Profimannschaft 08.03.2018, 17:10 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

PROKOP: „SO KANN‘S WEITERGEHEN“

Dominik Prokop spricht im Vorfeld des Heimspiels gegen SKN St. Pölten (Samstag, 18:30 Uhr, Happel-Stadion) u.a. über die hohe Quote an Eigenbauspielern in der Mannschaft, Teamspirit, Zielstrebigkeit und persönliche Eindrücke.

© Bildagentur Zolles KG Prokop: „So kann‘s weitergehen“

Nach dem Heim-2:0 gegen den WAC, dem ersten Sieg im fünften Match im Jahr 2018, haben die Spieler des FK Austria Wien auf dem Rasen des Happel-Stadions einen Kreis gebildet. Es war kein Zufall, sondern der Wunsch von Cheftrainer Thomas Letsch.

© Bildagentur Zolles KG Teamspirit

"Das war unserem neuen Trainer wichtig"

„Wir waren schon immer ein eingeschworener Haufen, aber das war unserem neuen Trainer wichtig“, klärte Dominik Prokop im Vorfeld des kommenden Heimspiels am Samstag (18:30 Uhr) in der 26. tipico-Bundesliga-Runde gegen den SKN St. Pölten auf.

„Er wollte nach dem Spiel mit uns sprechen, damit wir uns gegenseitig in die Augen schauen und alle sagen können, alles gegeben zu haben“, erzählt unser junger, offensiver Mittelfeldspieler, der gegen den WAC mit seinem dritten Bundesliga-Treffer (alle in Hälfte zwei aus dem Spiel heraus), dem ersten vor eigenem Publikum, den Endstand fixierte.

Prokop war eines von sieben violetten Eigengewächsen, die zum Einsatz kamen, und einer von neun Österreichern in der Startelf. Dazu Prokop mit berechtigtem Stolz: „Wir haben auch schon im Herbst mit sehr vielen Eigenbauspielern gespielt. Das zeugt von guter Nachwuchsarbeit bei der Austria.“

„Es ist cool mit vielen Eigengewächsen zu spielen“

Unser 47-facher ÖFB-Nachwuchsteamspieler (16 Tore) findet es cool, dass so viele, die er von früher kennt und vom eigenen Nachwuchs kommen, jetzt gemeinsam als Profis auf dem Platz stehen. Nur zu verständlich, dass nach dem 2:0 die kollegiale Freude im Kreis der Spieler groß war.

„Das war sehr wichtig für den Kopf aller. Darauf haben wir hingearbeitet. Daran wollen wir jetzt in den kommenden Wochen anknüpfen. Wir müssen genau so fokussiert und aggressiv sein wie gegen den WAC“, betont der Wiener. Man muss wieder all das so umsetzen wie es Letsch vorgibt. „Dann wird es ein gutes Spiel für uns werden“, hofft der positiv denkende Rechtsfuß vor seinem insgesamt 56. Pflichtspiel und dem 36. in der laufenden Saison.

Prokop zeigt aber auch Respekt vor dem Schlusslicht: „Unter Trainer Oliver Lederer spielen sie guten Fußball. Man merkt, sie wollen von hinten herausspielen.“

„Wir haben uns mehr Chancen herausgearbeitet“

Die Austria hat mit dem 2:0 über den WAC erstmals seit 26.11.2017 (2:1 in Wolfsberg) zwei Treffer in einem Pflichtspiel erzielt. „Weil wir uns mehr Chancen herausgearbeitet, geradliniger und zielstrebiger nach vorne gespielt haben“, begründete Prokop das doppelte Erfolgserlebnis im neuen Jahr. Wille, Einsatz, Disziplin, Leidenschaft und 61 Prozent gewonnene Zweikämpfe waren die Garanten dafür.

Das sei auch der Spielphilosophie des neuen Trainers geschuldet. „Die neue Handschrift war schon gut zu sehen gewesen“, meint der Maturant und ergänzt: „Geil war’s. Nach dem erfolgreichen Einstand kann’s so weitergehen.“

Prokop ist für die nächste Aufgabe jedenfalls wieder top motiviert, hat er doch gegen den SKN seit 2016/17 noch nie gewonnen. Zweimal war er verletzt, dreimal saß er auf der Bank. Zuletzt beim 0:1 in St. Pölten (29.11.2017) wurde „Domi“ gegen Christoph Monschein ausgewechselt (66.). Vielleicht schlägt unser Duo wie gegen den WAC wieder zu.

Über Serbest-Ausfall und Holzhausers offensivere Rolle

„Es wird ja Zeit, dass ich gegen den SKN endlich meinen ersten Sieg einfahre“, meint Prokop, hinter dem im defensiven Mittelfeld der gesperrte Tarkan Serbest nach der Gelbroten Karte gegen die Kärntner ersetzt werden muss. Gegen den WAC war Serbest in der 4-1-4-1-Formation unser einziger Sechser gewesen.

Prokop und Raphael Holzhauser versuchten dabei nach hinten zu arbeiten. „Wenn einmal das Gegen-Pressing nicht funktioniert und wir nach hinten ein bisschen reingedrängt werden, dann stehen wir kompakt mit zwei Achtern. Da gibt es keinen offensiven Part von uns Zwei, um so Tarkan zu unterstützen“, erklärt Prokop.

Dass Holzhauser, der per Freistoß das 1:0 gegen den WAC markierte, unter Letsch offensiver spielt, wie er es zu Beginn unter Trainer Thorsten Fink und früher beim VfB Stuttgart getan hat, belebt das violette Spiel. „Rapha spielt super Pässe. Wenn er die weiter vorne spielen kann, sind sie gefährlicher. Von dem her ist es eine gute Entscheidung“, sagt Prokop.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 11 31
2. SKN St. Pölten 11 21
3. LASK 11 21
4. FK Austria Wien 11 17
5. RZ Pellets WAC 11 15
6. SK Puntigamer Sturm Graz 11 14
7. SV Mattersburg 11 13
8. TSV Prolactal Hartberg 11 12
9. SK Rapid Wien 11 12
10. FC Wacker Innsbruck 11 10
11. CASHPOINT SCR Altach 11 9
12. FC Flyeralarm Admira 11 9
» zur Gesamttabelle