Bundesliga 11.05.2016, 22:33 Uhr
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5:0! - ÜBER RIED NACH EUROPA!

Mit einem nie gefährdeten 5:0-Auswärtssieg in Ried erreichte die Wiener Austria souverän den Europacupstartplatz für die nächste Saison. Alexander Gorgon traf vor der Pause wieder einmal doppelt, nach Seitenwechsel stellten Raphael Holzhauser, Alexander Grünwald sowie Lucas Venuto den Endstand her.

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Trainer Thorsten Fink musste beim letzten Auswärtsspiel der Saison auf Tarkan Serbest verzichten, der Mittelfeld-Mann fiel mit muskulären Problemen aus. Ognjen Vukojevic kam erstmals seit 5. März (ebenfalls gegen die SV Ried) wieder zu einem Startelfeinsatz. Rechts in der Viererkette kam nach überstandener Weisheitszahnoperation diesmal wieder Jens Stryger Larsen anstelle von Fabian Koch zum Zug.

Die SV Ried, von allen Abstiegssorgen befreit, trat im gewohnten 3-4-3-System an. Paul Gludovatz brachte mit Filipovic, Brandner, Möschl und Streker gleich vier frische Spieler nach dem rettenden 2:0-Sieg gegen den SV Grödig.

Gorgon on Fire

Wie schon im Spiel gegen die Admira ging die Wiener Austria wieder mit dem ersten Torschuss in Führung, wieder war Alexander Gorgon der Torschütze. Nach Vorarbeit von Lucas Venuto und einer wunderschönen Flanke von Alexander Grünwald war unser “Pistolero” per Kopf zur Stelle (17.) - bereits der 18. Saisontreffer des langjährigen Austrianers.

Die Veilchen dominierten das Spiel klar, mit langen Ballstafetten versuchte man die tief stehenden Oberösterreicher rauszulocken. Gorgon bediente Larry Kayode, der Nigerianer war vom vielen Freiraum wohl selbst überrascht und vergab diese Riesenchance auf das zweite Tor (23.). Kurz darauf zog Kayode auf das Rieder Tor, Reifeltshammer rettete in letzter Sekunde (24.). Die Austria blieb weiter brandgefährlich. Grünwald erkämpfte sich den Ball von Polverino, setzte überlegt Gorgon ein und schon wieder war der Ball im Tor. Ein knallharter Schuss unter die Latte, Gebauer war ohne Chance (25.). Tor Nummer 19, Doppelpack Nummer 6.

Bei Ried war die Luft draußen. Einzig ein Schuss von Florian Hart, der von Richard Windbichler abgefälscht wurde, kam dem Kasten von Robert Almer halbwegs nahe. Gludovatz war unzufrieden, nahm bereits 38 Minuten Polverino aus der Mannschaft und brachte mit Fabian Schubert mehr Offensive auf das Feld. Am Spielgeschehen änderte das wenig, mit fast 70% Ballbesitz und einer komfortablen Führung der Wiener Austria ging es in die Kabinen.

Schützenfest

Ried eröffnete die zweite Halbzeit mit etwas mehr Schwung, Hart hatte mit einem Schuss, knapp am langen Eck vorbei, die bis dahin größte Chance der Hausherren (53.). Lange dauerte es aber nicht, da schlug die beste Auswärtsmannschaft der tipico-Bundesliga wieder zu: Nach Foul an Jens Stryger Larsen trat Raphael Holzhauser zum Freistoß an. Der angeschnittene Ball ging an Freund und Feind vorbei zum 0:3 ins Tor (56.).

Auch nach dem dritten Tor ließ die Austria nicht locker. Gorgon fing im Strafraum einen Pass von Filipovic ab und revanchierte sich bei Alexander Grünwald mit einem Assist. Unser “Zehner” erhöhte mit seinem neunten Saisontor auf 0:4 (63.).

Alexander Grünwald durfte sich nach einer großartigen Partie seinen verdienten Abschiedsapplaus abholen, Thorsten Fink brachte für die Schlussviertelstunde Kevin Friesenbichler ins Spiel. Des weiteren kamen Roi Kehat und Thomas Salamon anstelle von Raphael Holzhauser und Christoph Martschinko zu etwas Spielpraxis.

Robert Almer musste erst in der 77. Minute den ersten Schuss auf sein Tor abwehren, den Kopfball von Schubert parierte der Teamgoalie allerdings sehr schön. Kurz vor Schluss stellte Lucas Venuto nach Vorlage von Roi Kehat den 0:5-Endstand her (87.).

SV Josko Ried - FK Austria Wien 0:5 (0:2)

Ried: Gebauer; Hart, Reifeltshammer, Filipovic; Bergmann, Polverino (38. Schubert), Brandner, Prada; Kreuzer, Streker, Möschl (70. Honsak)

Austria: Almer; Larsen, Windbichler, Rotpuller, Martschinko (78. Salamon); Holzhauser (78. Kehat), Vukojevic; Gorgon, Grünwald (72. Friesenbichler), Venuto; Kayode

Tore: Gorgon (17., 25.), Holzhauser (56.), Grünwald (63.), Venuto (87.)

Gelbe Karte: Rotpuller (85.)

Keine Sorgen Arena, Schiedsrichter Dominik Ouschan