Frauenfußball 03.04.2018, 09:00 Uhr
© Martina Schneeweiß © Martina Schneeweiß

GENERALI-ARENA KANDIDAT FÜR DAS FRAUEN-UCL-FINALE 2020

Unsere neue Generali-Arena hat schon vor der Fertigstellung und dem Eröffnungsspiel am 13. Juli (19:00 Uhr) gegen Borussia Dortmund für den FK Austria Wien viel Positives bewirkt. So hat sich der ÖFB kürzlich mit unserer Heimstätte für das UEFA-Champions-League-Finale der Frauen 2020 offiziell beworben.

© Martina Schneeweiß Generali-Arena Kandidat für das Frauen-UCL-Finale 2020

Die Entscheidung über den Austragungsort fällt am 24. Mai in Kiew, wo zwei Tage später der Männer-Sieger der europäischen „Königsklasse“ ermittelt wird. Neben Wien gehen auch noch Russland mit Moskau und Belgien mit Brügge ins Rennen. Die Wahl trifft das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in seiner Sitzung. 

Kraetschmer: „Das wäre eine tolle Sache!“

Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer war von dem Projekt sofort begeistert, nachdem ihn Thomas Hollerer, der Generalsekretär des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), angerufen hatte. Unser CEO antwortete auf die Anfrage spontan: „Wieder ein Finale ins Land zu bekommen, wäre eine tolle Sache, eine riesige Auszeichnung.“

Nicht nur für Österreich, sondern auch für die Generali-Arena, den heimischen Fußball, die Stadt Wien und für unseren Klub. ÖFB und die Austria waren sich schnell über eine Bewerbung einig, die Vorarbeiten rasch aufgenommen worden. Am 1. März wurde dann die Kandidatur fristgerecht bei der UEFA abgegeben.

„Es war relativ schnell klar, dass es unsere Generali-Arena wird“

Andere Schauplätze in Österreich kamen gar nicht erst in Frage. „Es war relativ schnell klar, dass sich der ÖFB mit unserer Generali-Arena, die mit Investitionen 42 Millionen Euro ausgebaut wurde, aufgrund der Modernität, Größe und der Voraussetzungen in Wien bewerben würde“, erzählt Kraetschmer.

Danach wurde in vielen Wochen gemeinsam und intensiv von einem Team aus ÖFB- und Austria-Mitarbeitern ein umfangreiches Dossier erstellt und fristgerecht der UEFA übermittelt. Die Austria hatte dabei natürlich den Schwerpunkt Stadion über, weitere der insgesamt neun Themenbereiche betrafen Tourismus, Verkehr, Logistik usw.

Sehr positiv erwähnt Kraetschmer die Unterstützung der Initiative durch die Stadt Wien und das Bundessportministerium. Der 46-Jährige wird zwar am 24. Mai nicht in Kiew sein, ist aber seit der Anfrage mit dem ÖFB und dessen Generalsekretär quasi in permanenter Verbindung.

Persönliches Gespräch mit dem UEFA-Präsidenten Ceferin

Außerdem nutzte Kraetschmer zuletzt die Gelegenheit beim UEFA-Bankett am 23.03.2018 im Zuge des Länderspiels gegen Slowenien, an dem er als Vertreter der Bundesliga teilnahm, den ebenso anwesenden UEFA-Präsidenten Ceferin auf das mögliche UCL-Finale in Wien anzusprechen. „Ich habe ihm nochmals persönlich bestätigt und versichert, dass wir dieses Finale sehr gerne ausrichten wollen und es eine riesige Auszeichnung für den ÖFB und den FK Austria Wien wäre.“

„Wir fiebern alle diesem Tag entgegen“, sagt Kraetschmer, der Mitglied des ÖFB-Präsidiums, Vizepräsident und Aufsichtsrat der Bundesliga ist. Die Kandidatur sei ein Beweis dafür, dass im heimischen Frauenfußball und speziell auch bei unserer Austria viel gemacht worden ist, fügt der Ex-Banker hinzu.

Die Ambitionen und Aktivitäten der Austria im Frauenfußball werden weiter intensiviert. „Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Ein Champions League-Finale ist immer eine Initialzündung für Etwas. So wie das ÖFB-Frauen-Team bei der EM 2017 stark war, ist auch diese Kandidatur eine tolle Weiterentwicklung.“

Violette Landhaus-Frauen in UCL-Quali in Generali-Arena?

Einen Vorgeschmack auf das mögliche UCL-Frauen-Finale 2020 könnte es in unserem neuen „Schmuckkästchen“ schon im Herbst 2018 geben. Nämlich dann, wenn unsere Frauen in der ÖFB Frauen Bundesliga Zweiter bleiben. „Dann ist es möglich, dass Landhaus das UEL-Quali-Turnier in der Generali-Arena spielt“, verrät Kraetschmer.

Für den Fall, dass die in violetten Dressen kickenden Frauen Vizemeister werden, sind aber noch ein paar terminliche Punkte abzuklären. „Schafft unsere Kampfmannschaft auch einen Europacup-Startplatz, werden die Frauen bei uns nicht spielen können. Weil beide Teams in derselben Woche antreten müssten“, erklärt Kraetschmer.

Wien war schon siebenmal Schauplatz eines Europacup-Finales

Wien war übrigens seit Einführung des europäischen Europacups für Vereinsteams bisher schon sechsmal Schauplatz eines Finales, jeweils im Prater-Stadion (ab 1992 Happel-Stadion). 2020 könnten erstmals Frauen in Wien-Favoriten um die begehrte Trophäe kämpfen und so für eine Premiere in Österreich sorgen.

Bisherige Endspiele im UEFA-Europacup für Klubteams in Wien (ab Saison 1955/56, jeweils Männerteams und alle im Prater- bzw. Happel-Stadion):

1964 Europacup der Meister: Inter Mailand – Real Madrid 3:1

1970 Europacup der Cupsieger: Manchester City – Gornik Zabrze 2:1

1987 Europacup der Meister: FC Porto – Bayern München 2:1

1990 Europacup der Meister: AC Milan – Benfica Lissabon 1:0

1994 UEFA-Cup (Hinspiel): Austria Salzburg – Inter Maland 0:1

1995 Champions League: Ajax Amsterdam – AC Milan 1:0

Anmerkung: Der Europacup der Meister wird ab 1992/93 als UEFA Champions League ausgetragen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FK Austria Wien 0 0
1. TSV Prolactal Hartberg 0 0
1. SV Mattersburg 0 0
1. SKN St. Pölten 0 0
1. SK Rapid Wien 0 0
1. SK Puntigamer Sturm Graz 0 0
1. RZ Pellets WAC 0 0
1. LASK 0 0
1. FC Wacker Innsbruck 0 0
1. FC Red Bull Salzburg 0 0
1. FC Flyeralarm Admira 0 0
1. CASHPOINT SCR Altach 0 0
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