Profimannschaft 15.05.2019, 11:11 Uhr
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GRÜNWALD BAUT GEGEN WAC AUF ALLE AUSTRIANER

Für das Heimspiel gegen den WAC (Sonntag, 17:00 Uhr) wünscht sich Alex Grünwald eine tolle Kulisse. Mit einem Sieg kann die Austria einen großen Schritt in Richtung Europacup und Platz drei machen. Der Kärntner spricht über den Gegner, die Chancen im „Kampf um Europa“, den Erfolgsdruck und seinen Doppelpack zuletzt in Graz.

© Bildagentur Zolles KG Grünwald baut gegen WAC auf alle Austrianer

Der Kapitän avancierte beim 3:1 gegen Sturm nach 0:1-Rückstand mit zwei Toren und einem Assist zum gefeierten Matchwinner. Ausgerechnet gegen die „Blackies“, gegen die er im Oktober beim Heim-1:1 an der Schulter eine schwere Verletzung (Riss der Gelenklippe) erlitt und neun Pflichtspiele versäumt hat.

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Die Technikeinheiten mit meinem Papa von der U6 bis U13 haben sich dabei ausgezahlt. Alex Grünwald

Das Erfolgserlebnis kam zur richtigen Zeit

„Natürlich hat mich diese Verletzung zurückgeworfen. Man braucht danach ein bisschen Zeit, um wieder in Form zu kommen. Das Erfolgserlebnis stellt sich gerade in der wichtigen Phase, in der es um den Europacup geht, ein“, freut sich der 30-Jährige über seinen insgesamt achten „Doppelschlag“.

Das sehenswerte 2:1 zählt für ihn zu den Top-3-Treffern seiner bisherigen Karriere. Auf dem Weg zum Tor war unsere Nummer zehn auch nicht durch Fouls zu stoppen gewesen. „Die Technikeinheiten mit meinem Papa von der U6 bis U13 haben sich dabei ausgezahlt“, erklärt Grünwald mit einem Lächeln.

Bisher haben wir noch nie einen Lauf gehabt. Vielleicht können wir nun in der finalen Saisonphase eine kleine Serie starten. Alex Grünwald

„Die Chance auf den dritten Platz lebt“

Dank ihm erzielte die Austria erstmals seit August 2017 in einem Auswärts-Ligaspiel drei Tore. Und er selbst kam mit nunmehr acht Treffern (alle mit dem linken Fuß) an seine Saisonbestmarken in der Meisterschaft (elf Tore 2016/17 und neun in der Saison 2015/16) schon nahe heran. Grünwald denkt aber weniger an sich, sondern vielmehr als Teamplayer:

„Der Sieg in Graz war extrem wichtig, weil wir unsere Chancen, Dritter zu werden, am Leben gehalten haben“, sagt er. Die Ausgangslage für eine Europacup-Teilnahme sei im Allgemeinen besser geworden. Sie verleiht auf jeden Fall Kraft, Hoffnung und Zuversicht.

„Bisher haben wir noch nie einen Lauf gehabt. Vielleicht können wir nun in der finalen Saisonphase eine kleine Serie starten“, hofft Grünwald. Die Resultatkurve zeigt nach zuletzt sechs Runden mit zwei Erfolgen, drei Remis und nur einer Niederlage (insgesamt 11:9) nach oben.

Da müssen wir ab der ersten Sekunde versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und den Gegner zu beschäftigen. Alex Grünwald

Am Sonntag gleich von Beginn an voll da

Mit dem ersten Heim-Dreier unter Trainer Robert Ibertsberger soll der positive Trend prolongiert werden, die negative Serie von fünf sieglosen Matches vor eigenem Publikum (0-2-3/6:10) seit dem 4:2 gegen TSV Hartberg (3.3.2019) ein Ende finden. Grünwald glaubt zu wissen, wie es zu realisieren ist.

„Wir müssen von Beginn an gleich voll da sein“, erinnert er an den Start in Graz. Dort sei man nicht sofort ins Spiel, nicht wirklich in die Zweikämpfe gekommen und wäre immer einen Schritt zu spät gewesen, bemängelte Grünwald.

„Das darf uns gegen den WAC nicht passieren. Da müssen wir ab der ersten Sekunde versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und den Gegner zu beschäftigen“, gibt der Kapitän die klare Devise für das nächste Endspiel um Europa aus.

Die Leute sollen unser Stadion zu einem kleinen Tollhaus machen. Alex Grünwald

 „Jeder, dem die Austria etwas bedeutet, sollte kommen“

Man sei auf jeden Fall in der Lage, den WAC daheim zu schlagen. „Das ist unser klares Ziel.“ Dabei könnten die Fans eine wichtige Rolle spielen. „Jeder, dem Austria Wien etwas bedeutet, sollte am Sonntag dabei sein und uns helfen“, appelliert er an Anhänger und Sympathisanten.

Unser Offensivgeist tut dies nicht, um vielleicht Zuschauer mit einer Floskel in die Generali-Arena zu locken, sondern aus Überzeugung: „Die Leute sollen unser Stadion zu einem kleinen Tollhaus machen.“

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Gegen Sturm brillierte Grünwald. © Bildagentur Zolles KG

„Im Fußball ist schon viel passiert“

Mit der Unterstützung der Fans im Rücken soll noch der dritte Platz fixiert werden: „Es ist nicht unrealistisch, wenn wir den WAC schlagen. Es ist schon sehr viel passiert im Fußball“, erinnert er an die jüngsten Resultate der Champions League.

Der Showdown gegen Vizemeister LASK in der 32. und letzten Runde am 26. Mai in Pasching (17:00 Uhr) ist für Grünwald noch kein Thema. „Zuerst die Hürde WAC nehmen und dann über das LASK-Spiel reden“, lautet hier sein Motto. In diesen Tagen beschäftigt man sich einzig und allein mit den „Wölfen“.

Man braucht einen gewissen gesunden Druck, um auf diesem Level eine Topleistung herauszuholen. Alex Grünwald

„Wir wollen dem WAC beweisen, dass wir die bessere Mannschaft sind“

Aus Wolfsberg, wo vorigen Sonntag SKN St. Pölten 4:0 besiegt wurde, kommt eine klare Ansage: „Wir wollen Dritter bleiben und auch das Spiel in Wien gewinnen“, so Austria-Leihgabe Kevin Friesenbichler. „Darüber werden wir uns nach dem Schlusspfiff unterhalten“, antwortet „Grüni“.

Der Kärntner, der Wien als seine Fußball-Heimat bezeichnet, kennt im Match gegen den Klub aus „seinem“ Bundesland keine Freunde, hat vor dem Gegner aber Respekt: „Der WAC spielt wirklich eine sehr gute Saison, das muss man anerkennen. Aber wir arbeiten auch täglich und wollen dem WAC am Sonntag beweisen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, kündigt Grünwald „Friese“ und Co an.

Den Erfolgsdruck gibt es auf beiden Seiten: „Natürlich macht man sich Gedanken. Aber ich glaube, man braucht einen gewissen gesunden Druck, um eine Topleistung auf seinem Level herauszuholen. Einige Spieler von uns sind nicht zum ersten Mal in einer solchen Situation“, so der 30-Jährige. 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 4 12
2. LASK 4 10
3. TSV Prolactal Hartberg 4 7
4. SK Rapid Wien 4 7
5. RZ Pellets WAC 4 6
6. SK Puntigamer Sturm Graz 4 6
7. WSG Swarovski Tirol 4 5
8. FK Austria Wien 4 4
9. CASHPOINT SCR Altach 4 4
10. SV Mattersburg 4 3
11. spusu SKN St. Pölten 4 2
12. FC Flyeralarm Admira 4 1
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