Bundesliga 12.10.2017, 15:45 Uhr
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MARTSCHINKO: „IN GRAZ IST FÜR UNS VIEL MÖGLICH“

Der steirische Linksverteidiger Christoph Martschinko spricht vor dem Schlager der 11. tipico-Bundesliga-Runde gegen Sturm Graz (Sonntag, 16:30 Uhr) u.a. über die Spielanlage, Rotation, Teamspirit und über einen besonderen Jahrestag.

© Bildagentur Zolles KG Martschinko: „In Graz ist für uns viel möglich“

Die Veilchen wollen auswärts gegen Spitzenreiter SK Sturm Graz ihre Serie (acht Ligaspiele ungeschlagen) mit einem positiven Resultat fortsetzen. Mit einem Sieg würde sich die Austria den Steirern in der Tabelle bis auf einen Punkt nähern. „Ich glaube, dass für uns in Graz viel möglich ist, wir auch gewinnen können“, meint Christoph Martschinko.

„Tschinki“ weiß aber, dass es in Graz, wo wir am 18.2. 4:0 triumphierten und die Hausherren seit 22.4. unbesiegt (5-1-0/11:6) sind, nicht einfach wird. „Sturm ist daheim stark, es ist schwer, sie unter Druck zu setzen.“ Was wird der violette Schlüssel zum Erfolg sein? Das Wichtigste sei, so der Verteidiger, defensiv gut zu stehen.

„Und uns durch Konter befreien“

„Und dann müssen wir schauen, dass wir uns durch Konter befreien und in der gegnerischen Hälfte festsetzen können“, erklärt der Südsteirer in der Theorie, wie der nach der zweiten Runde gestartete violette Lauf von acht Ligapartien ohne Niederlage (5-3-0/17:8 Tore) prolongiert werden könnte.

Auswärts sind die Violetten in den letzten acht Pflichtspielen ebenfalls ungeschlagen (5-3-0/19:7). Mit einem Remis oder Sieg würden Martschinko und Co. vor dem nächsten UEL-Spiel (19.10., 21:05 Uhr/HNK Rijeka im Happel-Stadion) die tolle Serie fortsetzen und zusätzlich Selbstvertrauen tanken.

Mit positivem Resultat in die heiße Phase starten

„Deshalb wäre es wichtig, nach der Länderspielpause gleich wieder mit einem positiven Resultat zu starten“, betont der 23-jährige Abwehrmann die Bedeutung des Sturm-Spiels. Die Akkus der Spieler sind in der Ligapause jedenfalls geladen worden. Das Durchschnaufen nach den ersten 18 Pflichtspielen mit neun Siegen und fünf Remis hat allen wirklich gutgetan.

„Jetzt darf keiner, vielleicht mit Ausnahme jener, die in Auswahlen standen, müde sein“, sagt Martschinko, der das vergangene freie Wochenende ausschließlich zum Entspannen nützte. Wenn unser 23-facher Ex-U21-Teamspieler am Sonntag zum Einsatz kommt, wäre es sein insgesamt 20. Spiel (8-2-9) gegen Sturm Graz. Im Austria-Trikot waren es bisher acht Partien mit einer hoch positiven Bilanz (5-1-2) und mit der maximalen Einsatzzeit von 720 Minuten.

Jahrestag von „Tschinkis“ einzigem Ligator im FAK-Dress

Am Montag jährt sich übrigens erstmals jener Tag, an dem Martschinko seinen ersten und bisher einzigen Ligatreffer für die Austria erzielte. Am 16.10.2016 sorgte der Mann mit der Nummer 28 in Mattersburg mit seinem starken linken Fuß für den Endstand von 2:0.

„Da wäre es ja wieder an der Zeit, dass ich einen reinhaue“, meint er bei der Erinnerung an seine Torpremiere mit einem Grinsen. Zuletzt beim 2:3 am 30.Juli in Wien gegen Sturm saß Martschinko auf der Ersatzbank. Da hatte Fink „rotiert“, Thomas Salamon aufgeboten.

Klar wäre es jedem Spieler am liebsten, wenn er jedes Match bestreiten könnte. „Aber es ist schon gut, wenn man bei einem so dichten Kalender einmal eine Partie aussetzt. Viele Spiele in einem kurzen Zeitraum gehen an die Substanz“, zeigt Martschinko für die Rotation Verständnis.

"Alle Neuen besitzen eine sehr gute Qualität"

Das Rotieren in der Aufstellung von Spiel zu Spiel – in den kommenden drei Wochen stehen sieben Spiele auf dem Programm – hat vor der Länderspielpause sehr gut funktioniert. Und das, obwohl viele neue Spieler von der Austria verpflichtet worden waren.

„Alle Neuen besitzen für ihr Alter eine sehr gute Qualität. Und sie haben sich alle relativ schnell in Österreich akklimatisiert. Was nicht so leicht ist, wenn man aus Korea, Afrika oder Brasilien kommt“, lobt Martschinko u.a. Lee, Alhassan oder Ruan, die alle auch schon ihr jeweils erstes Tor erzielten.

„Sie haben sich rasch und sehr gut integriert. Das ich auch für die ganze Mannschaft von großer Wichtigkeit“, erklärt Martschinko stellvertretend für die Arrivierten im Kader.

„Keiner schaut nur auf sich – es geht stets um das Ganze“

Jedenfalls könnte die Atmosphäre beim aktuellen Tabellendritten derzeit nicht besser sein. „Die Stimmung ist wirklich sehr gut, alles passt und läuft momentan super. Vor allem, weil der Kader jetzt noch einmal jünger wurde“, so der Linksfuß.

Martschinko versichert: „Es gibt keinen, der nur auf sich selbst schaut, es geht immer um die Mannschaft als Ganzes“. Der Aussage des Steirers ist eigentlich nichts hinzuzufügen – außer „Forza Viola“! Vielleicht schaut in Graz mehr heraus als nach der ersten Ligapause. Da gab’s daheim nur ein 2:2 gegen den WAC.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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