Profimannschaft 30.06.2018, 10:00 Uhr
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EBNER EIN „KÄMPFER MIT HERZ, WILLE UND LEIDENSCHAFT“

Wenn man Thomas Ebner, einen der Neuen, die in diesem Sommer zum FK Austria Wien gekommen sind, nach seinen Stärken fragt, muss er nicht lange überlegen. „Herz, Wille, Leidenschaft und der Zweikampf“, antwortet der 26-Jährige, der einst als Kiebitz unseren Veilchen zusah.

© Bildagentur Zolles KG Ebner ein „Kämpfer mit Herz, Wille und Leidenschaft“

Das Lob von Cheftrainer Thomas Letsch, der über Ebner meint, dieser bringe eine Sieger-Mentalität und positive Ausstrahlung mit, tut dem Allrounder gut. „Das ist schön, wenn man das hört“, sagt Ebner, „aber im Endeffekt will ich dafür stehen, dass ich ein Kämpfer bin.“

Seine Tugenden wolle er in jedem Training und Match zeigen, seine Mitspieler mitreißen. „Das Coachen ist auch wichtig, mit Kommandos und Kommunikation auf dem Platz versuche ich, meinen Nebenleuten zu helfen“, betont der Rechtsfuß, der seine Jugendkarriere beim SV Wr. Neudorf begonnen hat.

Ein Allrounder ohne echte Lieblingsposition

Der Blondschopf, der als Zehnjähriger zur Admira gewechselt ist und jetzt von dort zur Austria kam, ist auf etlichen Positionen einsetzbar. Weil er in der Abwehr alle Parts übernehmen kann und bei Admira oft auch im defensiven Mittelfeld recht wertvoll war. Eine echte Lieblingsrolle hat er aber nicht.

„Bei mir ist es meistens so, wenn ich auf einer Position eingespielt bin und dann gefragt werde, wo ich am liebsten spiele, werde ich immer sagen, dort wo ich gerade eingesetzt werde“, betont der Mann mit maximaler Flexibilität und der Nummer 27 auf seinem Trikot.

Der Wechsel nach Favoriten fiel Ebner überhaupt nicht schwer. Da er einerseits mit Max Sax von der Admira kam und hier andererseits mit Christoph Monschein einen weiteren Ex-Südstädter an seiner Seite hat. „Das macht es natürlich noch leichter - ich bin aber von allen sofort gut aufgenommen worden“, meint Ebner.

„Violettes Umfeld überragend, große Klasse!“

Er ist von der neuen Umgebung begeistert.  „Dieses Umfeld ist schon wirklich überragend, große Klasse. Es macht schon nach etwas mehr als einer Woche riesigen Spaß. Das Trainer- und Betreuer-Team trägt dazu ebenfalls sehr viel bei.“ Bei jedem, mit dem man spreche, merke man eine Aufbruchsstimmung, eine Euphorie.

„Das spürst du auch im Training, die Mannschaft gibt von Beginn an Vollgas. Und jeder fiebert schon dem Eröffnungsspiel in der neuen Generali-Arena entgegen“, spricht Ebner über den Saison-Opener am 13. Juli (19:00 Uhr) gegen den deutschen UEFA-Champions-League-Starter Borussia Dortmund.

Wenn die Mannschaft vor jeder Trainingseinheit von den Kabinen in der Süd-Tribüne durch unsere moderne Heimstätte auf den Übungsplatz geht, wird der Appetit der Spieler angeregt. „Ich kann es gar nicht erwarten, bis es soweit ist“, gesteht der in Baden geborene Niederösterreicher, der in Wr. Neudorf daheim ist.

An den Violetten reizt Ebner, dass es sich bei seinem neuen Arbeitgeber um einen Topverein handelt, der andere Zielsetzungen habe. „Der Klub will vorne dabei sein, unter die ersten drei kommen. Mit der Admira war eigentlich zuletzt der fünfte Platz schon ein riesiger Erfolg.“

"Ich will mit der Austria viel erreichen"

Dass er dort heuer zum dritten Mal einen internationalen Startplatz erreicht hat, sei „etwas Besonderes, aber nicht so Selbstverständliches“ gewesen. Mit der Austria möchte er jetzt auf alle Fälle noch etwas mehr erreichen. „Zunächst will ich mit ihr unbedingt in den Europacup!“

Man darf ihm aufs Wort glauben, denn er hat schon lange eine Affinität zu Violett. „Ich bin mit Patrick Baumeister und Konrad Gilewicz, die früher einmal bei der Austria und Admira spielten, in die Schule gegangen und in dieser Zeit haben wir oft Austria-Spiele besucht“, erzählt Ebner über seine frühere Beziehung zur Austria.

Jetzt ist Ebner, den viele Thomi, manche aber auch Ebi rufen, selbst ein Violetter geworden. Als Vorbild hat er den früheren englischen Mittelfeldspieler Steven Gerrard. „Er hat mich immer begeistert, von ihm habe ich mir etwas abschauen können“, schwärmt Ebner von der Liverpool-Legende.

"Hier will ich mich durchsetzen und beweisen"

Auch wenn unser neuer Defensivspieler zugibt, vielleicht einmal in seiner Laufbahn als Profi ins Ausland gehen zu wollen („Deutschland ist immer interessant“), so „steht jetzt die Austria im Fokus, einfach über allem“ und er ergänzt: „Hier will ich mich durchsetzen und beweisen!“

Zu seiner Kämpfernatur bringt Ebner schon einiges an Erfahrung an den Verteilerkreis mit. Für die Admira bestritt er insgesamt 194 Pflichtspiele (4 Tore/14 Assists) Und wie verbringt er die Freizeit? „Tischtennis und Volleyball spielen, mit Freunden einfach zusammensitzen oder mit ihnen einen Spielabend verbringen.“ 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 10 30
2. SKN St. Pölten 10 21
3. LASK 10 20
4. FK Austria Wien 10 16
5. RZ Pellets WAC 10 14
6. SK Puntigamer Sturm Graz 10 13
7. SK Rapid Wien 10 12
8. SV Mattersburg 10 10
9. TSV Prolactal Hartberg 10 9
10. FC Wacker Innsbruck 10 9
11. CASHPOINT SCR Altach 10 8
12. FC Flyeralarm Admira 10 8
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