Profimannschaft 07.10.2017, 08:00 Uhr

GRÜNWALD SPRICHT ÜBER SEINEN WEG ZURÜCK

Er wird dem FK Austria Wien zwar noch lange fehlen, aber über Alex Grünwald gibt es auch Positives zu berichten. Unser Offensivgeist ist nach seiner OP am rechten Knie Mitte August schon wieder „solo“. „Ich habe die Krücken bereits in die Ecke stellen dürfen“, klärt der 28-Jährige mit einem Lächeln auf.

Grünwald spricht über seinen Weg zurück

Es sei schön, dass diese Gehhilfen nun weg sind, fügt der Kärntner hinzu. Er kann sich schon „fast wieder ganz rund“ bewegen. „Es geht zwar noch langsam voran, aber es wird nun von Tag zu Tag besser“, sagt der Techniker über seine Fortschritte auf dem Weg zur völligen Genesung.

‚Grüni‘ musste am 6. August im Finish des 322. Derbys in Hütteldorf (2:2) vom Feld. Wie sich danach in eingehenden Untersuchungen herausstellte, wegen eines Knorpelschadens. Nach einer erst kürzlich vorgenommenen großen Kontrolle blickt unser zweiter Kapitän voller Zuversicht in die Zukunft.

Großer Check ergab: „Nach Knie-OP alles top verheilt!“

Der eingehende Check hat Erfreuliches gebracht. Der Arzt hat „Grüni“ gesagt, dass alles top verheilt sei. „Das ist einmal der erste große Schritt, auf dem baue ich auf“, freut sich der Patient, der nun darangehen kann, seine Muskeln langsam zu alter Stärke zu bringen.

Bisher hat unsere ‘Nummer zehn‘ Aqua-Jogging und Radfahr-Einheiten absolviert, den Oberkörper und den Rumpf trainiert, dabei aber natürlich sein Knie noch schonen müssen. Jetzt folgen die ersten intensiveren Übungen für die Muskulatur des Oberschenkels und des Rückens.

Einstieg ins Mannschaftstraining für Mitte Jänner geplant

Die Behandlungen durch die Physiotherapeuten werden ebenso fortgesetzt wie die Einheiten mit Fitness-Coach Niko Vidovic. „Mit Niko arbeite ich ziemlich hart“, erzählt Grünwald von den Trainingseinheiten im burgenländischen Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn.

Laut den Ärzten muss der Routinier, der bisher 211 Pflichtspiele (52 Tore/48 Assists) für unsere Veilchen bestritt, mit einer Pause von vier bis sechs Monaten nach der OP rechnen. Der Blondschopf hofft, dass er Mitte Jänner, wenn das Trainingscamp bezogen wird, wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Über seine Mitspieler: „Sie machen es wirklich sehr gut“

„Das wären dann etwas mehr als fünf Monate, das ist mein Ziel auf das ich hinarbeite“, erklärt Grünwald. Druck setzt er sich dabei aber überhaupt keinen. Wenn es letztlich eine Woche oder 14 Tage länger dauert, dann sei das eben so, ergänzt der Linksfuß, der 2013 mit den Violetten Meister wurde.

Grünwald trifft seine Mitspieler in Steinbrunn beim Training und bei seinen Heimspielbesuchen und spart nicht mit Lob: „Sie machen das wirklich sehr gut, sind in der Liga schon acht Runden ungeschlagen. Wenn etwas vielleicht nicht hundertprozentig klappt, ist das auch verständlich. Sie haben ja fast jeden dritten Tag ein Match.“

Dazu kommen die Umstände in den ersten 18 Pflichtspielen (9-5-4) der Saison. Die Mannschaft sei in dieser Phase stark verändert worden, gibt Grünwald zu bedenken. „Es hat auch nicht jeder geahnt, dass so viele Änderungen, Transfers und Verletzungen auf uns zukommen.“

Von daher sei die Mannschaft gerade dabei, sich zu finden. Einen Mann strich der Ersatz-Kapitän hervor: Jungtorhüter Patrick Pentz. „Es ist beeindruckend, wie er momentan auftritt und welche Ruhe er ausstrahlt. Pentzi hat mehr als eine Talentprobe abgelegt.“ Er müsse aber jetzt schauen, auf dem Boden zu bleiben.

Zur Lage in der UEL-Gruppe: ‚Hoffe auf zweiten Platz‘

Trotz des 2:2 in Athen zuletzt gegen AEK mit einem Abseitstor der Griechen kurz vor Schluss hat Grünwald den zweiten Gruppenplatz in der UEFA Europa League nicht abgeschrieben: „Der Ausgleich war sehr bitter, aber ich hoffe, dass wir als Zweiter aufsteigen!“

Vor HNK Rijeka, der am 19.10. im Happel-Stadion (21:05 Uhr) und am 2.11. in Kroatien (19:00 Uhr) gleich zweimal nacheinander unser UEL-Gegner ist, warnt Grünwald. „Die Kroaten haben die Salzburger in der dritten CL-Quali-Runde eliminiert und sich dann im CL-Play-off gegen Olympiakos Piräus sowie gegen AEK und Milan gut präsentiert!“

Es würden zwei sehr, sehr schwierige Spiele gegen wirklich starke Kroaten, betont Grünwald und hat vor Ex-Kumpel Alex Gorgon, mit dem er Kontakt hält, Respekt: „Gogo macht auch seine Tore, auf ihn werden wir auch aufpassen müssen.“ Trotzdem habe die Austria die Chance, das Maximum an Punkten zu holen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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