Profimannschaft 26.04.2018, 09:43 Uhr
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MARTSCHINKO BLICKT AUF SAISONFINALE UND AUF SEINE REHA

Christoph Martschinko ist immer positiv gestimmt. Auch nach seiner Verletzung, die ihn schon seit Mitte Oktober zum Pausieren zwingt, hat er seine Zuversicht nicht verloren. Er blickt auf das Saisonfinish und redet über den aktuellen Stand auf dem Weg zu seinem Comeback.

© Bildagentur Zolles KG Martschinko blickt auf Saisonfinale und auf seine Reha

Vor dem 2:0 am 7. April auswärts gegen Sturm Graz hat er einen Sieg seiner Kollegen vorausgesagt und nun auch in den Tagen vor unseren zwei wichtigen Heimspielen im Happel-Stadion gegen SV Mattersburg (Samstag, 16:00 Uhr) und gegen FC Admira (5. Mai/18:30 Uhr) vertraut „Tschinki“ seinen Veilchen.

„Ich glaube“, sagt er, „dass wir in beiden Partien, wenn wir so wie in Graz auftreten, jeweils drei Punkte mitnehmen können.“ Da man von der Qualität und den einzelnen Spielern her die bessere Mannschaft sei. „Es kommt aber darauf an, ob wir als Team auftreten und wie wir uns mental präsentieren.“

Welche Rolle spielen Druck und Nerven im Schlussspurt?

Dass ein Erfolgsdruck im Schlussspurt mitspielt, ist jedem klar und auch bewusst. „Das ist nicht einfach, aber so ist das im Fußball. Man muss damit umgehen und mental stark sein. Jetzt kommt es eben darauf an, dass alle gemeinsam stark sind. Wir müssen mit breiter Brust auftreten und die nächsten Spiele gewinnen“, betont unser Linksverteidiger. Nun seien die ‚Typen‘ im Kader gefragt.

Was die psychische Komponente nach zuletzt zwei Niederlagen (Derby und LASK) betrifft, meint Martschinko, man müsse alles ausblenden, mutig sein, fokussiert auf das bleiben, was kommt und andere Dinge hintanstellen.

„Nicht zu viel grübeln und hadern, nach vorne schauen“

Gerade in der aktuellen Phase, in der sich die Veilchen auf Platz sechs der Tabelle befinden, dürfe man nicht zu viel grübeln oder hadern, sondern sich auf die kommende Aufgabe konzentrieren, betont Martschinko vor dem drittletzten Saison-Heimspiel am Samstag gegen SV Mattersburg.

Den vierten Sieg im fünften Spiel vor eigenem Publikum (bisher: 3-0-1/8:5 Tore) unter Trainer Thomas Letsch sehnen alle herbei, um dann eine Woche später mit einem weiteren Heimerfolg gegen die Admira vielleicht doch noch an den fünften Rang herankommen zu können. Auf die fünftplatzierten Südstädter, die am Samstag (18:30 Uhr) den WAC zu Gast haben, weisen wir derzeit sieben Punkte Rückstand auf.

Martschinko hält den Europacup-Startplatz weiterhin für realistisch: „Wir müssten jetzt aber wahrscheinlich alle Spiele bis zum Schluss gewinnen. Wir waren in den vergangenen Jahren im Finish immer gut. Da haben wir oft Ergebnisse, die wir gebraucht haben, erzielt. Daher glaube ich, dass es diesmal auch so sein kann. Nur kommt es darauf an, wie mental stark jeder einzelne ist.“

Genesung nach Knie-OP verläuft nach Plan

Stark ist übrigens Martschinko auf seinem Weg zur völligen Genesung unterwegs. „Im Moment geht es mir ganz gut. Ab und zu reagiert das Knie noch ein bisschen auf höhere Belastungen“, berichtet der Steirer, der sich am 15.10.2017 in Graz ohne Fremdverschulden gegen Sturm im linken Knie einen Kreuz- und Seitenbandeinriss zugezogen hat.

Der 24-Jährige absolviert schon auf dem Platz Läufe, übt bereits mit dem Ball und macht täglich weiter seine Kraftübungen, für den vorderen und hinteren Oberschenkel. „Wir schauen dabei, dass mein linkes Knie nicht reagiert, und setzen abwechselnd verschiedene Reize“, erzählt „Tschinki“.

Im Jänner und März hat er bei Sportphysio-Spezialist Mike Steveding in Herxheim (Pfalz) zwei Reha-Aufenthalte gehabt, ein dritter ist aktuell kein Thema. „Sollte sich der Zustand vom Knie vielleicht verändern, muss man überlegen. Es schaut gut aus, dass ich bis zur Vorbereitung auf die neue Saison hierbleibe“, sagt dazu der Verteidiger.

Sein Plan ist es nach wie vor, mit der Vorbereitung im Sommer wieder ins „normale“ Training einzusteigen. „Dann wahrscheinlich zum Teil mit der Mannschaft und zum Teil individuell.“ Bis zum Eröffnungsspiel in der neuen Generali-Arena am 13. Juli (19:00 Uhr) gegen Borussia Dortmund hofft er zu „hundert Prozent“ fit zu sein.

Derzeit brauche er aber noch ein bisschen Zeit, in der „Tschinki“ seinen kickenden Kollegen weiterhin fest die Daumen drückt. Der 49-fache ÖFB-Nachwuchsteamspieler (U16 bis U21) kann sein 155. Bundesliga-Match (4 Tore/12 Assists), das 87. als Austrianer (2/5), schon jetzt kaum erwarten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 14 38
2. LASK 14 26
3. RZ Pellets WAC 14 24
4. SKN St. Pölten 14 23
5. TSV Prolactal Hartberg 14 21
6. FK Austria Wien 14 18
7. SK Puntigamer Sturm Graz 14 16
8. SK Rapid Wien 14 16
9. FC Wacker Innsbruck 14 15
10. SV Mattersburg 14 14
11. CASHPOINT SCR Altach 14 11
12. FC Flyeralarm Admira 14 9
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