Profimannschaft 02.02.2018, 08:49 Uhr
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TARKAN SERBEST ERWARTET IN HÜTTELDORF HARTEN KAMPF

Nach fast einmonatiger Vorbereitungsphase wartet auf den FK Austria Wien gleich zum Start der Frühjahrssaison in der tipico Bundesliga ein ganz spezieller, erster Gradmesser. Tarkan Serbest rechnet im 325. Derby am Sonntag (16:30 Uhr) in Hütteldorf mit einem „harten Kampf“.

© Bildagentur Zolles KG Tarkan Serbest erwartet in Hütteldorf harten Kampf

Es werden sicherlich wie stets in Partien der Stadtrivalen die Emotion und die Brisanz mitspielen. Und dennoch werden unsere Veilchen frohen Mutes, mit Selbstbewusstsein und positiv gestimmt im Westen Wiens zur 21. Runde der Meisterschaft antreten.

„Wir haben im Allianz-Stadion noch kein Spiel verloren und wollen natürlich diese Serie fortsetzen“, sagt Serbest vor dem vierten Duell in der neuen Arena der Grünweißen. Die Austria gewann dort zweimal 2:0 und erreichte zuletzt am 6.8.2017 ein 2:2.

„Werden alles reinhauen, wollen gut starten“

Tore von Dominik Prokop und Raphael Holzhauser (Elfer) im Finish brachten damals nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt. „Wir müssen wieder alles reinhauen. Wir wollen gut ins Frühjahr starten“, appelliert unser defensiver Mittelfeldspieler an seine Kollegen.

Dass auch eine andere Statistik für die Violetten spricht, findet er super. Denn diese zeigt, dass in den vergangenen elf Derbys (inklusive einem im UNIQA ÖFB Cup) nicht weniger als achtmal der Gast triumphierte und den Hausherren nur ein einziger Erfolg sowie ein Remis gelang.

Die bittere Doppelniederlage Ende Oktober im Prater haben Serbest und Co. freilich noch nicht vergessen. Das 0:1 in der Liga und nur drei Tage später das äußerst unglückliche 1:2 im Pokalachtelfinale schreien nach violetter Revanche. „Das waren zwei gute Spiele von uns, leider hat es dabei strittige Schiri-Pfiffe gegeben“, erinnert sich Serbest.

Er will mit seiner Aussage jedoch nicht die Schuld den Unparteiischen in die Schuhe schieben. „Sondern wir müssen auf unsere Fehler schauen“, betont der 23-Jährige, der glaubt, dass generell durch die zwei neuen Spieler Michael Madl und Stefan Stangl unsere Defensive „viel stabiler“ sein wird.

Mit „Heimkehrer“ Madl, der allerdings im Derby verletzt passen muss, und Stangl hätte man zwei erfahrene Spieler dazubekommen, die uns sicher weiterhelfen würden. Dazu kommt noch Patrizio Stronati, der zuletzt ein Jahr in Tschechien Praxis gesammelt hat. „Auch er ist ein wichtiger Mann“, betont Serbest, der selbst im Herbst einige Male – als Not am Mann war – in der Innenverteidigung zum Einsatz kam.

„Neben Rapha fühle ich mich wohl“

Nun wird Serbest wohl wieder neben Raphael Holzhauser im zentralen Mittelfeld spielen: „Rapha ist ein ganz wichtiger Teil von uns. Neben ihm fühle ich mich wohl, die Chemie zwischen uns passt“, sagt Serbest über den derzeitigen Kapitän.

Jeder weiß vom anderen, was er macht, die zwei verstehen einander fast blind. Und das ist für unsere erhoffte Aufholjagd im Frühjahr mit 16 Runden natürlich gut. Auf die Tabelle, die uns als Sechster mit acht Punkten Rückstand auf den Rivalen aus Hütteldorf  ausweist, schaut Serbest nicht, sondern nur von Spiel zu Spiel.

„Wir wollen jede Partie gewinnen. Am Ende müssen wir einfach unter den Top vier sein. Denn all unser Ziel ist es, im Herbst in der neuen Generali-Arena international spielen zu können“, blickt der neunfache U21-Teamspieler (von März 2015 bis September 2016) in die sportliche Zukunft.

Um zum dritten Mal in Serie unter Cheftrainer Thorsten Fink im Europacup dabei zu sein, muss zumindest der vierte Tabellenplatz her. Wenn der Cupsieger unter den ersten vier landet, dann würde auch der fünfte Rang genügen. Auf den Vierten fehlen uns derzeit fünf Punkte, vom Fünften trennt uns ein Zähler.

In ersten vier Spielen dreimal gegen besser platzierte Klubs

In den ersten vier Runden spielen wir gegen den Dritten (Derby), den Fünften (LASK im Happel-Stadion/10.2. 18:30 Uhr) und Vierten (FC Admira/24.2./16:00 Uhr/BSFZ Arena). „Wir wollen oben anschließen und die Punkte, die wir im Herbst liegen haben lassen, jetzt aufholen“, sagt Serbest.

Die Basis dafür hat die Mannschaft im zehntägigen Trainingslager auf Zypern mit harter Arbeit gelegt. „Das, was sich der Trainer und sein Team vorgenommen haben, setzten wir sehr gut um. Nach den sechs Tests sind wir bereit“, versichert Serbest. Je näher es zum ersten Pflichtspiel ging, desto mehr wurde auf die Spritzigkeit Wert gelegt.

Der Wiener mit türkischen Wurzeln, der in den Probespielen einmal (Oberschenkelprobleme) fehlte und eines von insgesamt zwölf Austria-Toren erzielte, ist für sein 111. Pflichtspiel als Austria-Profi (5 Tore und 7 Assists) gerüstet. Beim herbstlichen Derby-1:2 im UNIQA ÖFB Cup hatte er den Kopftreffer von Ibrahim Alhassan per Flanke vorbereitet.

Sieht man vom Pokalmatch ab, hat Serbest als Profi seit 9.11.2014 im Derby so oft in der Liga gespielt wie gegen keinen anderen Gegner. Seine Bilanz nach zwölf Partien ist ausgeglichen: Fünf Siegen stehen bei zwei Remis fünf Niederlagen gegenüber. So soll es am Sonntag zumindest bleiben!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 30 68
2. SK Puntigamer Sturm Graz 30 60
3. SK Rapid Wien 30 52
4. LASK 30 51
5. FC Flyeralarm Admira 30 46
6. FK Austria Wien 30 39
7. SV Mattersburg 30 38
8. CASHPOINT SCR Altach 30 34
9. RZ Pellets WAC 30 20
10. SKN St. Pölten 30 10
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