Profimannschaft 12.07.2017, 11:30 Uhr

GRÜNWALD BLICKT AUF CUP-START UND NENNT SAISONZIELE

Vor dem ersten Pflichtspiel 2017/18 des FK Austria Wien am Freitag (17:30 Uhr/live ORF Sport+) beim ASK Ebreichsdorf blickt Kapitän Alexander Grünwald auf diesen Start im UNIQA ÖFB Cup. Außerdem zieht er Bilanz über die Vorbereitung und spricht über die Saisonziele.

Grünwald blickt auf Cup-Start und nennt Saisonziele

Die Neuauflage des Duells mit dem ASK kann man laut Grünwald nicht mit dem Achtelfinaltreffen vom 26.10.2016 vergleichen. Damals fixierten die Veilchen erst in die Verlängerung (5:4) den Aufstieg, nachdem der Ostligist 0:3 zurückgelegen war und durch den Ausgleich die Gäste zum „Nachsitzen“ gezwungen hatte.

„Damals war die Partie zwischen sehr vielen Spielen von uns angesetzt, wurde ein bisschen rotiert. Da war eben klar, dass die Abstimmung teilweise gefehlt hat und dadurch der Rhythmus des einen oder anderen Spielers nicht hundertprozentig war“, begründet der Kärntner.

„Im ersten Saisonspiel ist man immer besonders motiviert“
Daher sei es im Herbst schwieriger gewesen als jetzt. „Im ersten Saisonspiel ist man immer besonders motiviert. Wir werden an die Aufgabe konzentriert herangehen und ich glaube, dass wir sie sehr gut erledigen werden“, sagt der Offensivgeist vor dem 10. ÖFB-Cup-Spiel unter Cheftrainer Thorsten Fink.

Zum Jubiläum will man dem Deutschen den achten Sieg in diesem Bewerb schenken. Grünwald saß übrigens beim Zittersieg im Oktober auf der Bank. „Bis zum 3:0 haben wir alles gut gemacht und dann aber leichtfertig den Vorsprung aus der Hand gegeben“, erinnert sich der damalige „Zuschauer“.

Violettes Credo: „Nicht überheblich sein und nie nachlassen“
Nicht überheblich sein und nie nachlassen, lautet das Credo von Alex. Beides sei auch gegen einen Regionalligisten wichtig, es könne nämlich schnell passieren, dass man den Ausgleich kassiere oder sogar in Rückstand gerate, mahnt der 28-Jährige volle Konzentration ein.

„Wir wollen gegen den ASK diesmal natürlich klar gewinnen“, erklärt der zweitbeste Torschütze (26) in der Fink-Ära hinter Larry Kayode (39) vor seinem 206. Pflichtspiel (52 Tore/48 Assists) im Austria-Dress. Die Stimmung der Truppe vor dem Saisonauftakt sei jedenfalls eine gute, betont Grünwald.

Die Spieler haben am 19. Juni die Vorbereitung aufgenommen und bis in diese Woche sehr viel und intensiv trainiert, was ihnen während der Saison zugutekommen wird. „Die Vorbereitung ist immer hart, da muss man schauen, dass die Spritzigkeit dazukommt. Bis jetzt passt alles“, erzählt unser „Zehner“ im burgenländischen Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn.

„Siege in Testspielen darf man nicht überbewerten“
Fünf Siege und nur eine Niederlage in sechs Testspielen (25:4) – die Austria ist für den Anpfiff gerüstet. Euphorie lässt der Kapitän jedoch nicht aufkommen und meint: „Die Vorbereitung und Tests darf man nie überbewerten, weder im positiven noch im negativen Sinn. Ich glaube aber dennoch, dass wir sehr gut aufgetreten sind und zuversichtlich in die Saison gehen können!“

2016 Liga-Dritter und damit die UEFA Europa League-Teilnahme geschafft, 2017 Vizemeister und wieder im Europacup! „Unser erstes Ziel, das wir zuerst erreichen können, ist die Europa League-Gruppe, und dann wollen wir national oben anklopfen“, sagt Grünwald.

Natürlich ist auch für ihn Double-Gewinner RB Salzburg wieder der Titelfavorit. „Wenn der Meister aber schwächelt, wollen wir zur Stelle sein“, formuliert der Linksfuß die Erwartungen für die Meisterschaft und fiebert wie alle seine Mitspieler dem „Zero im Countdown“ entgegen.

Er selbst fühlt sich körperlich besser denn je. Wehwehchen gebe es zwar immer, doch trachte man diese in Grenzen zu halten. Im Gegensatz zur Vorbereitung im Sommer 2016, als er rund drei Wochen ausgefallen war, hat Alex diesmal fast jede Trainingseinheit durchziehen können. „Auch das stimmt mich zuversichtlich!“

Grünwald hat 2016/17 eine tolle Saison gespielt. Er brachte es auf 47 Pflichtspiel-Einsätze, darunter alle 36 Liga-Runden, und traf auch in allen drei Bewerben (15 Tore/12 Assists). Er gab dazu in der Liga die meisten Torschüsse (92) ab und wurde wie Kayode und Lucas Venuto von Experten in die  offizielle „tipico-Bundesliga-Elf der Saison“ gewählt.

Auf die Frage, ob diese tolle Bilanz noch zu toppen sei, antwortete der Techniker: „Ich werde es versuchen und glaube, es ist auch möglich, weil ich mindestens fünfmal die Stange oder Latte getroffen habe.“ Er werde schauen, noch etwas präziser zu werden, um aus seinen vielen Torschüssen etwas mehr herauszuholen.

Über System-Umstellung
Im letzten Probegalopp am Samstag gegen EC/ESV Parndorf hat der Blondschopf erstmals in der neuen Saison angeschrieben, den 6:0-Endstand fixiert, nachdem er am längsten im Einsatz (bis zur 81. Minute) war. „Es hat mir gutgetan, ich wollte länger spielen. Wichtiger wäre jedoch ein Treffer am Freitag“, sagt er.  

Positiv sieht er auch die System-Umstellung vom 4-2-3-1 auf 4-3-3, das in der Defensive zum 4-1-4-1 wird. „Momentan glauben das Trainerteam und wir als Mannschaft, dass das 4-3-3 das beste System ist, wir damit am besten Fußball spielen. Wir haben jedoch zwei, drei Varianten, können es schnell ändern und sind gut aufgestellt“, deutet der Kapitän eine flexible Austria an.