Profimannschaft 03.05.2017, 10:06 Uhr
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MARTSCHINKOS FINISH-DEVISE: „HABEN ALLES IN UNSERER HAND“

Im zweiten direkten Duell um einen Startplatz für die Qualifikation zur UEFA Europa League steht uns in der 32. Runde wieder der Tabellendritte gegenüber. War es zuletzt daheim der SK Sturm, ist es diesmal auswärts und am Sonntag (16:30 Uhr) der SCR Altach.

© Bildagentur Zolles KG Martschinkos Finish-Devise: „Haben alles in unserer Hand“

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Unser Vorsprung auf die Vorarlberger, die als Erster überwintert haben, könnte mit einem vollen Erfolg von derzeit vier auf sieben Zähler ausgebaut werden. „Wir wollen natürlich auch dort gewinnen“, sagt Christoph Martschinko, der wie alle Veilchen nach zuletzt drei Siegen in Folge vor Selbstvertrauen strotzt.

„Es liegt jetzt an uns. Wir haben alles selbst in unserer Hand, wollen bis zum Ende so viele Punkte wie möglich mitnehmen“, gibt der Linksverteidiger die Devise für das Saisonfinish aus.

Nach Altach kommt die SV Ried ins Happel-Stadion (13.5./18:30 Uhr - direkt online die Tickets sichern), wartet auswärts der WAC (20.5./18:30 Uhr), gastiert Spitzenreiter RB Salzburg (25.5.) im Prater (Tickets sind ab Freitag erhältlich) und spielen wir noch beim FC Admira (28.5./jeweils 16:30 Uhr). Unsere Mannschaft ist in dieser Woche aber nur auf die Vorarlberger fokussiert.

© Bildagentur Zolles KG Beim 3:0-Sieg gegen Mattersburg.

„Im Ländle wie zuletzt mit Vollgas auftreten“

Dafür sorgt Cheftrainer Thorsten Fink aus gutem Grund, obwohl der Gegner sechs Runden sieglos ist und zuletzt in St. Pölten (3:3) erstmals nach 8:49 Stunden wieder getroffen hat. „Es gibt aber überhaupt keinen Grund, sie zu unterschätzen“, betont „Tschinki“.

Vielmehr müsse die Austria so wie in den vergangenen drei Spielen, die ebenso viele Siege gebracht haben, mit Vollgas auftreten und über 90 Minuten konzentriert arbeiten, fordert der Südsteirer vor dem Hit in der Cashpoint-Arena.

Austria und Altach – das war zuletzt keine Liebesbeziehung in violett, wie vier Niederlagen und ein Sieg in den vergangenen fünf Ligapartien im Ländle statistisch beweisen. Die Ausnahme, das 2:1 am 3. Oktober 2015, ist das einzige, an das sich Martschinko wirklich gerne erinnert.

„Kochi (Anmerk.: Fabian Koch) hat in einem harten und engen Spiel nach etwas mehr als einer Stunde unser Siegestor erzielt“, weiß der 23-Jährige, der damals der 1:0-Führung der Gastgeber durch Ismael Tajouri-Shadri, der damals an die Vorarlberger verliehen war, tatenlos zusehen musste. „Isi“ hatte einen Corner direkt verwandelt.

© Bildagentur Zolles KG Torjubel in Mattersburg

Vor Egalisierung der 59 Punkte-Marke aus Vorsaison?

Martschinko erwartet auch diesmal ein „sehr umkämpftes und enges Spiel“ wie es vor rund zweieinhalb Jahren war. „Wir müssen alles dafür tun, um drei Punkte aus dem Schnabelholz mitnehmen zu können.“ Ein zusätzlicher Ansporn ist, dass man mit einem weiteren Dreier die Ausbeute aus der gesamten vorigen Saison mit 59 Punkten egalisieren würde.

„Vor einem Jahr haben wir damit die Meisterschaft als Dritter beendet. Doch heuer wollen wir ja unbedingt Zweiter werden“, versichert der 23-fache U21-Teamkicker vor seinem 71. Pflichtspiel (2 Tore/4 Assists) im violetten Dress. Er hält derzeit bei 146 Bundesliga-Spielen (vorher SC Wr. Neustadt und Grödig/4/11).

Der Steirer sprach nach dem Sturm-Match davon, dass man die Aufgabe „klug“ gelöst habe. „Die erste Hälfte war ausgeglichen, wir waren aber konsequenter und haben zwei Tore erzielt. Daher ging der Sieg in Ordnung“, befand er in seinem Rückblick.

Nach der Pause habe man viele Chancen herausgespielt und nochmals zwei Treffer nachgelegt. „Und nach dem Ehrentor der Grazer und der gelbroten Karte für Rotpuller haben wir es über die Distanz gebracht“, war der Linksverteidiger mit dem Auftritt gegen die Steirer voll zufrieden.

© Bildagentur Zolles KG Christoph Martschinko mit Cheftrainer Thorsten Fink.

Schuhwechsel gehört zu jedem Spiel

In der Pause hat er übrigens seine Schuhe gewechselt, ist von Rot auf Neon umgestiegen. Das macht er in jedem Match, seit er in Wiener Neustadt einmal ein Spiel im Regen verloren hat. „Die Schuhe waren zur Pause sehr nass, das Wasser ist drinnen gestanden“, erzählt „Tschinki“.

Im nächsten Spiel regnete es wieder, der Platz stand unter Wasser. In der Pause tauschte er die Schuhe und siehe da: „Wir haben gewonnen!“ Dem Ritual ist er auch bei trockenem Wetter treu geblieben. „Ich schwitze ja auch, wechsle die Stutzen etc. Unser Zeugwart Harry weiß, was ich brauche, ist wie ich ein Steirer.“

© Bildagentur Zolles KG Beim 4:1-Heimerfolg gegen Sturm Graz.

„Wir stehen alle hinter Venuto“

Unser Harry spielte auch im Sturm-Match eine wichtige Rolle. Er hatte das Trikot von Venuto auf die Ersatzbank mitgenommen. Bei jedem Tor jubelten unsere Spieler mit dem Leiberl. „Wir wollten Lucas damit zeigen, dass er bei uns ist, auch wenn er nicht in der Kabine sein kann“, klärt Martschinko diese Geste auf.

Der Kreuzbandriss, den sich der Brasilianer im Derby am rechten Knie zugezogen hat, und der ihn zu einem langen Ausfall zwingt, tue der ganzen Mannschaft weh, versichert unser Mann mit der Nummer 28 und ergänzt: „Es ist selbstverständlich, dass alle hinter ihm stehen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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