Profimannschaft 14.02.2018, 09:35 Uhr

GRÜNWALD BIEGT IN DIE ZIELGERADE EIN

Unser verletzter Kapitän Alex Grünwald spricht im Interview u.a. über seine teilweise Rückkehr ins Mannschaftstraining, die ‚Reha-Gruppe‘, den Heilungsprozess seines Knies, sowie über die aktuelle sportliche Situation und anstehende Herausforderungen.

Grünwald biegt in die Zielgerade ein

Fotos vom Training in Steinbrunn

Am Dienstag konnte Alex Grünwald schon Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Am Vormittag stand zunächst ein Zirkeltraining im Kraft- und Ausdauerbereich und anschließend noch einige Läufe auf dem Programm. Am Nachmittag war ‚Grüni‘ beim Aufwärmen, bei der ersten Passübung, sowie bei einer Spielform („als Joker, damit ich nicht in Zweikämpfe gehen muss“) schon wieder mit von der Partie.

„Ich kann auch schon wieder Schießen und den Ball in der Bewegung mitnehmen – also ich bin auf der Zielgeraden. Es fehlen nur die letzten paar Prozent, bis ich wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann – das muss ich mir jetzt erarbeiten.“

Sonst trainiert der 28-Jährige noch individuell in der ‚Reha-Gruppe‘, der neben Sportphysiotherapeut Christoph Lichtenecker noch die Verletzten Michael Madl (steigt voraussichtlich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining ein), Heiko Westermann, Robert Almer und Christoph Martschinko angehören.

„Vorher waren noch Flo Klein und Ruan dabei, aber so gern ich die Jungs habe – man freut sich natürlich über jeden Einzelnen, der die Gruppe wieder verlassen kann, weil er ins Mannschaftstraining einsteigt“, betont ‚Grüni‘, der uns in seiner Mittagspause einige drängende Fragen beantwortete.

Kraft, Ausdauer und Ball sind die drei Schwerpunkte. Alex Grünwald über die Reha

Interview mit Alex Grünwald

Wie geht es dir mit deinem Knie? Sind die letzten Wochen nach Plan verlaufen?

Ich habe zumindest einmal keine Reaktion mehr im Knie nach den Belastungen – das ist schon einmal sehr positiv. Es schaut schon gut aus, fühlt sich gut an, es fehlen eben nur mehr die letzten paar Prozent – das muss ich mir jetzt erarbeiten. Ich glaube, dass es jetzt wirklich nicht mehr lange dauern sollte.

Wie gut fühlt es sich an, zumindest teilweise wieder mit der Mannschaft trainieren zu können?

Man fühlt sich damit wieder mehr als Fußballer und nicht wie ein Einzelsportler. Die Reha kann teilweise schon mühsam sein. Mittlerweile kann ich die Übungen aber schon wieder viel mehr variieren, ich bin immer öfter auch am Platz – das macht dann natürlich gleich wieder mehr Spaß.

Beschreibe uns deinen typischen Tagesablauf der letzten Wochen in Steinbrunn.

Grundsätzlich beginne ich den Tag damit, dass ich schon vor der Mannschaft um 8:30 Uhr in Steinbrunn eintreffe, dann wird einmal mein Knie behandelt und quasi für das Training präpariert. Dann hatte ich oft eine 90-minütige Krafteinheit, die teilweise auch schon mit Trainings draußen am Platz kombiniert wurde. Nach der Mittagspause und den nächsten Behandlungen gab es dann entweder wieder Übungen auf dem Platz oder Ausdauer-Einheiten am Rad oder im läuferischen Bereich in der Kraftkammer. Kraft, Ausdauer und Ball sind die drei Schwerpunkte.

Wir können den Europacupplatz mit sehr guten Leistungen noch erreichen. Es liegt im Endeffekt an uns. Alex Grünwald über die sportliche Situation

Du bist schon seit vielen Jahren bei der Austria, hast auch schon die eine oder andere sportlich schwierige Phase mitgemacht. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein?

Ich habe die letzten Spiele auch nur von außen beobachtet, aber ich finde, dass wir im Derby sehr gut gespielt haben. Ich bin deshalb persönlich auch mit einem guten Gefühl in das LASK-Spiel gegangen – da haben dann leider Ergebnis und Leistung nicht gepasst. Die aktuelle Phase ist nicht leicht und da gibt es auch gar nichts schönzureden, dieser Tabellenplatz ist nicht unser Anspruch. Das gute an der Ausgangssituation ist, dass wir noch alles in der eigenen Hand haben und wir den Europacupplatz mit sehr guten Leistungen noch erreichen können. Es liegt im Endeffekt an uns.

Jetzt warten zwei wichtige Auswärtsspiele gegen Mattersburg und die Admira.

Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht und da müssen wir jetzt gemeinsam wieder herausfinden. In Hinblick auf unser großes Ziel, wieder einen Europacupplatz zu erreichen, wäre es natürlich enorm wichtig, jetzt die beiden nächsten Partien gegen Mattersburg und die Admira zu gewinnen.

Wir müssen die Zweikämpfe voll annehmen - dann werden wir das Spiel gewinnen. Alex Grünwald über das Spiel in Mattersburg

Wie kannst du trotz deiner Verletzung als Kapitän und Führungsspieler in so einer Situation helfen?

Letztlich stehen elf Spieler am Platz und sieben sitzen auf der Ersatzbank. Im Endeffekt müssen diese Spieler Verantwortung übernehmen und schauen, dass sie für den Klub die Punkte holen, aber natürlich führe ich auch das eine oder andere Gespräch.

Am Samstag geht es nach Mattersburg – in den letzten Jahren ein guter Boden für die Austria.

Ja, man fährt natürlich mit einem besseren Gefühl hin, wenn man weiß, dass man dort in den letzten Jahren oft gewonnen hat.

Was muss besser werden als beim Heimspiel gegen den LASK?

Mattersburg ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft. Wir müssen die Zweikämpfe voll annehmen, dann werden wir das Spiel gewinnen, denn: spielerisch sind wir besser.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 11 31
2. SKN St. Pölten 11 21
3. LASK 11 21
4. FK Austria Wien 11 17
5. RZ Pellets WAC 11 15
6. SK Puntigamer Sturm Graz 11 14
7. SV Mattersburg 11 13
8. TSV Prolactal Hartberg 11 12
9. SK Rapid Wien 11 12
10. FC Wacker Innsbruck 11 10
11. CASHPOINT SCR Altach 11 9
12. FC Flyeralarm Admira 11 9
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