Profimannschaft 21.12.2017, 08:21 Uhr

BRASILIANER UND AFRIKANER AUF URLAUB IN IHRER HEIMAT

Mit einem wichtigen 1:0-Erfolgserlebnis gegen „Winterkönig“ Sturm Graz und drei Punkten mehr auf der Habenseite trat der FK Austria Wien die Winterpause an. Unsere drei Brasilianer und zwei Afrikaner reisten bereits am Montag in ihre jeweilige Heimat.

Brasilianer und Afrikaner auf Urlaub in ihrer Heimat

Felipe Pires, Lucas Venuto und Ruan flogen gemeinsam nach Sao Paulo, wo Pires und Ruan ihre Familien haben. Venuto war dann noch 2:40 Stunden nach Governados Valadares unterwegs. Die afrikanische Fraktion mit Mohammed Kadiri und Ibrahim Alhassan hatte Ghana bzw. Nigeria als Ziele.

Die Freizeit bis zu den medizinischen Tests am 6. und 7. Jänner in der Austria-Akademie sind für das Quintett von besonders hohem Stellenwert, da sie ihre Verwandten ein halbes Jahr nicht mehr gesehen haben. „Diese Tage sind für mich wichtig, weil ich sie mit meiner Familie verbringen kann“, sagt „Flügelflitzer“ Pires.

Ruan arbeitet in Brasilian weiter hart

Er genießt die Zeit, um auch Freunde und Bekannte zu treffen, aber zwischendurch Ruhe zu finden und seine Akkus aufzuladen. Ruan, der Weihnachten wie immer mit seiner Familie feiert, wird in Brasilien weiter hart an seinem Comeback arbeiten: „Ich werde nicht rasten, sondern weiterarbeiten, um bald wieder fit zu sind“, verriet der Innenverteidiger.

Der Abwehrmann hatte sich am 1.10. bei seinem Ligadebüt gegen SCR Altach im Prater einen Sehnenriss im linken Adduktorenbereich zugezogen und war operiert worden. Inzwischen ist der 23-Jährige schon wieder schmerzfrei. „Ich fühle mich schon sehr gut und arbeite intensiv an meinem Comeback.“

Er hofft, im Jänner die Vorbereitung (ab 8.1.) wieder mitmachen zu können und dann ins Trainingslager nach Zypern (Ayia Napa im Hotel „Grecian Bay“ vom 18. -27.1.) mitgenommen zu werden. „Dafür gebe ich jeden Tag Gas“, versichert Ruan. Dass die Brasilianer bei der Austria zu dritt sind, schätzen sie.

„Das erleichtert uns Vieles. Wir unterstützen uns gegenseitig, einer ist für den anderen da“, erzählt er aus dem Wiener Alltag. Das Trio war in der Heimat übrigens auch schon gemeinsam in einer Mannschaft und zwar in der U19 von Red Bull Brasil. Die Austria ist Ruans erste Station im Ausland.

Venuto hat schon sein Weihnachtsgeschenk

Während der im Sommer 2017 geholte Ruan seine Rückkehr nicht erwarten kann, hat sie Venuto schon hinter sich. „Keine Frage, mein Comeback war für mich ein vorweihnachtliches Geschenk. Dieses Jahr war hart für mich, aber ich bin jetzt wieder da“, freute sich Lucas über den ersten Einsatz nach langer Pause.

Venuto, der wie Ruan am 14.1. Geburtstag hat, wollte nach seinem Kreuzbandriss im April unbedingt noch vor dem Jahreswechsel wieder auf der Bank sitzen. Das ist ihm am 29.11. beim 0:1 in St. Pölten gelungen. Am 3.12. beim Heim-1:1 gegen RB Salzburg kam er im Finish erstmals wieder zum Einsatz.

„Gott sei Dank ist mir das geglückt. Nach der Winterpause werde ich über 100 Prozent zur Verfügung stehen“, so der Offensivmann. Das Wiedersehen mit seiner Familie nach sechs Monaten tue seiner Seele und seinem Herzen gut. Freilich fehlt es Venuto noch am Rhythmus. „Den bekommt man nur, wenn man auch spielt.“

Kadiri entspannt in Heimatstadt und Accra

Kadiri flog am Montag nach Ghana, wo er seine Familie in Obuasi besucht. Weihnachten wird der Innenverteidiger in der 150.000 Einwohner zählenden Stadt verbringen. „Silvester werde ich in der Hauptstadt Accra sein und mit meinen Freunden Spaß haben“, kündigt der Innenverteidiger an.

Die Hauptstadt des Landes, die rund 2,4 Millionen Menschen hat und am Meer liegt, ist nicht einmal 300 km von seiner Heimatstadt entfernt. Trotzdem benötigt man mit dem PKW rund fünf Stunden. Aber das Angenehme überwiegt in Westafrika. Dort ist es im Gegensatz zu Wien jetzt warm.

„Ich kann baden gehen, werde viel schwimmen und mit meinen Kumpels auch kicken. Aber keine Angst, das wird nicht gefährlich, denn die Jungs passen auf mich auf“, betonte „Mo“, wie er von seinen Mitspielern gerufen wird, den Spaßfaktor beim Kickerl mit Freunden.

Alhassan: „Vermisse Familie schon sehr“

Hingegen wird Alhassan, der aus Kano, einer Zwei-Millionen-Stadt im Norden Nigerias an der Grenze zu Niger, stammt, fast seinen gesamten Urlaub mit seinen Eltern, Schwestern und Brüdern verbringen. Er hatte die Verwandten im ersten Wiener Halbjahr ja nicht gesehen.

„Ich vermisse sie alle schon sehr“, gestand er vor der Abreise aus Wien. Wo er Weihnachten und Silvester sein wird, wusste er noch nicht. „Das werde ich mit meiner Familie entscheiden“, sagt der Mittelfeldspieler, der ebenfalls erstmals auf einem fremden Kontinent engagiert ist.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 31 71
2. SK Puntigamer Sturm Graz 31 60
3. SK Rapid Wien 31 55
4. LASK 31 54
5. FC Flyeralarm Admira 31 46
6. FK Austria Wien 31 39
7. SV Mattersburg 31 39
8. CASHPOINT SCR Altach 31 34
9. RZ Pellets WAC 31 23
10. SKN St. Pölten 31 11
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