Bundesliga 11.05.2017, 15:00 Uhr
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ROTPULLER: „MIT INTENSIVER ARBEIT DEM ZIEL ENTGEGEN“

Seit dem 2:0 auswärts im Derby am 23. April in der 30. Runde hat der FK Austria Wien den zweiten Tabellenrang in der tipico-Bundesliga inne. Dort wollen die Veilchen auch bis zum Schluss der Meisterschaft am 28. Mai bleiben und damit das Europacup-Ticket lösen.

© Bildagentur Zolles KG Rotpuller: „Mit intensiver Arbeit dem Ziel entgegen“

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„Dass uns in den letzten vier Spielen nichts geschenkt wird, dessen sind wir uns alle bewusst. Wir müssen jetzt nochmals drei Wochen intensiv arbeiten, dann glaube ich, können wir Vizemeister werden“, sagt Lukas Rotpuller vor der 33. Runde.

In dieser haben wir am Samstag (18:30 Uhr) im Happel-Stadion die SV Ried zu Gast. Die Innviertler sind Träger der Roten Laterne und alles andere als der dritte Heimsieg 2017 nach dem 3:0 gegen WAC und dem 4:1 gegen Sturm Graz wäre eine violette Enttäuschung.

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„Vorlegen und damit Verfolger unter Druck setzen“

„Wir können am Samstag vorlegen. Es gibt nichts Besseres als beide Rivalen unter Druck zu setzen. Wir wollen uns den zweiten Platz nicht mehr nehmen lassen“, erklärt Rotpuller, Mitglied des Kaders in der Meistersaison 2012/2013, die Wichtigkeit eines vollen Erfolges der Violetten gegen die Rieder.

„Zuerst auf uns schauen, dann den Schlager verfolgen“, lautet daher die vom Burgenländer ausgegebene Austria-Parole für das Wochenende. Rotpuller und Co wissen, dass sie jeden Gegner ernst nehmen müssen. Die Rieder haben unter ihrem neuen Trainer Lassaad Chabbi Auftrieb.

„Sie treten selbstbewusster und offensiver auf. Ich glaube, sie haben neuen Mut geschöpft. Das ist in den jüngsten Spielen immer wieder zu sehen gewesen. Da müssen wir ordentlich Gas geben, das ist fix. Es wird sicher keine leichte Hürde“, erwartet Rotpuller kämpferische „Wikinger“.

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Burgenländer wünscht Riedern Klassenerhalt

Der Burgenländer traut den Oberösterreichern den Klassenerhalt zu. Sie hätten sicher Qualität, in der höchsten Spielklasse zu bleiben, betont der 26-Jährige und ergänzt: „Ich würde es ihnen wünschen, dass sie oben bleiben. Sie haben mir zu einem wichtigen Schritt in meiner Karriere verholfen.“

2011/12 war der Rechtsfuß als Austria-Leihgabe in Ried tätig gewesen und bestritt gegen uns vier Ligapartien (2-0-2/0 Tore und Assists). Als Veilchen ist seine Bilanz gegen den Ex-Klub hochpositiv (8-4-1/1 Tor). Am 5.3.2016 war Rotpuller beim 3:1-Sieg in der Generali-Arena per Kopf zum wichtigen 1:1 erfolgreich.

Das 1:0 hatte übrigens Petar Filipovic, damals noch im SVR-Trikot, ebenfalls per Köpfchen in Hälfte eins erzielt. Für uns trafen nach der Pause noch Alex Grünwald (64.) und Larry Kayode (94.). „Hin und wieder kann ich auch in der Offensive helfen“, erinnert sich Rotpuller an diese Partie.

Thorsten Fink ist froh, dass sein zuletzt in Altach gesperrt gewesener Innenverteidiger wieder in die Startelf zurückkehren wird. Der Chefcoach muss die Viererkette gegen Ried neuerlich umstellen, weil diesmal mit Jens Stryger Larsen und Filipovic gleich zwei Abwehrleute gesperrt sind. Für den Dänen dürfte David De Paula rechter Verteidiger, für den Deutsch-Kroaten zentral neben Rotpuller, der vor seinem 40. Pflichtspiel in dieser Saison (5 Tore/2 Assists) steht, Mohammed Kadiri verteidigen.

„Kadiri hat gezeigt, dass er gute Ansätze hat, aber er braucht noch den nötigen Rhythmus. Den kann er nicht haben, weil er ja noch nicht so oft eingesetzt wurde“, sagt Fink über den Afrikaner. Und zu De Paula als rechter Verteidiger meint er: „Er hat öfters gezeigt, dass er Jens ganz gut ersetzen kann.“

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Rotpuller und Kadiri als Duo gegen Ried schon siegreich

Rotpuller und Kadiri als Paar in der Innenverteidigung hat es schon einmal gegeben. Am 4.3.2017 hat es funktioniert, wie der 3:0-Sieg bewies. Der Gegner hieß damals auswärts Ried. Während Rotpuller schon 140 Pflichteinsätze (10/4) für die Austria absolvierte, hat der 21-jährige Ghanaer erst sieben Ligamatches in den Beinen.

Die Rotpuller-Kadiri-Premiere als Startelf-Abwehrduo im März in Ried ist Rotpuller gegenwärtig: „Am Anfang war es ein turbulentes Spiel. Wir haben dann unsere Konter sehr gut zu Ende gespielt und im richtigen Moment zugeschlagen“. Durch Raphael Holzhauser per Freistoß sowie Kayode und Lucas Venuto.

Zuletzt musste Rotpuller beim 1:1 in Altach wegen seiner gegen Sturm Graz erhaltenen Gelbroten Karte daheim vor dem TV-Gerät tatenlos zusehen. Mit dem Ergebnis, der vierten Partie ohne Niederlage (3-1-0), war er freilich zufrieden, wurden doch damit die viertplatzierten Altacher auf Distanz gehalten. „Wir haben alles selbst in der Hand, das ist immer das Entscheidende!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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