Profimannschaft 14.06.2018, 15:29 Uhr
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AUSTRIA-SPIELER NENNEN IHRE WM-FAVORITEN

Wer kürt sich am 15. Juli in Moskau zum Weltmeister 2018? Vor dem 21. FIFA-Turnier ab heute in Russland haben Spieler des FK Austria Wien ihre Tipps verraten. Von den acht Ländern, die bisher zumindest einmal die Trophäe holten, wurden nur drei nicht genannt.

© Bildagentur Zolles KG Austria-Spieler nennen ihre WM-Favoriten

Neben den Italienern, die ja die Qualifikation nicht schafften, kamen in den Prognosen der Veilchen noch England und Uruguay nicht vor. Bleibt also der Kreis der "üblichen Verdächtigen" mit Brasilien, Deutschland, Frankreich, Argentinien und Spanien. Diese "Goliaths" im 32-er-Feld wurden am öftesten angegeben.

Brasilianer Venuto: "Wir sind nicht der Favorit!"

Lucas Venuto, unsere "Flankenrakete" aus Brasilien, schätzt seine Landsleute interessanterweise nicht so hoch ein: "Wir sind nicht der Favorit, für mich sind es Frankreich, Deutschland und Spanien." Warum? "Wir waren vor vier Jahren nicht gut, haben danach alles neu gemacht, einen neuen Trainer geholt", begründet der 23-Jährige.

Die Brasilianer gingen 2014 im WM-Halbfinale im eigenen Land im gegen die Deutschen 1:7 unter. Teamchef Luiz Felipe Scolari musste danach Carlos Dunga weichen, der seinerseits nach dem Gruppen-Out in der "Copa America" Tite Platz machen musste. Unter diesem gelang Ende März in Berlin gegen die DFB-Elf mit 1:0 die WM-Revanche.

Tarkan Serbest hat hingegen Venutos Landsleute ganz oben auf seiner WM-Rechnung. "Ich denke, sie werden gewinnen, weil viele Topspieler mit hoher Qualität im Kader sind." Die Deutschen würden jedoch sicher als Titelverteidiger einer der schärfsten Rivalen der Südamerikaner sein, glaubt unser der Defensivspieler, der kürzlich im türkischen Nationalteam debütierte.

Nicht außer Acht lässt der Mittelfeldspieler Außenseiter. Denn bei der EM 2016 in Frankreich habe man gesehen, dass sogenannte "Underdogs" nicht zu unterschätzen seien. Es könne viel passieren, er glaubt jedoch nicht, dass der regierende Europameister Portugal in Russland weit kommen werde.

Martschinko und Sarkaria halten zu ihren Vorbildern

Zur Brasil-Fraktion gehört auch Christoph Martschinko, der glaubt, "dass die Brasilianer Weltmeister werden, weil sie erstens ein großartiges Team sind und zweitens mein Lieblingsspieler Marcelo dort mitspielt." Rivalen seien Deutsche, Franzosen, Argentinier und Spanier.   

Manprit "Mani" Sarkaria geht mit "Tschinki" konform. "Ich bin ein Neymar-Fan und will, dass die Brasilianer den Titel gewinnen. Sie haben ein sehr kompaktes Team mit einer guten Defensive und Offensive", betont der Wiener indischer Eltern, der zuletzt bei den Amateuren aufgezeigt hat.

Dominik Fitz, der im April in der tipico-Bundesliga debütierte und zuletzt gegen RB Salzburg sein erstes Tor erzielte, schrieb auf den Tippschein Brasilien, Deutschland und Spanien und sagt dazu: "Einer aus dem Trio wird es, mein Titelfavorit sind aber die Brasilianer. Sie haben die besten Spieler, auf jeder Position Topleute."

Der Youngster erwartet "einige Länder" als gefährliche Außenseiter. So traut er den Franzosen etwas zu, und vielleicht auch den Portugiesen um Cristiano Ronaldo. Ebenfalls drei Teams hat Kevin Friesenbichler auf seinem Zettel, der zu jenem von Fitz nur einen Unterschied aufweist.

Madl legt sich auf Frankreich fest

Neben Deutschland ("wird sicher vorne mitspielen") und Brasilien ("wird nicht so schlecht sein") steht bei unserem Stürmer Frankreich an der obersten Stelle. "Die Genannten werden es sich ausmachen. Frankreich ist ein sehr heißer Tipp", betont der Steirer, der sich Spanien oder Portugal nicht als Champion vorstellen kann.

"Frankreich wird’s machen", legt sich Michael Madl auch auf die "Tricolores" fest: "Sie haben ein Topteam und es wird wieder einmal Zeit für sie!" Als schärfste Rivalen seines Favoriten stuft der Abwehrchef "die Klassiker Deutschland, Brasilien und Co" ein.

"Es gibt viele Titelanwärter. Ich glaube, Frankreich könnte eine Überraschung liefern", sagt der junge Alexandar Borkovic. Hoch schätzt er daneben Deutsche, Brasilianer und Argentinier ein. Letztere deshalb, "weil dort der Lieblingsspieler meines Freundes Domi, spielt."

Warum Prokop auf Messi-Premiere hofft

Dominik Prokop meint zwar, dass es viele Teams gebe, die den Titel holen könnten, aber er wünscht sich, dass Argentinien gewinnt. "Wegen Lionel Messi. Dieser Titel fehlt Leo noch", sagt der Mittelfeldspieler über seinen Favoriten, der vor vier Jahren im Finale von Deutschland in der Verlängerung (1:0 durch Götze) gestoppt wurde.

Die größte Gefahr droht den "Gauchos" nach Prokop-Meinung von Deutschland, Brasilien, Spanien und Frankreich, während er Portugal nicht so hoch einstuft. "Qualitativ sind sehr viele Teams vorne dabei, die um den Titel mitspielen können. Es wird sicher sehr spannend und ich freue mich schon auf das Turnier."

Während unser Kapitän Alex Grünwald als Deutschland-Fan die DFB-Auswahl von Ex-Austria-Trainer Jogi Löw als Nummer eins führt und die Franzosen als härtesten Titelrivalen einstuft, haben Thomas Salamon, Michael Blauensteiner und Tormann-Trainer Franz Gruber keine echte WM-Nummer eins angegeben.

Es gebe einige große Teams, die heiße Kandidaten seien, wie Brasilien, Deutschland usw. "Aber ich will mich nicht festlegen, irgendeiner aus den Top-Nationen wird es werden", meint unser Linksverteidiger Salamon. Blauensteiner zählt neben dem "Sala"-Duo noch Frankreich auf, und schränkt ein: "Eine Nummer eins habe ich nicht, es wird spannend!"

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 7 21
2. SKN St. Pölten 8 17
3. LASK 7 16
4. RZ Pellets WAC 8 14
5. FK Austria Wien 7 13
6. SK Puntigamer Sturm Graz 8 12
7. SK Rapid Wien 7 9
8. SV Mattersburg 8 7
9. FC Wacker Innsbruck 7 6
10. TSV Prolactal Hartberg 8 6
11. FC Flyeralarm Admira 7 4
12. CASHPOINT SCR Altach 8 2
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