Allgemeine News 22.07.2017, 11:55 Uhr
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GESUNDES, VERNÜNFTIGES UND KONTINUIERLICHES WEITERENTWICKELN

AG-Vorstand Markus Kraetschmer spricht zum Saisonstart u.a. über das Budget, die Transferzeit und die Saisonziele, sowie über die drei Schwerpunkte Infrastruktur, Digitalisierung und Internationalisierung, die Präsident Katzian bei der letzten Generalversammlung angekündigt hat.

© Bildagentur Zolles KG Gesundes, vernünftiges und kontinuierliches Weiterentwickeln

Austria-Präsident Wolfgang Katzian sagte bei der Generalversammlung im Jänner 2017 anlässlich seiner Wiederwahl, dass er drei Schwerpunkte für die Entwicklung des Klubs in den kommenden vier Jahren setzen möchte, daran orientiert sich nun der FK Austria Wien: „Damit haben wir eine klare Strategie für die nächsten vier Jahre. An der Infrastruktur wird gerade im Rahmen des S.T.A.R.-Projekts sehr intensiv gearbeitet. Hinzu kommt die Digitalisierung, ein Thema, mit dem wir uns im Bereich der neuen Medien bereits sehr intensiv beschäftigen und das dann natürlich vor allem auch in Hinblick auf das neue Stadion ganz wichtig wird. Auch im Bereich der Internationalisierung arbeiten wir bereits mit Hochdruck daran, uns mit und in internationalen Partnerschaften weiterzuentwickeln und als Klub zu wachsen“, erklärt AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Kraetschmer: ‚Ich finde es toll, dass Thorsten Fink nach oben strebt‘

In die Saison 2017/18, die letzte vor der Rückkehr in die runderneuerte Generali-Arena, geht der FK Austria Wien nun mit einem Jahresbudget von 25 Millionen Euro. „Dabei planen wir wie immer vorsichtig ohne die UEFA-Europa-League-Gruppenphase. Salzburg hat natürlich ein deutlich höheres Budget, aber ich finde es toll und absolut richtig, dass Cheftrainer Thorsten Fink sagt, dass wir nach oben streben und da sein wollen, wenn Salzburg schwächelt“, sagt Kraetschmer, der auch im zweiten Champions-League-Quali-Platz eine Chance sieht:

„Das ist noch einmal eine zusätzliche Herausforderung. Man darf bei aller Euphorie aber nicht vergessen, dass 2018/19 bereits die neue Champions-League-Reform in Kraft tritt. Der Zugang wird dann sowohl für den österreichischen Meister als auch den Zweitplatzierten ungleich schwerer. Wenn wir uns mit der Mannschaft weiterentwickeln können, ist Platz zwei realistisch. Unser Mindestziel ist wie immer eine Top-3-Platzierung und die Qualifikation für einen UEFA-Bewerb. Ich glaube, dass wir den Kader und die Qualität dafür zur Verfügung gestellt haben.“

Kontinuierliche Arbeit

Die Tatsache, dass Fink in seine bereits dritte Saison als Cheftrainer der Austria geht, ist ein klares Indiz für die positive Kontinuität im Klub. „Das Leitmotto - das gesunde, vernünftige und kontinuierliche Weiterentwickeln - gilt bei uns sowohl für die Kampfmannschaft, als auch für die Amateure und die Akademie. Damit sind wir am richtigen Weg. Wir haben mit der Vertragsverlängerung von Thorsten Fink und des gesamten Trainerteams im letzten Herbst klar dokumentiert, dass wir hier gemeinsam etwas aufbauen wollen. Wir haben bisher alle Ziele, die wir uns gemeinsam mit Thorsten gesteckt haben, erreicht und teilweise sogar übertroffen“, schildert der AG-Vorstand des FK Austria Wien.

Die kontinuierliche Arbeit wurde auch von Sportdirektor Franz Wohlfahrt am Spielersektor fortgesetzt. „Unser Ziel war es, die Mannschaft großteils zusammenzuhalten und uns punktuell zu verstärken. Wir konnten unser geplantes Transferprogramm dann auch bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Aufsichtsgremien einstimmig genehmigen lassen. Bis dato wurde bezüglich der Neuzugänge und des Zusammenhaltens der Mannschaft genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollen mit dieser Mannschaft weiterkommen. Das spürt man bei den Spielern und bei den Trainern“, betont Markus Kraetschmer.

‚Wir müssen Kayode nicht verkaufen‘

Die Klub-Verantwortlichen sind auch darauf vorbereitet, dass einige Spieler aufgrund des sportlichen Erfolgs in der Vorsaison am Transfermarkt begehrt sind: „Das sieht man ja aktuell auch an den laufenden Gesprächen mit Larry Kayode. Und wenn sich jemand weiterentwickeln will, werden wir ihm den Weg nicht verbauen, wir haben aber auch nichts zu verschenken. Larry Kayode ist zwar aktuell österreichischer Torschützenkönig und nigerianischer Teamspieler, wir müssen ihn aber nicht verkaufen. Daher haben wir bis jetzt alle Angebote, die wir bekommen haben, abgelehnt. Larry weiß aber, dass wir natürlich gesprächsbereit sind, wenn er seine sportlichen Leistungen bringt und ein entsprechend gutes Angebot kommt.“

In Teil II des Gesprächs mit AG-Vorstand Markus Kraetschmer sprechen wir Anfang kommender Woche über den Europacup und das S.T.A.R.-Projekt.

Im ersten Austria Live Magazin (Heimspiel gegen Sturm Graz am 30. Juli im Happel-Stadion) beschäftigen wir uns dann noch mit der Klubphilosophie, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die neue Saison, mit den Austria Amateuren, sowie mit den Themen VIOLAFIT und Frauenfußball.