Profimannschaft 27.04.2017, 11:15 Uhr
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PIRES VOR STURM: „WOLLEN UNBEDINGT ZWEITER BLEIBEN“

Felipe Pires ist dieser Tage traurig, weil sich im Derby sein Landsmann Lucas Venuto schwer verletzt hat. Trotzdem ist der Brasilianer voll und ganz auf das Heimspiel gegen Sturm Graz (Samstag, 16:00 Uhr, im Happel-Stadion) fokussiert.

© Bildagentur Zolles KG Pires vor Sturm: „Wollen unbedingt Zweiter bleiben“

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Der prestigeträchtige 2:0-Triumph in Hütteldorf war wichtig für die ganze Austria-Familie: „In den kommenden zwei Spielen müssen wir unsere Aufgaben erledigen. Wenn uns das gelingt, dann werden wir am Saisonende Zweiter“, glaubt der Flügelflitzer vor dem Hit gegen die „Blackies“.

Dabei wirft er auch einen Blick auf das Restprogramm der drei Anwärter auf die zwei Ränge hinter Spitzenreiter RB Salzburg, die fix zur Teilnahme an der UEFA-Europa-League-Quali berechtigen. „Gewinnen wir gegen Sturm, sind wir einmal fünf Punkte vor den Grazern“, rechnet Felipe vor.

Die Steirer müssen dann auch noch gegen den derzeitigen Vierten SCR Altach sowie unseren Stadtrivalen in der Fremde antreten. Aber auch die Vorarlberger, die am Samstag in St. Pölten spielen, sind am 7. Mai (16:30 Uhr) noch unser Gegner im „Ländle“. Im Oktober haben wir gegen St. Pölten, Mattersburg, Rapid und Sturm vier  Siege in Folge geholt.

© Bildagentur Zolles KG 'Matchwinner' im Wiener Derby

„Vizemeister Austria klingt gut!“

Wie klingt „Vizemeister“? „Ja, natürlich gut, das täte auch Lucas gut“, antwortet Pires und verspricht: „Wir werden dafür in den letzten sechs Runden nochmals Vollgas geben und alles versuchen, um den zweiten Platz ins Ziel zu bringen!“ Die Abschlussrunde der Saison 2016/17 bestreiten die Veilchen am 28. Mai (16:30 Uhr) beim FC Admira.

Pires und Co. fühlen sich für den heißen Endspurt gerüstet. Das Derby gibt Kraft. „Mit der Leistung im Derby können wir sehr zufrieden sein, mit meiner bin ich es auch“, sagt Pires, der sein erstes Tor im Stadtduell spontan Lucas widmete. Dieser erzielte in Minute 22 bereits seinen dritten Ligatreffer.

© Bildagentur Zolles KG Gegen Mattersburg steuerte Pires ein Tor und eine Vorlage bei.

‚Wir waren kompakt, clever, diszipliniert‘

Leider blieb Venuto nach dem Schlusspfiff das Feiern vor dem violetten Fan-Sektor versagt. „So ungerecht kann Fußball sein. Es kann alles passieren, jedem und überall, nicht nur Lucas“, versucht Pires sich in die Lage seinen Freundes zu versetzen. Aber Pires nimmt letztlich auch Positives vom Derby mit.

Die Leistung sei die beste der Austria in dieser Meisterschaftssaison gewesen, hält er fest. „Wir sind sehr, sehr zufrieden. Wir waren kompakt, clever, diszipliniert und mit unseren Kontern nach vorne unglaublich gefährlich.“ Das lag auch am geänderten System mit einem offensiver agierenden Raphael Holzhauser auf der Achter-Position neben unserem „Zehner“ Alex Grünwald.

„Das ist eine sehr gute Variante, die wir schon nach der Pause beim 3:0 in Mattersburg erstmals probiert haben. Es ist ein gutes System, auch gegen Sturm möglich“ sagt Pires, der auf dem Trikot die Nummer 95 in Anlehnung an sein Geburtsjahr trägt.

© Bildagentur Zolles KG Der Flügelspieler agiert in Top-Form.

Pires: „Meine beste Phase seit ich Austrianer bin!“

Pires und die Austria sind rechtzeitig wieder auf Touren gekommen. Pires scorte sowohl in Mattersburg (3:0/je 1 Tor und Assist) als auch im Derby. „Das ist meine beste Phase, seit ich bei der Austria bin. Vielleicht findet sie gegen Sturm ihre Fortsetzung“, hofft unser linker Flügelspieler.

Wichtig sei gegen die Steirer aber nicht ein Tor von ihm, sondern ein weiterer Dreier. Mit Sturm verbindet der Rechtsfuß, der am Samstag vor seinem 45. Pflichtspiel 2016/17 (7 Tore/8 Assists) steht, gute Erinnerungen. Gegen die Steirer hat er am 18.2.2017 in Graz beim 4:0 mit seinem ersten Liga-Tor für die Veilchen den Endstand besorgt.

Diese Premiere hat in Brasilien sein Vater vor dem TV-Gerät versäumt, weil er in der 90. Minute bei 2:0 gemeint hat, es würde nichts mehr passieren und er aus dem Zimmer gegangen war. Er hatte nicht mit seinem Sohn gerechnet, der in Minute 96 seinen Auftritt hatte.

© Bildagentur Zolles KG Regelmäßige Besuche bei seinem 'Bruder' Venuto

Pires steht Venuto jetzt zur Seite

„Diesmal hat der Papa alles im Fernsehen live gesehen und sich riesig gefreut. Doch er war ebenfalls traurig über die schwere Verletzung von Lucas“, erzählt unser im Großraum Sao Paulo geborene Legionär, der sich in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt um Venuto kümmern wird.

Den ganzen freien Montag hatte Pires mit seiner Frau bei Venuto und dessen Gattin verbracht. „In den Stunden nach der Verletzung ging es ihm nicht gut. Ich bin sein Bruder, wir sind eine Familie. Ich stehe in guten und schlechten Zeiten zu ihm“, versprach der 22-Jährige, der anmerkt:

„Für uns ist es nicht so leicht. Unsere Familien sind rund 15.000 Kilometer weg von uns“, erzählt Pires, der mit seinem Landsmann zweimal pro Jahr seine Heimat und Verwandte besucht. Die nächste Visite ist Ende Mai/Anfang Juni geplant, aber der Flug noch nicht gebucht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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