Europacup 23.08.2017, 08:38 Uhr
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FRIESENBICHLER: „WIR MÜSSEN SEHR KONZENTRIERT SPIELEN“

In den letzten drei Spielen erzielten Christoph Monschein (3) und Kevin Friesenbichler (2) fünf Tore. Die beiden Stürmer kommen immer besser in Fahrt, strotzen vor Selbstvertrauen und analysieren die Ausgangssituation vor dem UEL-Play-off-Rückspiel gegen NK Osijek (Donnerstag, 21:05 Uhr).

© Bildagentur Zolles KG Friesenbichler: „Wir müssen sehr konzentriert spielen“

Die Chancen, dass der FK Austria Wien zum zweiten Mal hintereinander die Gruppenphase der UEFA Europa League erreicht, stehen gut. Dafür sprechen vor dem Play-off-Rückspiel am Donnerstag (21:05 Uhr) in der St. Pöltner NV-Arena gegen NK Osijek der 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel und die jüngsten violetten Erfolgserlebnisse.

„Es wird trotzdem schwer werden. Wir müssen nochmals Gas geben. Der Gegner ist unangenehm, möchte auch weiterkommen. Wir müssen sehr konzentriert spielen“, warnt Kevin Friesenbichler vor den in der kroatischen Liga nach sechs Runden noch ungeschlagenen Slawonen, die als Tabellendritter anreisen.

Thorsten Fink, der zum 16. Mal als Austria-Trainer im Europacup auf der violetten Bank (bisher 8-3-4/25:20 Tore) Platz nehmen wird, pflichtet seinem Stürmer bei. „Wir haben noch nichts erreicht, aber uns auswärts eine tolle Ausgangsposition geschaffen. Es wird noch ein heißer Tanz“, meint der 49-jährige Deutsche.

Seine Mannschaft ist aber gerüstet, hat zuletzt in fünf Pflichtspielen (vier Siege, ein Remis) zumindest immer doppelt getroffen. Wenn die Austria gegen Osijek nur ein Tor erzielt, müssten die Gäste zweimal scoren, um in die Verlängerung zu kommen. „Wir sind gut in Schuss gekommen“, merkt Friesenbichler mit Optimismus an.

Tore geben „Friese“ und Monschein Auftrieb für Osijek

Er und Christoph Monschein sind zuletzt förmlich explodiert. Friese traf gegen den LASK und in Mattersburg, Monschein in Osijek erstmals im violetten Trikot zum 1:1 und dann im Burgenland im Doppelpack. „Das ist sehr wichtig fürs Selbstvertrauen, gibt uns Auftrieb für die Partie gegen die Kroaten“, lässt Friesenbichler wissen.

Natürlich ist auch der in diesem Sommer verpflichtete Monschein voll „happy“, nachdem er im Burgenland zum schnellsten Joker-Schützen in der Bundesliga seit drei Jahren avancierte.

Noch wichtiger war aber sein Tor zum 1:1-Ausgleich in Osijek. „Ich glaube, das war einer der wichtigsten Treffer meiner bisherigen Karriere“, so der Angreifer, der überzeugt ist, dass unsere Veilchen im Rückspiel nicht mehr als höchstens ein Tor zulassen werden. Auch ein 0:1 würde Wiens einzigen Europacup-Vertreter die Türe zur lukrativen Gruppenphase öffnen.

Stürmer „wissen, was wir können, brauchen Spiele“

Von Rechnereien hält Friesenbichler nichts. Auf ein 0:0 zu spielen, wäre laut dem Steirer ein „Blödsinn“: „Wir wollen unser Spiel aufziehen mit den Tugenden, die uns stark machen: Druck nach vorne erzeugen, versuchen, ein, zwei Tore zu erzielen und wieder zu gewinnen!“

Das Aufblühen unserer beiden Stürmer führt der Ex-U21-Teamspieler nicht auf den Abgang von Larry Kayode zurück. „Wir sind alle davon ausgegangen, dass er gehen wird“, sagt „Friese“ und ergänzt: „Wir haben ein bisschen Zeit gebraucht, bis wir reingekommen sind. Es sind ja auch neue Spieler dabei. Wir wissen beide, was wir können. Wir brauchen einfach unsere Spiele. Wenn wir die weiter bekommen, werden wir noch mehr Tore erzielen“, verspricht unsere Nummer neun.“

Der Steirer fühlt sich im Strafraum wohl, Monschein hingegen benötigt die Räume. Aufgestellt als Solospitze wird je nach Form, Eindruck im Training, Taktik der eigenen Mannschaft und jene des Gegners. „Dass wir auch miteinander spielen können, hat man in Mattersburg gesehen“, sagt Friesenbichler.

Friesenbichler und Monschein verstehen einander auch abseits des Platzes sehr gut, das hilft ihnen dann natürlich auch im Spiel. „Und wir bringen beide super Leistungen auf dem Rasen“, bemerkt „Monschi“.

Austrianer hoffen auch in St. Pölten auf zwölften Mann

Eine wichtige Rolle für das UEL-Play-off-Rückspiel wird auch der tolle Support der Austria-Fans in der NV-Arena in St. Pölten spielen. „Wir brauchen unsere Fans im Rücken. Sie peitschen uns nach vorne und geben uns noch einen zusätzlichen Kick“, freut sich Friesenbichler auf das ausverkaufte Haus.

Die Atmosphäre im echten Fußball-Stadion könne ein Vorteil gegenüber dem großen Happel-Oval sein. „Die Fans werden genauso nach St. Pölten fahren und uns unterstützen. Wir kennen die NV-Arena, haben dort oft gespielt, das ist kein Problem“, glaubt Monschein.                    

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 8 18
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. FK Austria Wien 8 14
4. LASK 8 12
5. FC Flyeralarm Admira 8 12
6. CASHPOINT SCR Altach 8 11
7. RZ Pellets WAC 8 11
8. SK Rapid Wien 8 10
9. SV Mattersburg 8 5
10. SKN St. Pölten 8 1
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