Profimannschaft 29.03.2018, 14:33 Uhr
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MADL: FÜHRUNGSSPIELER, TORSCHÜTZE UND DJ

Die Länderspielpause war für Michael Madl eine abwechslungsreiche Zeit. In der Vorwoche feierte der Steirer seinen 30. Geburtstag und ab diesen Montag hat er mit seinen Mitspielern den Fokus auf die nächste Aufgabe gerichtet. Am Samstag (18:30 Uhr) gastiert SCR Altach im Happel-Stadion.

© Bildagentur Zolles KG Madl: Führungsspieler, Torschütze und DJ

„Ich bin für das letzte Saisonviertel bereit, die Akkus sind voll. Die zwei freien Tage haben allen gutgetan“, sagt der Innenverteidiger vor der 28. Runde. Die Feierlichkeiten rund um sein Jubiläum mit einem Ständchen der Spielerkollegen in der Kabine sind vorbei.

„Wir brennen auf die letzten neun Spiele“

Den Ehrentag hat er in der Obersteiermark mit seiner Familie und einem Essen begangen, und das vergangene Wochenende mit seiner Frau in Obertauern beim Wellness verbracht. „Jetzt bereiten wir uns intensiv auf Altach vor. Wir brennen alle auf die letzten neun Spiele.“

Die erste Woche der Liga-Pause wurde zur Regeneration und für Basics genützt, in der zweiten standen das Spiel ohne und mit Ball sowie die Aufgabe, mehr Systematik ins Spiel zu bekommen, auf dem Programm. „Wir haben die Zeit gut genutzt, jetzt fiebern wir Altach entgegen, da wird wieder Gas gegeben“, betont Madl.

Im dritten Heimspiel unter Cheftrainer Thomas Letsch soll der dritte Dreier her. „Wir wollen alle neun Spiele gewinnen. Wir gehen ins letzte Viertel, um so viele Zähler wie möglich zu holen. Gegen Altach müssen wir drei Punkte machen. Und wir sind überzeugt davon, dass wir es schaffen“, sagt der 30-Jährige.

Am Selbstvertrauen, so Madl, dürfe es nicht scheitern. „Wir haben die Qualität, spielen gegen Altach vor eigenem Publikum. Daher müssen wir erfolgreich ins letzte Saisonviertel gehen“, sagt der „Heimkehrer“, der im Winter aus England zu unseren Violetten zurückgekehrt und bereits nach vier Einsätzen voll angekommen ist.

© Bildagentur Zolles KG Gegen St. Pölten jubelte Madl über sein zweites Tor im Austria-Dress.

Violette Torpremiere erst nach Rückkehr

Madl, der bisher insgesamt 35 Pflichtspiele für die Austria bestritten hat, traf für seine Veilchen aber erstmals erst nach seiner Rückkehr und das gleich zweimal. „Ich habe inzwischen viel an meinem Abschluss gearbeitet“, erzählt er mit einem spitzbübischen Augenzwinkern. Die Quote sei für einen Innenverteidiger „ganz okay“.

Nicht nur wegen seiner ersten Treffer nahm Madl innerhalb kurzer Zeit eine wichtige Rolle in der Hierarchie ein. Attribute wie Abwehrchef oder Führungsspieler gebe es nur, wenn man Leistung bringe, erklärt der Mann mit der Nummer 30 auf seinem Trikot vor seinem insgesamt 213. Liga-Spiel (11 Tore/12 Assists).

In den vier Spielen in diesem Jahr versuchte er mit seinen Kommandos der Mannschaft zu helfen. „Es ist einfach wichtig, dass alle Spieler reden, weil man sich einfach viele Wege ersparen kann. Das viele Reden habe ich in mir. Ich habe es immer getan und hoffe, dass das alle machen.“

In seinen ersten vier Partien hat Madl mit Alexandar Borkovic, Michael Blauensteiner und Ruan gleich drei Partner in der zentralen Abwehr gehabt. Aus verschiedenen Gründen musste die Viererkette immer wieder verändert werden. Ein Problem? „Es ist schon eine gewisse Challenge, so ehrlich muss man sein“, sagt dazu der Abwehrchef.

Schließlich ist die Abwehr ein wichtiger Teil der Mannschaft und wenn sie immer zusammenspielt, funktionieren die Automatismen besser. „Ich glaube aber, dass wir es im Großen und Ganzen, bis auf Salzburg, ganz gut gemacht haben – egal, wer gespielt hat“, meint Madl.

Mike ist auch der neue „DJ“ in der Kabine

Madl findet es gut, dass eine klare Linie in der Mannschaft herrscht, dass jeder weiß, was er zu tun hat. „Es funktioniert ganz gut“, erzählt er aus dem Arbeitsalltag. Michael hat nach seiner Rückkehr übrigens auch die Rolle des „DJ“ in der Kabine übernommen. Und findet damit durchaus Anklang.

„Beschwerde habe ich noch keine bekommen. Ich glaube, ein ganz gutes Gespür zu haben, was die Spieler hören wollen. Ich spiele Klassiker, Techno, Hip Hop – einfach alles“, sagt Madl, der mit seinem Nebenjob richtig Spaß hat. „Ich versuche, die Jungs vor dem Match aufzuheizen. Das ist meine Aufgabe!“

Sehr zufrieden mit dem Repertoire ist unser junger Torhüter Patrick Pentz. Weil Madl auch seine Musik aus den 90er-Jahren auflegt. Bald werden einmal alle gleichzeitig zufrieden sein. Nämlich dann, wenn der DJ die Mannschaft zum fälligen Geburtstagsessen einlädt. „Das werde ich auch noch machen“, kündigte „Mike“ an.             

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 31 71
2. SK Puntigamer Sturm Graz 31 60
3. SK Rapid Wien 31 55
4. LASK 31 54
5. FC Flyeralarm Admira 31 46
6. FK Austria Wien 31 39
7. SV Mattersburg 31 39
8. CASHPOINT SCR Altach 31 34
9. RZ Pellets WAC 31 23
10. SKN St. Pölten 31 11
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