Young Violets 07.11.2018, 16:15 Uhr
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PASCAL MACHER: VOM STÜRMER ZUM VERTEIDIGER

Pascal Macher schaffte im Sommer den Sprung in den Kader der Young Violets und durfte sich zuletzt in der 2. Liga beweisen. Der 17-Jährige über den Wechsel zu Austria Wien, die Zeit in der Akademie, den Konkurrenzkampf mit einem Freund und seine persönlichen Ziele.

© amaspics.at Pascal Macher: Vom Stürmer zum Verteidiger

Er zählt zu den jüngsten Spielern bei den Young Violets, mit Csaba Mester und Niels Hahn waren nur zwei in dieser Saison eingesetzte Kicker jünger als er. Pascal Macher kämpfte sich in den letzten Wochen in die Startelf von Coach Andy Ogris, lieferte als rechter Verteidiger gute Leistungen ab.

Eine Position, die sich für den 28-fachen Nachwuchs-Nationalspieler erst herauskristallisieren sollte. "Als ich noch beim Sportklub spielte, war ich Stürmer", erinnert sich Macher zurück. "Damals hatte ich ein Probetraining bei der Austria, konnte dabei überzeugen und wurde im Winter 2014 verpflichtet."

"Wichtig ist, dass ich zum Spielen komme"

Pascal Macher im Einsatz für das U18-Team

In den folgenden Jahren in Nachwuchs und Akademie wurde Macher immer weiter umgeschult. "In der U13 war ich meist als Zehner eingeteilt, in der U14 spielte ich oft Sechser und später auch in der Innenverteidigung. Ab der Akademie, also der U15, war ich dann rechts hinten." Kein Problem, sieht Macher in seiner Vielseitigkeit auch Stärken. "Ich komme teilweise ja auch weiter vorne zum Einsatz, da kommt mir sicherlich entgegen, dass ich früher Stürmer war."

Macher, der Marcelo und Hector Bellerin als seine Vorbilder nennt, ist es im Endeffekt aber gar nicht so wichtig, wo er spielt. "Wichtig ist für mich, dass ich zum Spielen komme. Auf welcher Position das ist, da bin ich für alles offen und passe mich an", erklärt die Nummer zwei der Young Violets. "Außerdem hätte ich als Stürmer gerade sehr viel Konkurrenz", sagt er mit einem Schmunzeln.

Apropos Konkurrenz: Die Umstellung von der U18 in die 2. Liga ist freilich auch für Macher groß, macht er an zwei Gesichtspunkten fest. "Körperlich merkt man schon einen riesigen Unterschied, auch das Tempo ist wesentlich höher, das spürst du mit der Zeit."Was das fußballerische Niveau betrifft, seien die Sprünge nicht ganz so groß erklärt Macher, denn "in der Jugendliga gibt es schon auch sehr gute Mannschaften".

Pendeln zwischen U18 und Young Violets

Gegner, die Macher nicht nur aus den letzten Jahren, sondern auch aus der aktuellen Saison kennt. Nach seinem Debüt zum Auftakt der 2. Liga in Kapfenberg war er im Team von U18-Coach Cem Sekerlioglu gesetzt, absolvierte acht Spiele in der Jugendliga. Nicht immer einfach, wenn Macher unter der Woche bei den Young Violets mittrainiert.

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Macher bei seinem Startelfdebüt in der 2. Liga © amaspics.at

"Die Spiele dort sind meist freitags, das heißt auch die Trainingseinheiten werden darauf abgestimmt. Wenn du dann am Donnerstag bei der U18 trainiere, wo erst am Wochenende gespielt wird, kann das schon anstrengend sein, weil noch ein härteres Training dazukommt."

Für Macher kein Hindernis, er will sich durchbeißen, egal, in welchem Team er spielt. "Nachdem ich die Trainer, die Spielideen und meine Kollegen auf dem Feld in beiden Mannschaften kenne, fällt mir die Umstellung nicht so schwer."

Konkurrenzkampf & Ziele

Zuletzt war das allerdings ohnehin kein Thema, stand Macher in der Startelf der Young Violets, wo er sich mit seinem Freund Silvio Apollonio um den Platz matcht. "Im Training liefern wir uns schon einen Konkurrenzkampf, versuchen uns aber auch gegenseitig zu pushen. Außerhalb des Platzes sind wir sehr gute Freunde, da spielt das eigentlich keine Rolle."

Durchaus eine Rolle spielen Machers Ziele. Als er im April seinen ersten Jungprofivertrag unterzeichnete, wollte er in der neuen Generali-Arena auflaufen. "Das ist mir gelungen", freut sich Macher. "Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit einmal mit dem Profikader trainieren kann, daran arbeite ich."

Alles andere lässt sich der sympathische Flügelspieler aber offen: "Ich versuche ganz einfach, Woche für Woche meine Leistung zu bringen. Alles andere kommt dann von selbst."

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 14 38
2. LASK 14 26
3. RZ Pellets WAC 14 24
4. SKN St. Pölten 14 23
5. TSV Prolactal Hartberg 14 21
6. FK Austria Wien 14 18
7. SK Puntigamer Sturm Graz 14 16
8. SK Rapid Wien 14 16
9. FC Wacker Innsbruck 14 15
10. SV Mattersburg 14 14
11. CASHPOINT SCR Altach 14 11
12. FC Flyeralarm Admira 14 9
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