der Startelf vornehmen: Christoph Martschinko verpasste aufgrund einer Bänderzerrung im Kniegelenk die ersten Meisterschaftsminuten in dieser Saison. Thomas Salamon übernahm den Platz links in der Viererkette. Philipp Zulechner musste aufgrund muskulärer Probleme im Oberschenkel passen und wurde von Marco Meilinger vertreten.

Ex-Veilchen Thomas Murg stand Ried-Trainer Paul Gludovatz wieder zur Verfügung. Er stand in der Startformation und ersetzte Denis Streker links im Mittelfeld. Clemens Walch nahm nach überstandener Verletzung auf der Bank Platz.

Stürmisches Wetter, stürmische erste Halbzeit

Den ersten Schuss der flotten Partie gab Meilinger ab, Gebauer klärte zur Ecke (6.). Beim anschließenden Konter war Osman Hadzikic gerade noch vor Murg am Ball (6.). Nur kurz darauf ging die SV Ried dann aber in Führung. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen landete der Ball bei Kragl, dessen Flanke Trauner direkt zum 1:0 versenkte (7.).

Die Antwort der Veilchen ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer von Larry Kayode herausgeholten Ecke konnten Reifeltshammer und Murg per Kopf nur bis zur Strafraumgrenze klären, wo Roi Kehat lauerte. Der Israeli fackelte nicht lange und knallte den Ball volley mit der Innenseite über Gebauer zum Ausgleich ins Tor (11.).

Doch die Favoritner Freude währte nicht lange, Thomas Murg verwertete nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und einem guten Pass von Trauner die nächste Chance zum 2:1 für die Rieder (15.). Es ging weiter Schlag auf Schlag: Kayode kam gegen Reifeltshammer im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Harkam entschied sofort auf Elfmeter. Alexander Gorgon schnappte sich den Ball und sorgte mit seinem 10. Saisontor für den erneuten Ausgleich - 2:2 (22.).

Meilinger nutzte beinahe einen Ausflug von Gebauer, bei seinem Schuss aus großer Distanz fehlte nicht viel auf eine violette Führung (30.). Doch so kam es anders, und auch auf der anderen Seite gab es - zurecht - einen Elfmeterpfiff. Dieter Elsneg verwertete und brachte die SV Ried zum dritten Mal in Führung (32). In der 34. Minute traf der aufgerückte Innenverteidiger Lukas Rotpuller aus kurzer Distanz nur die Latte - beinahe der sechste Treffer in dieser verrückten Partie. Ein Freistoß von Thomas Murg ging daneben (43.), auf der anderen Seite traf Alexander Gorgon, ebenfalls aus einem Freistoß, wieder nur die Latte (45.). Gebauer entschärfte noch einen guten Schuss von Marco Meilinger (45.), mit dem knappen Rückstand ging es in die Kabinen.

Austria ans Aluminium, Ried ins Tor

Auch in der zweiten Halbzeit war Aluminium nicht unser Freund, nach einer Flanke von Salamon traf erst Alexander Gorgon die Stange, den Nachschuss knallte Kehat an die Latte (51.). Auf der anderen Seite blieben die Rieder weiter eiskalt. Mit dem sechsten Torschuss gelang den Oberösterreichern der vierte Treffer. Thomas Murg schloss nach einem Konter zum 4:2 ab (54.).

Nach einem schnellen Gegenstoß der Austria zog Kayode Richtung Rieder Tor, kam mit seinem Haken aber nicht an Gebauer vorbei (57.). Hadzikic entschärfte einen Schuss von Murg (58.), Gebauer war bei einer Hereingabe von Alexander Grünwald vor dem einschussbereiten Kayode am Ball (62.). Nach einem wunderbaren Zuspiel von Kehat überlief Alex Gorgon Bergmann und zielte Richtung langes Eck, wo der heranrutschende Kayode nicht mehr an den Ball kam (69.).

In der Schlussphase brachte Thorsten Fink David de Paula sowie Kevin Friesenbichler für Meilinger und Kehat ins Spiel. Hadzikic parierte einen gefährlichen Freistoß von Kragl (73.). Streker haute einen Flanke von Kayode beinahe ins eigene Tor, Gebauer rettete vor der Linie (85.). Die Veilchen kamen danach nicht mehr zu allzu großen Möglichkeiten, Ried vergab durch den eingewechselten Clemens Walch die beste Chance zum Abschluss (90.+3).

SV Josko Ried - FK Austria Wien 4:2 (3:2)

Ried: Gebauer; Janeczek, Reifeltshammer, Filipovic; Bergmann, Trauner, Polverino, Kragl (81. Streker); Hart (86. Gavilan), Elsneg (66. Walch), Murg

Austria: Hadzikic; Koch, Windbichler, Rotpuller, Salamon; Holzhauser, Grünwald; Meilinger (71. de Paula), Kehat (71. Friesenbichler), Gorgon; Kayode

Tore: Trauner (7.), Murg (15., 54.), Elsneg (32., Elfmeter); Kehat (11.), Gorgon (22., Elfmeter)

Gelbe Karten: Murg (31.), Filipovic (50.), Trauner (60.); Friesenbichler (71.)

Keine Sorgen Arena, Schiedsrichter Alexander Harkam, 3.231 Zuschauer

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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