Austria für Österreich 12.06.2019, 14:55 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

PENTZ IST BEI EM-PREMIERE DES U21-TEAMS DABEI

Erstmals in der Fußball-Geschichte nimmt Österreich heuer an einer UEFA U21-EM-Endrunde teil. Und Austria Wien ist vom 16. bis 30. Juni in Italien und San Marino bei diesem historischen Ereignis dabei. Torhüter Patrick Pentz vertritt die violetten Farben im Aufgebot.

© Bildagentur Zolles KG Pentz ist bei EM-Premiere des U21-Teams dabei
Das sind sehr attraktive und starke Mannschaften. Patrick Pentz

Unser Keeper, der 2018/19 in 31 von 36 Pflichtspielen unser Tor hütete, gehört dem 23-köpfigen Kader an, der nach zwei freien Tagen am Freitag in der Wiener Hofburg von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verabschiedet wird. Gleich danach geht es mit der Mannschaft per Bus nach Norditalien.

Dort warten in der Gruppe B als Gegner Serbien (17.Juni/18.30 Uhr, Triest, Stadio Nereo Rocco), Dänemark (20. Juni/18:30 Uhr, Udine, Stadio Friuli) und Deutschland (23. Juni/21:00 Uhr, Udine Stadio Friuli) auf Österreich, den einzigen EM-Debütanten unter den Teilnehmern.

„Das sind sehr attraktive und starke Mannschaften“, sagt Pentz mit Respekt, aber ohne Angst im Vorfeld. Österreich hat gegen alle drei Länder schon gespielt, gewann aber von insgesamt 14 Pflichtspielen noch keines. Vielleicht wachsen die ÖFB-Kicker über sich hinaus.

© Bildagentur Zolles KG
© Bildagentur Zolles KG

Austria-Keeper: „Wollen eine gute Rolle spielen“

„Wir wollen eine gute Rolle spielen. In einem Turnier ist immer das erste Spiel entscheidend. Gestalten wir es positiv, dann ist viel möglich“, lautet die Pentz-Devise. Nach Spiel eins komme vielleicht der Hype dazu, habe man Chancen, etwas erreichen zu können.

Serbien, Österreichs erster EM-Gegner, hat auf dem Weg zur Endrunde die Quali-Gruppe vor Österreich als Erster beendet und laut Pentz ein „unheimlich gutes Team“ (u.a. mit Luka Jovic). Die Truppe von ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch holte aber immerhin in Serbien zuletzt mit einem 0:0 einen wichtigen Punkt.

Gegen die Dänen unterlag Österreich im März in einem Testspiel 0:5. „Trotz dieser Niederlage sind wir auf einer Höhe mit ihnen, haben eine Rechnung offen“, betont der Austria-Keeper. Man dürfe niemanden unterschätzen, doch „wir wissen auch, was wir können.“

Prestigeduell mit Deutschen für Salzburger „besondere Motivation“

Eine besondere Motivation gebe Pentz und Co. das Prestigeduell mit den Deutschen. „Auch wenn sie meist auf einem eigenen Level spielen“, meint der Salzburger. Die DFB-Auswahl, gegen die es in acht Versuchen zu einem Remis reichte, sind Titelverteidiger.

Die Deutschen besiegten im U21-EM-Finale 2017 die Spanier 1:0. Letztere hatten wiederum Österreich im Quali-Playoff nur aufgrund der Auswärtstorregel eliminiert. Ende März 2019 verlor das ÖFB-Team in Spanien einen Test 0:3. Dabei kam neben Pentz mit Petar Gluhakovic auch ein zweiter Austrianer zum Einsatz.

Unser Rechtsverteidiger gab dabei genau acht Monate nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback und tankte Hoffnung, bei der EM dabei sein zu können. Gluhakovic war auch im vorletzten Test am Freitag gegen eine Südburgenland-Auswahl (10:2) wie Pentz und Alexandar Borkovic aufgeboten worden.

Austria-Trio gegen Frankreich im Einsatz

Auch am Dienstag in Hartberg bei der Generalprobe gegen Frankreich durften Pentz, Gluhakovic und Borkovic ran. Das violette Trio wurde beim sensationellen 3:1 (1:0) - Sieg der Österreicher gegen den EM-Mitfavoriten (Marktwert rund 350 Mio. Euro) im Finish eingesetzt. 

Für eine Nominierung von Gluhakovic und Borkovic in den EM-Kader reichte es letztlich ebenso nicht wie für Mittelfeldmann Dominik Prokop. Die Drei standen bis zuletzt auf Abruf im erweiterten EM-Aufgebot. „Ich habe alles für die EM gegeben, legte dafür Sonderschichten im Training ein“, erzählt Gluhakovic.

An Urlaubsplanung hat er dabei keine Sekunde verschwendet, nur das Turnier im Auge gehabt. Der 23-Jährige ist überzeugt, dass das ÖFB-Team alles geben und versuchen wird, damit man „soweit wie möglich kommt.“ Prokop ging es wie seinen Klubkollegen. Nun drückt er die Daumen an „einem schönen Fleckchen im Ausland.“

„Sieg über Frankreich gibt viel Selbstvertrauen“

„Die positive Energie und die Vorfreude auf das Turnier war in der Vorbereitung bei allen spürbar“, sagt Gregoritsch im Wissen, „dass wir Außenseiter sind und die Rolle gerne annehmen.“ Seine Mannschaft könne zeigen, dass sie gewachsen sei. Und zum Erfolg über die Équipe Tricolore meint er: „Wir wissen auch, was wir können, werden das Spiel gegen die Franzosen aber richtig einordnen“.

Spielplan der Österreicher in Gruppe B (alle Spiele live ORF):

17. Juni (18:30 Uhr): Serbien – Österreich (Triest, Stadio Nereo Rocco)

20. Juni (18:30 Uhr): Dänemark – Österreich (Udine, Stadio Friuli)

23. Juni (21.00 Uhr): Österreich – Deutschland (Udine, Stadio Friuli)

GRUPPE A: Italien, Spanien Polen, Belgien; GRUPPE C: England, Frankreich, Rumänien, Kroatien

MODUS: Die drei Gruppen-Ersten sowie der beste Gruppen-Zweite steigen ins Semifinale (27. Juni in Bologna und Reggio Emilia) auf. Die vier Halbfinalisten sind für das Olympische Turnier in Tokio 2020 qualifiziert.

Befindet sich England im Semifinale, wird unter den restlichen zwei Gruppen-Zweiten ein Playoff (27. Juni in Cesena) um ein Olympia-Ticket gespielt. Das Endspiel findet am 30. Juni in Udine statt.

ANMERKUNG: Während der Video Assistent Referee (VAR) bei der U21-EM im Einsatz ist, kommen die vom IFAB (International Football Association Board) im Frühjahr geänderten Spielregeln bei dem Turnier in Italien und San Marino noch nicht zur Anwendung.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 7 21
2. LASK 7 16
3. RZ Pellets WAC 7 15
4. SK Rapid Wien 7 13
5. SK Puntigamer Sturm Graz 7 12
6. TSV Prolactal Hartberg 7 11
7. WSG Swarovski Tirol 7 8
8. CASHPOINT SCR Altach 7 7
9. SV Mattersburg 7 6
10. FK Austria Wien 7 5
11. spusu SKN St. Pölten 7 5
12. FC Flyeralarm Admira 7 1
» zur Gesamttabelle