Profimannschaft 25.06.2017, 18:24 Uhr

VIOLETTES TAGEBUCH: DER FREITAG!

Bis zum 1. Juli 2017 wird sich der FK Austria Wien in Seeboden am Millstätter See intensiv auf die neue Saison vorbereiten. www.fk-austria.at fasst täglich die Ereignisse und Highlights kompakt zusammen.

Violettes Tagebuch: Der Freitag!

Der Freitag

Das Ende naht. Beim Training am Vormittag war zwar nichts davon zu merken, dafür aber unmittelbar danach. Da es am Samstag zurück nach Wien geht, wurden bereits zu Mittag alle mitgebrachten Trainingsutensilien wie Kettleballs, Hütchen, Gummimatten etc. zusammengepackt und in den Busanhänger verladen. Am Abend war nur noch das Testmatch gegen die Russen, am Samstag Läufe – dafür braucht man nichts anderes.

Durchschnaufen. Der Sonntag ist der erste freie Tag für die Spieler seit dem Trainingsbeginn am 19. Juni. Nach zwei sehr kräftezehrenden Wochen also erstmals wieder abschalten und im Kreis der Familie oder Freunde auf andere Gedanken kommen. Die kommende Woche wird erneut sehr intensiv, immerhin gibt es zusätzlich zu den Trainingseinheiten wieder drei Testspiele.

News von Kayode. Unterdessen gibt es auch Neuigkeiten von Larry kayode. Er wird am Montagvormittag denselben Leistungstest wie alle anderen Austria-Spieler absolvieren und am Nachmittag dann erstmals auch wieder mit der Mannschaft in Steinbrunn trainieren.

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Der Donnerstag

Early bird. Christoph Monschein war heute lange vor allen anderen Spielern schon am Trainingsplatz, absolvierte bereits um 08:30 Uhr mit Athletiktrainer Niko Vidovic sein Programm. Grund dafür war, dass er bereits am Vormittag, als die Mannschaft trainierte, im Auto Richtung Wien gesessen ist, um rechtzeitig bei der Bundesliga wegen seiner Anhörung zu sein. Aufgrund der vorzeitigen Einigung konnte er schon bald aber wieder umdrehen.

Besuch von Ognijen Vukojevic? Unser Ex-Spieler, der im Sommer seine Karriere beendete hat, wollte die Mannschaft in Seeboden besuchen, musste aufgrund eines kilometerlangen Staus aber diese Idee wieder verwerfen. „Ogi“ arbeitet jetzt als Scout für Dinamo Kiew, die gerade in Innsbruck auf Trainingslager sind.

Regeneration. Nach einem zweistündigen Vormittagstraining (Stabilisation, Krafttraining, Läufe, Hösche) gönnte Thorsten Fink der Truppe am Nachmittag etwas Freizeit. Der Großteil blieb allerdings im Hotel, regenerierte nach den unzähligen harten Einheiten dieses Camps, spielte Tischtennis, oder gönnte sich etwas mehr Schlaf als sonst möglich.

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Mo Kadiri ist immer für ein Späßchen zu haben

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Der Mittwoch

Hallo, Olympiasieger! Mehr oder weniger Seite an Seite trainieren unsere Spieler gemeinsam mit einer kleinen Abordnung der heimischen Skifahrer, u.a. neben Matthias Mayer. Der Abfahrts-Olympiasieger bereitet sich gerade mit Kollegen in der Kraftkammer des Sportplatzes in Seeboden auf die kommende Wintersaison vor.

Keine Läufe! Wer die Einträge der letzten Tage im Tagebuch aufmerksam mitverfolgt hat, der wird gelesen haben, dass es täglich neben dem üblichen Training auch immer wieder intensive und extensive Läufe gegeben hat. Nicht unbedingt des Fußballers liebste Beschäftigung. Heute vor dem Warm up schickte Coach Thorsten Fink gleich voraus: „Jungs, heute gibt’s keine Läufe!“ Das war Musik in den Ohren aller. Dafür gab es Übungen für die Reaktionsschnelligkeit und diverse Spielformen.

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Der Dienstag

Sportchef ebenfalls dabei. Bereits am Montagabend ist auch Sportdirektor Franz Wohlfahrt zum Team in Kärnten gestoßen, ist aufmerksamer Beobachter der Trainings, führt abseits des Platzes ständig Gespräche und bespricht mit Trainer Thorsten Fink die Planungen.  

Ex-Keeper auf Besuch. Tino Casali, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen ist, kam am Vormittag zum Training, wurde von allen sehr freundlich empfangen. Tino war als Tormann Nummer 3 ja lange fixer Bestandteil des Kaders, nun ist er auf Klubsuche. Letzte Woche verbrachte er einige Tage in Norwegen bei Lilleström, ob es dort etwas wird, ist aber noch ungewiss. Wir drücken dem sympathischen Kärntner jedenfalls die Daumen.

Lauf, Jens, lauf! Für Jens Stryger Larsen ging es gleich zur Sache. Beim Aufwärmen und den Agility- und Passübungen war er noch mit dem Rest der Truppe zusammen, dann musste er alleine seine Wechseltempo-Läufe absolvieren. Aufgrund seines verspäteten Trainingseinstiegs hat er noch etwas Aufholbedarf. Die Mannschaft dagegen absolvierte intensive Intervallläufe mit Richtungswechsel. Da blieb einem schon als Zuschauer  die Luft weg. Und dasselbe Bild am Nachmittag. Nach dem Training (Taktikschule und freies Spiel) musste der Däne wieder solo seine Läufe absolvieren. Lob gab es aber für alle nach der Einheit von Fink: „Ihr habt gut gearbeitet, sehr gut, bravo!“

Sing a song. Für beste Stimmung sorgten noch vor dem Abendessen die neuen Spieler, die jeder einzeln ein Lied vor versammelter Mannschaft anstimmen mussten. Jeder wurde eingepeitscht und aufmunternd mit Applaus bedacht – auch wenn nicht jeder Ton getroffen wurde...

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Tino Casali besuchte seine Ex-Kollegen

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Der Montag

Frühsport. Noch vor dem Frühstück gab es heute bereits die erste Einheit. Zum Munterwerden gab es bereits um 07:30 Uhr einen halbstündigen Lauf, bei dem es abseits eines Golfplatzes quer durch das kleine Örtchen Tangern ging. Wie diese Woche schon tägliches Ritual, baute das Trainerteam für das anschließende Training am Platz von  Seeboden wieder einen Fitnessparcours auf, bei dem an der Stabilisation und Kraftausdauer gearbeitet wurde. Danach gab es noch ein Spiel von Sechzehner zu Sechzehner. Insgesamt dauerte auch diese Einheit wieder zwei Stunden.

Freizeit. Eine kleine Verschnaufpause gönnte das Trainerteam den Spielern allerdings am Nachmittag. Erstmals gab es frei, durften die Jungs zum Schwimmen in den Millstätter See oder auf einen Kaffee, ein Eis oder was auch immer gehen. „Wir haben viel gemacht, sie haben alle sehr gut gearbeitet, deswegen haben sie den Nachmittag frei bekommen“, sagte Trainer Thorsten Fink.

Programm bleibt hart. Auch in den kommenden Tagen warten genügend anstrengende Einheiten. „Wir bauen die Jungs jetzt für die Saison auf, werden sie richtig fit machen und alle hungrig halten. Das Taktische kommt erst, allerdings müssen wir da auch nicht mehr so viel arbeiten, da das Gros der Mannschaft ja ohnehin gleich wie im Vorjahr ist“, erklärt der Chefcoach knapp.

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Fliegende Bälle am Platz in Seeboden

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Der Sonntag

Feucht fröhlich. Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es zu regnen begonnen, am Vormittag, rechtzeitig zum Start der ersten Trainingseinheit, richtig heftig zu schütten. Bekanntermaßen ist Improvisation ja das halbe Leben, somit konnte auch der nasse Gruß von oben Violett nicht stoppen. Das Warm up und Teil 1 des Trainings (Propriozeption) wurden unter der Tribüne im Trockenen absolviert, die anschließenden Läufen allerdings quer über den Rasenplatz. Da blieb das Trainerteam gnadenlos.

Qualität und Quantität. Mit hoher Schlagzahl ging es auch am Nachmittag zur Sache, da allerdings wieder bei trockenen Verhältnissen, weil der Regen eine Pause einlegte. Perfekt für das ausgetüftelte Programm, das nach dem Aufwärmen eine fußballspezifische Ausdauereinheit in Turnierform und erneut Läufe vorsah.

Lob vom Chef. Sehr zufrieden ist Coach Thorsten Fink mit den gezeigten Leistungen und dem Einsatz aller in den ersten beiden Tagen. „Die Jungs sind sehr aggressiv, ich bin richtig froh, dass keiner etwas abbekommen hat.“ Alle Mann sind übrigens im Training, die medizinische Abteilung leistet wieder einmal ganze Arbeit.

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Das Siegerteam beim internen Trainingsturnier

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Der Samstag

Gut regeneriert, voll losgelegt. Zwar direkt nach der Ankunft, aber dennoch erst um 22:00 Uhr, wurde am Freitag im Mannschaftsquartier „Das Moerisch“ zu Abend gegessen. Nach der ersten Nacht im besonderen Ambiente der Hausherren Sigi und Karo Moerisch ging es am Rasen gleich voll zur Sache, erklärte Coach Thorsten Fink der Mannschaft noch vor dem ersten Pfiff: „Ich erwarte mir im Hotel dem Personal und den anderen Gästen gegenüber ein top Benehmen von allen, sodass jeder stolz auf die Wiener Austria sein kann. Und am Platz natürlich harte Arbeit, denn von nichts kommt nichts, das wisst ihr. Gebt Gas diese Woche!“

Viele Übungen, viel Wirkung. Fußballer-Herz, was willst du mehr? „Den Ball“, könnte man als Antwort geben, aber der war in der ersten Einheit des Tages – und somit zum Beginn der Tage in Seeboden – kein Thema. Vielmehr stand sozusagen zur Begrüßung eine Stabilisations- und Krafteinheit mit vielen verschiedenen Stationen auf dem Programm, danach noch zwei Läufe im Grundlagen-Ausdauerbereich.

No mercy! Athletiktrainer Nikola Vidovic hatte bereits nach der ersten Einheit am Vormittag das Motto für die nächsten Tage ausgegeben. Nachdem am Vormittag zwei Stunden trainiert wurde und der Schweiß in dicken Bächen über Alex Grünwald & Co. geflossen ist , sagte er mit einem breiten Grinser: „No mercy!“ Niko ist bei harter Arbeit so richtig in seinem Element.

Endlich das Spielgerät. Erst am Nachmittag - bei Temperaturen jenseits der 30 Grad - kam der Ball aus den Säcken. Erst gab es ein Passpiel, dann Spielformen, ein kleines Match und abschließend wieder Läufe. Un d davor selbstverständlich ein Warm up von Vidovic. "Freundschaftlich und nett, bitte", scherzte Fink.

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