Bundesliga 09.11.2014, 16:54 Uhr

3:2-TRIUMPH IM WIENER DERBY

Ein Derbysieg ist immer schön, ein 3:2 Auswärtstriumph ist in der momentanen Situation noch schöner. Zweimal Omer Damari sowie Daniel Royer sorgten mit drei herrlichen Toren für die 3:0 Führung, Rapid kam in der Schlussphase durch Tore von Alar und Beric nochmal ins Spiel zurück, unsere Austria konnte aber letztendlich in einem spektakulären Derby die Oberhand behalten.

3:2-Triumph im Wiener Derby

Im 311. großen Wiener Derby traf die Austria im Ernst Happel Stadion auf den Erzrivalen aus Hütteldorf. Nach der Niederlage gegen Sturm in der Vorwoche nahm Trainer Baumgartner Mario Leitgeb als zweiten Sechser in die Startelf. Alexander Gorgon übernahm den Platz von Daniel Royer, der nach einer Krankheit unter der Woche vorerst auf der Ersatzbank Platz nahm. Jens Stryger Larsen begann nach seiner krankheitsbedingten Pause wieder auf der rechten Außenbahn. Rapid-Trainer Barisic musste aufgrund von Sperren und Verletzungen seine Mannschaft gleich an vier Positionen umstellen. Dibon und Stangl bildeten die neue Innenverteidigung. Wydra ersetzte Grahovac im defensiven Mittelfeld, Beric kehrte nach seiner Sperre als Solospitze zurück.

Omer Doppelpack

Nach einem eher verhaltenen Beginn war es die Austria, die dem Spiel vorerst den Stempel aufdrückte. Zwei Warnschüsse von James Holland (7.) und Alexander Grünwald (12.) gingen knapp an der rechten Stange vorbei. In der 23. Minute war es dann wieder einmal Omer Damari, der die Austria-Familie jubeln ließ: Nach einem hervorragenden Pass von Leitgeb ging der Israeli spielend an Stangl vorbei und überraschte Novota mit einem scharfen Schuss aus spitzen Winkel - 0:1.

Nach dem Führungstor der Austria kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel, Schüsse von Schrammel (30.) und Wydra (34.) gingen allerdings klar über das Tor. Die Veilchen, die im Vergleich zum letzten Spiel gegen Sturm defensiv wesentlich tiefer standen, wussten aber die beste Antwort darauf: Nach einer Hereingabe von Larsen zog Damari aus der Drehung ab und knallte den Ball unhaltbar zur 2:0 Pausenführung ins Tor (40.)!

Dramatische Schlussphase

Eine sehr aggressiv geführte Partie nahm in der zweiten Spielhälfte ihren Lauf. Ein erster Schuss von Grünwald ging am langen Eck vorbei (47.). Richtig Glück hatten die Veilchen in der 52. Minute: Nach einem Pass von Kainz in den Rückraum der Austria-Verteidigung kam Petsos frei zum Schuss, der Ball ging nur Zentimeter am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatte die Austria die Chance auf die Vorentscheidung: Nach einem Rückpass von Petsos, den Novota mit der Hand aufnahm, entschied Schiedsrichter Harkam auf indirekten Freistoss im Strafraum. Grünwald traf mit dem kurz abgespielten Ball nur die Stange (54.). Danach drückte Rapid ordentlich auf den Anschlusstreffer, Alar verfehlte nach einer Freistoßvariante den Ball in aussichtsreicher Position (64.). Die Austria stand aber gut und blieb im Konter immer wieder gefährlich.

Eine Viertelstunde vor Schluss nahm Trainer Baumgartner Larsen und Meilinger vom Feld, für die beiden kamen Fabian Koch und Daniel Royer ins Spiel. Und eben dieser Daniel Royer brauchte nur 51 Sekunden, um mit seiner ersten Aktion den Ball mit dem Außenrist zum 0:3 ins Kreuzeck zu befördern (78.).

Eine kleine Unachtsamkeit ermöglichte Rapid in der 83. Minute doch noch den Anschlusstreffer: Nach einem weiten Pass von Dibon entwischte Alar der Austria-Defensive und überlupfte Heinz Lindner zum 1:3. Bereits in der Nachspielzeit schlug Beric Lindner den Ball aus den Händen und sorgte mit dem 2:3 (90.+2) nochmal für Hektik. Die Austria behielt aber die Nerven und kämpfte sich zum ersten Derbysieg seit dem 17. 2. 2013.

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 2:3 (0:2)

Rapid: Novota; Pavelic, Dibon, Stangl, Schrammel; Petsos, Wydra (46. Alar); Schaub (72. Schobesberger), S. Hofmann, Kainz (85. Starkl); Beric

Austria: Lindner; Larsen (77. Koch), Shikov, Rotpuller, Salamon; Holland, Leitgeb; Gorgon, Grünwald, Meilinger (77. Royer); Damari (89. Serbest)

Tore: Alar (83.), Beric (90.+2); Damari (23., 40.), Royer (78.)

Gelbe Karten: Petsos (45.), Alar (49.), Dibon (67.); Salamon (39.), Larsen (63.), Rotpuller (85.), Lindner (90.+2), Shikov (90.+5)

Ernst Happel Stadion, Schiedsrichter Alexander Harkam, 28.200 Zuschauer