Profimannschaft 04.05.2017, 08:00 Uhr
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TAJOURI-SHRADI VOR REISE INS LÄNDLE: „WIR SIND GUT IN FAHRT“

Der FK Austria Wien ist im Finish der Meisterschaft voll da und für den nächsten Schlager am Sonntag (16:30 Uhr) zum Abschluss der 32. tipico-Bundesliga-Runde beim SCR Altach gerüstet. Ismael Tajouri-Shradi spricht über seine Zeit im Ländle, das Duell mit seinem Ex-Klub und über Lucas Venuto.

© Bildagentur Zolles KG Tajouri-Shradi vor Reise ins Ländle: „Wir sind gut in Fahrt“

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Mit zuletzt drei Siegen am Stück (9:1 Tore) haben unsere Veilchen ihre Anwartschaft auf den inoffiziellen Titel eines Vizemeisters recht deutlich bestätigt. Und Tajouri-Shradi selbst hat zuletzt beim zweiten Heimsieg 2017 einmal mehr bewiesen, dass er da ist, wenn ihn Cheftrainer Thorsten Fink braucht.

Beim 4:1 gegen Sturm hat er die Violetten auf die Siegerstraße gebracht. Das 1:0, „das bisher schönste Tor meiner Karriere“, selbst erzielt und das 2:0 durch Petar Filipovic vorbereitet. Bei seinem eigenen Treffer aus 27 Metern schlug der Ball mit 97 km/h unhaltbar im Grazer Netz ein.

„Schöner und wichtiger ist aber, dass wir wieder drei wichtige Punkte geholt haben“, meint „Isi“ zu seinem Traumtor. Sein starker Auftritt ist schon wieder Vergangenheit, der Fokus vielmehr ganz auf die vier Zähler zurückliegenden Altacher gerichtet.

Der Flügelflitzer freut sich auf seinen Ex-Klub. Es geht aber um mehr als um ein Wiedersehen mit seinen früheren Kumpeln, mit denen er 2014 als Austria-Leihgabe Meister der Sky Go Ersten Liga wurde und damit den Aufstieg ins Oberhaus geschafft hat.

© Bildagentur Zolles KG Traumtor gegen Sturm Graz

Ex-Altacher: „Auf dem Platz gibt es keine Freunde“

„Auf dem Platz gibt es keine Freunde, sondern es geht ausschließlich um Punkte. Wir wollen wieder einen Dreier einfahren, aber es wird eine sehr schwere Aufgabe“, betont der 23-Jährige vor seinem 42. Pflichtspiel in dieser Saison (9 Tore/7 Assists) mit einem Blick auf die Heimtabelle.

Vor eigenem Publikum sind die Altacher mit 10-3-2 die Nummer zwei hinter RB Salzburg. Der „Winterkönig“ 2016/17 ist nun aber schon sechs Runden sieglos und beendete die Torsperre erst nach fast neun Stunden (529 Minuten) mit dem 3:3 zuletzt in St. Pölten.

„Wir wissen, dass der Gegner längere Zeit nicht gewonnen hat, unsere Erfolge geben uns jedenfalls Selbstvertrauen“, meint „Isi“. Für den Hit werde man alles geben, verspicht er für den Auftritt in der Cashpoint-Arena, wo er von Jänner 2014 bis Sommer 2016 zwei „wunderbare Jahre“ hatte.

© Bildagentur Zolles KG Gegen seinen Ex-Klub Altach ist der 23-Jährige wohl gesetzt.

„Bin dankbar für zwei wunderbare Jahre in Altach“

„Ich bin dankbar, diese Zeit war super für meine Entwicklung“, versichert Tajouri-Shradi. Und wie schätzt er die aktuelle Ausgangsposition vor unserem Auswärtsmatch ein? „Ich glaube nach drei Siegen können wir sagen, wir sind Favorit.“

In den letzten fünf Runden der Punktekampagne bleibt das violette Ziel der zweite Platz. „Alle fünf Spiele werden nicht leicht werden, aber wir werden weiter Vollgas geben“, kündigt Tajouri-Shradi an, der in Bezug auf den 4:1-Sieg gegen Sturm anmerkt:

© Bildagentur Zolles KG Bísher agierte Tajouri-Shradi meist als 'Joker'

Heimsieg gegen Sturm wurde Venuto gewidmet

„Wir wollten unbedingt gewinnen und den Sieg Lucas widmen“, erklärte „Isi“ die Geste, als jeder Torschütze das Trikot von Venuto mit der Nummer 11 in die Höhe hielt. Das Leiberl des Brasilianers, der im Derby einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten hatte und von Klubarzt Alexander Kmen operiert wurde, hat unser steirisches Zeugwart-Duo Gitti und Harry zum Match mitgenommen. „Ich bin nach meinem Tor zu ihnen gelaufen und habe mich bedankt.“ Sie hatten prophezeit, dass „Isi“ mit seinem Linken treffen würde.

Venuto war vor, während und nach der Sturm-Partie allgegenwärtig. Beim Aufwärmen hatten alle unsere elf Startelfspieler ein Trikot an, auf dem jeweils ein Buchstabe von „Lucas Venuto“ gedruckt war. „Wir wünschen Lucas gute Besserung und alles Gute. Er wird sicher stärker zurückkommen als er war“, sagt Tajouri-Shradi stellvertretend.

Tajouri-Shradi stand gegen Sturm Graz erstmals seit 8.4. in Wien (1:2 gegen St. Pölten) wieder in der Startelf. Bei unserem jüngsten Erfolg über Altach am 21.8.2016 im Happel-Stadion hat er beim 3:1 das 1:0 erzielt und das 2:1 durch Kevin Friesenbichler vorbereitet. Das 3:1 war übrigens unser einziger Dreier in den vergangenen fünf Duellen mit den Altachern..  

Als Altach-Spieler hat der in der Schweiz geborene Sohn eines libyschen Diplomaten gegen die Austria übrigens in sechs Pflichtspielen ebenfalls einmal getroffen. Und das im Schnabelholz auf ungewöhnliche Art und Weise. Er überraschte am 3.10.2015 bei unserem 2:1-Sieg Keeper Robert Almer mit einem direkten Corner.  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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