Profimannschaft 07.02.2018, 15:17 Uhr
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PROHASKA: „DERBY-PUNKT GIBT SELBSTVERTRAUEN“

Austrias Jahrhundertfußballer spricht im Exklusivinterview u.a. über das erste Heimspiel des Jahres 2018 (gegen Aufsteiger LASK am Samstag, 18:30 Uhr, Happel-Stadion), die Zugänge im Winter, die Chancen auf einen neuerlichen Europacup-Startplatz, sowie über die Derby-Vorfälle und seine persönliche Vorfreude auf die neue Generali-Arena.

© Bildagentur Zolles KG Prohaska: „Derby-Punkt gibt Selbstvertrauen“

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Einzeltickets für das Heimspiel gegen den LASK gibt es hier online, bei uns im Office-Ost (Mo-Do 9:00-17:00 Uhr, Fr vor Heimspielen 9:00-17:00 Uhr), direkt im Stadtzentrum vor der Staatsoper beim Wien-Ticket-Pavillon (Herbert-von-Karajan-Platz, Mo. bis So. 10-19 Uhr) und am Spieltag an allen Tageskartenkassen des Happel-Stadions.

Der FK Austria Wien ist mit einem positiven Ergebnis ins neue Jahr gestartet. Das 1:1 am Sonntag im 325. Derby in Hütteldorf hat auch Herbert Prohaska erfreut. „Der Punkt ist für uns in Ordnung“, resümiert der 62-Jährige. Das Remis sollte, meint der Ex-Teamchef und -Teamspieler im Interview mit der Homepage-Redaktion www.fk-austria.at, „für die kommenden Spiele Selbstvertrauen“ geben.

Der 62-Jährige spricht aber auch die unschönen Begleitumstände in Hütteldorf an, wo wir auch nach vier Spielen unbesiegt sind.

Wie bewertest Du das erste Pflichtspiel 2018, das Auswärts-1:1 im Derby?

Herbert Prohaska: „Nach sieben Wochen Pause hätten beide Klubs das Duell lieber im dritten Spiel gehabt. Die Austria hat mir gut gefallen, obwohl beiden das X nicht hilft. Der Punkt ist für uns in Ordnung, er sollte zumindest Selbstvertrauen für die kommenden Spiele geben.“

Was sagst Du zu den Begleitumständen durch Wurfgegenstände, Unterbrechungen und zwei Flitzer?

 „Es ist leider traurig. Es gibt Anhänger, die glauben, mit Hass alles erklären zu können. Wenn das Spiel abgebrochen worden wäre, hätte es ein 3:0 für die Austria und eine mögliche Stadionsperre geben können. Jetzt wird es vielleicht eine Geldstrafe geben. Es ist bedenklich und unglaublich, dass den zwei Flitzern kein Ordner nachgelaufen ist. Zum Glück waren sie harmlos.“

Mit Stangl und Stronati haben zwei von drei Winter-Zugängen (Madl ist verletzt) gespielt. Hilft das Trio der Austria im Frühjahr weiter?

„Die Verteidigung, die sich nur beim Herausspielen etwas schwertat, hat im Derby sehr gut ausgesehen, ist in den Zweikämpfen bis auf eine klare Chance und dem Tor gut gestanden. Wären beim Ausgleich wie früher bei beiden Stangen Spieler gestanden, hätten wir das 1:1 nicht kassiert.“

Auf den Vierten FC Admira haben wir einen Punkt aufgeholt, der Abstand zum Fünften LASK ist auf drei Zähler angewachsen. Am Samstag könnten wir die Linzer mit einem Sieg überholen. Ist das machbar?

 „Natürlich ist das realistisch. Es wäre gut mit einem Heimsieg 2018 gegen den LASK zu starten. Damit hätten wir schon ein bisschen etwas aufgeholt. Die Austria muss im Happel-Stadion etwas stabiler werden, daheim haben wir im Herbst zu viele Punkte liegen gelassen. Auswärts gibt es immer wieder gute Ergebnisse, das wurde auch in der UEFA Europa League bewiesen.“

Was traust Du den Veilchen im Frühjahr zu? Schaffen wir zum dritten Mal in Folge unter Cheftrainer Thorsten Fink einen Europacupstartplatz?

 „Das ist sicher möglich, 2018/19 berechtigt auch der vierte Rang zur Teilnahme und Vierter sollten wir absolut werden. Es sind jetzt relativ viele Verletzte zurück, irgendwann wird auch Grünwald wieder da sein. Dann hat Fink wieder mehr Alternativen. Im Herbst hat er teilweise nicht überlegen müssen, wie gespielt wird, sondern wie viele Leute überhaupt noch zur Verfügung stehen.“

Nach dem LASK-Heimspiel geht es im Februar noch zweimal auswärts gegen Winterkönig-Bezwinger SV Mattersburg und FC Admira weiter. Kann man danach beurteilen, in welche Richtung es für die Austria geht?

 „Ja, nach diesen vier Spielen gegen drei Gegner, die derzeit vor uns in der Tabelle liegen, kann man das einschätzen. Wenn die Austria diese nächsten Partien gewinnt, dann geht es ganz klar in Richtung Europa.“

Welchen Zieleinlauf erwartest Du nach der 36. Runde?

 „Es ist kein Geheimnis, dass am Saisonende die Salzburger, die am Samstag wieder die Führung übernommen haben, Meister sein werden. Ich hoffe aber, dass das Titelrennen spannend bleibt, keine klare Sache wird. Sturm hat mit Schrammel, Jantscher und Edomwonyi mehr Breite und Qualität im Kader bekommen.“

Wer wird auf den Plätzen hinter diesem mit großem Vorsprung führenden Duo landen? Und wo wird vor allem unsere Austria sein?

 „Es wird sicherlich schwer werden, die drittplatzierten Rapidler einzuholen. Aber der vierte Rang müsste für uns schon drinnen sein. Von der Qualität unserer Mannschaft auf alle Fälle.

Unter Spielern, Fans und Klubmitarbeitern herrscht große Vorfreude auf die neue Generali-Arena, die im Juli eröffnet wird. Wie ist das bei Dir als Stadion-Botschafter?

„Auf uns alle wartet ein herrliches Stadion, ein Schmuckkästchen. Dann sind wir in der eigenen Heimstätte und Endlich Z’haus. Im großen Happel-Oval verlieren sich die Zuschauer, da hat man nur schwer einen echten Heimvorteil. 2018 wird für Violett ein gutes Jahr – davon bin ich überzeugt.“ 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 10 30
2. SKN St. Pölten 10 21
3. LASK 10 20
4. FK Austria Wien 10 16
5. RZ Pellets WAC 10 14
6. SK Puntigamer Sturm Graz 10 13
7. SK Rapid Wien 10 12
8. SV Mattersburg 10 10
9. TSV Prolactal Hartberg 10 9
10. FC Wacker Innsbruck 10 9
11. CASHPOINT SCR Altach 10 8
12. FC Flyeralarm Admira 10 8
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