Profimannschaft 25.10.2018, 16:07 Uhr
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FRIESENBICHLER: "NUR EIN SIEG IST EIN POSITIVES RESULTAT"

Stürmer Kevin Friesenbichler spricht darüber, was Austria Wien am Samstag (17:00 Uhr) zum Auftakt der Rückrunde des Bundesliga-Grunddurchgangs beim FC Wacker Innsbruck vorhat, wie sich die Veilchen am zwölften Spieltag am Tivoli präsentieren wollen und erzählt von seinem Besuch im Krankenhaus nach dem Spiel gegen Sturm Graz.

© Bildagentur Zolles KG Friesenbichler: "Nur ein Sieg ist ein positives Resultat"
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Unsere Nummer 9 im ersten Duell mit Wacker © Bildagentur Zolles KG

Der Angreifer ist nach seinem ersten Liga-Tor im Jahr 2018, erzielt vorigen Samstag beim Heim-1:1 gegen Vizemeister SK Sturm Graz, bzw. nach zuletzt nur einem Zähler aus zwei Spielen der Violetten "heiß" und topmotiviert: "Jetzt wird’s wieder Zeit voll zu punkten."

"Ein positives Resultat ist eigentlich für uns nur ein Sieg. Wenn wir nicht gewinnen, dann schiebt sich in der Tabelle alles noch weiter zusammen. Das wollen wir eben vermeiden, mit einem Sieg könnten wir leise nach oben anklopfen und uns nach hinten etwas absetzen", hofft der Steirer.

Friesenbichler erwartet auf Konter eingestellten Gegner

Dass die Aufgabe nicht leicht werden würde, ist dem 24-Jährigen voll bewusst, hat Wacker Innsbruck mit seinem Aufwärtstrend (1:0 gegen den LASK und 1:1 in Salzburg gegen den Meister) bewiesen. "Friese" erwartet einen tief stehenden Gegner mit einer Fünfer-Kette und mit meistens noch drei Mann davor.

Jetzt wird’s wieder Zeit voll zu punkten! Kevin Friesenbichler vor Innsbruck

"Ich denke, sie werden versuchen mit hohen Bällen zu agieren und auf Konter zu spielen", vermutet unser Angreifer mit der Nummer neun, der viel unterwegs ist und vorne rackert.

Betreuer und Spieler wissen, was auf Austria Wien zukommt: "Wir werden schauen, dass wir das um einiges besser angehen werden als in Altach."  Jedenfalls muss die Trefferausbeute in der Liga (elf Tore aus elf Spielen) erhöht werden. "Wir hatten Spiele dabei, in denen wir viele Möglichkeiten herausgespielt haben, wo wir aber zu wenig daraus gemacht haben", erinnert er sich zum Beispiel an die Partie in Hartberg (1:0).

Mittel gegen Fünfer-Kette: "Schneller Weg in Spitze suchen"

Gegen die Fünfer-Kette, die man auch in Innsbruck erwartet, müsse man Lösungen finden. "Ich glaube", so Friesenbichler, "dass wir schneller den Weg in die Spitze suchen, und auch vom Mittelfeld her gut nachschieben müssen, damit wir, falls ein Ball einmal nicht durchgeht, bei zweiten Bällen sehr präsent sind."

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So darf Friesenbichler gerne häufiger jubeln © Bildagentur Zolles KG

Sein Tor gegen Sturm Graz, sein erstes in der Saison nach dem ÖFB-Cup gegen die Steirer und erstes in der Liga seit 26.11.2017 (2:1 beim WAC) gibt "Friese" natürlich Auftrieb und die Hoffnung, dass es jetzt so weitergeht. "Mir wäre aber lieber gewesen, wenn wir gegen Sturm 1:0 gewonnen und ich nicht das 1:0 gemacht hätte."

Vor seinem 103. Bundesliga-Spiel hält Kevin bei 20 Toren und 15 Assists, sein Saisonrekord steht auf 8/9 (2017/18). "Ich glaube, keine schlechten Spiele gemacht zu haben, aber an Toren hapert es noch. Nach dem Treffer gegen Sturm hoffe ich, dass noch einige dazukommen. Ich will zweistellig werden." Sein oberstes Saisonziel ist es jedoch, Stammspieler zu werden.

Auch Steirer war nach Sturm-Match im Spital

Das Sturm-Spiel hat beim Steirer noch aus einem anderen Grund Spuren hinterlassen. Denn die im Finish erlittene Platzwunde an der Unterlippe musste nämlich im Spital genäht werden. "Der Klub-Arzt fuhr mit mir ins AKH, eine Stunde nach Spielende war alles erledigt", berichtet Kevin nach seinem schmerzhaften "Nachspiel".

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Friesenbichler gibt stets 100 Prozent © Bildagentur Zolles KG

"Wir haben eine sehr gute medizinische Betreuung, das ist nicht so selbstverständlich. Dafür kann man nur ein großes Dankeschön aussprechen", sagt der Stürmer, der im AKH auch Alexander Grünwald in dessen Zimmer einen Besuch abstattete und ihm Mut zusprach.

Friesenbichler hat auch schon einmal eine Schulterverletzung gehabt, das sei keine leichte Situation. "Das ist nicht etwas, wo man zwei, drei Wochen fehlt, sondern etwas, mit dem man gleich über eine längere Zeit ausfällt", sagt der zweifache Familienvater.

"Wir sind alle für Grünwald da"

"Wir sind alle da für ihn, stehen hinter ihm. Wir wissen, was er kann und wir brauchen ihn auch als Mannschaft. Alle hoffen, dass er möglichst schnell wieder fit wird", sagt "Friese" über Grünwald, der sich zuletzt nach Knorpelschaden (2017/18) und Kreuzbandriss (2013/14) zurückkämpfte. Die ganze Austria-Familie wünscht dem Kapitän baldige Besserung! 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 18 48
2. LASK 18 34
3. spusu SKN St. Pölten 18 29
4. RZ Pellets WAC 18 27
5. FK Austria Wien 18 27
6. SK Puntigamer Sturm Graz 18 26
7. TSV Prolactal Hartberg 18 23
8. SK Rapid Wien 18 20
9. SV Mattersburg 18 19
10. FC Wacker Innsbruck 18 17
11. CASHPOINT SCR Altach 18 14
12. FC Flyeralarm Admira 18 11
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