Europacup 27.07.2017, 08:13 Uhr
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STRYGER LARSEN: „GEGEN AEL WERDEN WIR VOLL DA SEIN“

Zum Europacup-Auftakt des FK Austria Wien kommt am Donnerstag (21:05 Uhr) im Rahmen des Q3-Heimspiels mit AEL Limassol der Ligavierte 2016/17 aus Zypern ins Happel-Stadion. Jens Stryger Larsen und Dominik Prokop sprechen über die Ausgangssituation vor dem UEFA-Europa-League-Match.

© Bildagentur Zolles KG Stryger Larsen: „Gegen AEL werden wir voll da sein“

Nachdem unser Cheftrainer Thorsten Fink angekündigt hat, man werde andere Veilchen sehen als am Sonntag in Vorarlberg, legt Jens Stryger-Larsen nach und erklärt: „Man muss eine andere Austria sehen.“ Wenn man nämlich so auftrete wie im Ländle, werde es gegen die Zyprer richtig schwer, betont der Däne.

Er hat großes Vertrauen in die Mannschaft, dass sie ihr echtes Potenzial abrufen wird. „Wir wissen, dass wir uns steigern müssen und ich bin mir sicher, dass wir gegen AEL voll da sein werden“, verspricht unser dänischer Teamverteidiger vor seinem insgesamt 80. Pflichtspiel (2 Tore/7Assists) im violetten Trikot.

Der 26-Jährige, der wie seine Mitspieler aus der vorigen UEL-Saison gelernt und Erfahrung gesammelt hat, weiß, worauf es im Europacup ankommen wird: „Wenn wir daheim antreten, muss man zu null spielen. Das ist die Grundlage für ein gutes Resultat und den Aufstieg“, sagt Stryger Larsen, der noch nie gegen eine Mannschaft aus Zypern gespielt hat.

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Prokop: „Brauchen zwei sehr gute Spiele“

Auch Dominik Prokop hat noch nie fußballerische Bekanntschaft mit der Mittelmeerinsel gemacht. Aber er weiß trotzdem, dass es dort gute und starke Vereine mit vielen Legionären gibt. „Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, appelliert unser U21-ÖFB-Teamspieler.

Es würden schon zwei sehr gute Spiele von uns erforderlich sein, um die Hürde zu meistern, ist Prokop überzeugt. Vor dem Rückspiel am 2.8. in Larnaka (18:00 Uhr MESZ) haben alle eine Wiedergutmachung für den verpatzten Ligastart und eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins UEL-Play-off (Auslosung 4.8./Termine 17. bzw. 24.8.) im Sinn.

„Ein Erfolg ohne Gegentor wäre schön“, erhofft sich Prokop, der nicht glaubt, dass unsere Mannschaft durch das 0:3 in Altach angeknackst ist: „Wir gehen schon mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen an die Aufgabe heran und sind nicht am Boden“, versichert der optimistische 20-Jährige.

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Misslungener Ligastart mit Trainerteam verarbeitet

Den Fehlstart haben die Spieler gemeinsam mit dem Trainerteam im burgenländischen Sportzentrum VIVA in Steinbrunn aufgearbeitet, analysiert, die Fehler aufgezeigt und darauf hingewiesen, was man besser machen muss. „Es gibt viele Dinge, die wir normal viel besser lösen“, resümiert Stryger-Larsen nach der internen Manöverkritik.

Im ganzen Spiel hätte die Mannschaft nicht ihr wahres Können gezeigt, wobei man einen schlimmeren Beginn mit dem 0:1 durch ein klares Abseitstor nach 43 Sekunden nicht haben könne. „Es war das erste Spiel, man muss auch erst in den Rhythmus kommen“, meint Jens, der die Umstände aber nicht als Entschuldigung verstanden wissen will.

Jeder müsse sich an der Nase nehmen und sich steigern, fordert der Rechtsverteidiger. Über Heiko Westermann sagt er: „Heiko ist gut integriert worden in unsere Truppe. Er ist routiniert und man kann auch von ihm lernen.“ Seine Stärken würde man erst erkennen, wenn man öfter zusammenspiele. „Wir sprechen oft miteinander, was wir besser machen können.“

Während Stryger Larsen und Westermann erst drei Spiele (einmal 45 Minuten im Testmatch) nebeneinander im Einsatz waren, machte Prokop in Altach zur Pause für Stürmer Kevin Friesenbichler Platz. Das hatte aber nichts mit seinem rechten Knie zu tun, das er sich in der Vorwoche im Training bei einem Zweikampf ein bisschen verletzt hatte.

„Für den internationalen Start bin ich bereit“, ließ „Domi“ wissen. Auch der Wiener hat das 0:3 von Altach abgehakt. Ausschlaggebend für die Niederlage sei der schlechte Start mit den zwei schnellen Toren gewesen. „Das hat uns ein bisschen im Kopf gehemmt. Wir sind nur schwer ins Spiel gekommen und der letzte Pass hat nicht funktioniert.“

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Limassol sieben Pflichtspiele ungeschlagen

Gegen AEL möchten sich die Veilchen wieder von ihrer starken Seite zeigen. Was auch erforderlich sein wird, denn der Gegner hat unter seinem neuen Trainer Bruno Baltazar seit April von zwölf Pflichtspielen erst zwei verloren. Zuletzt blieb man siebenmal ungeschlagen.

Die Insulaner haben also ihren Rhythmus offenbar schon gefunden, obwohl die nationale Titeljagd erst am 19.8. beginnt. Sie haben in der neuen Saison trotzdem schon zwei Pflichtspiele (UEL-Quali) mehr als die Austria in den Beinen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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