Bundesliga 24.05.2017, 09:04 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

GRÜNWALD: „WILL MAN BULLEN SCHLAGEN, MUSS ALLES PASSEN“

Der erste Sieg gegen RBS seit Herbst 2014 wäre ein großer Schritt in Richtung Platz zwei. Die ersten 45 Minuten beim letzten Duell in Salzburg geben Mut. Kapitän Alex Grünwald spricht über den Kampf um die Vizemeisterschaft, das anstehende Topspiel und hofft auf eine tolle Kulisse im Happel-Stadion (Donnerstag, 16:30 Uhr).

© Bildagentur Zolles KG Grünwald: „Will man Bullen schlagen, muss alles passen“

Jetzt Tickets sichern und unsere Veilchen unterstützen: Direkt online - oder an den anderen üblichen Verkaufsstellen.

Auch Manuel Ortlechner, der seine Karriere bei den Austria Amateuren beim letzten Saisonspiel der Ostliga am Freitag beendet, sowie Aleksandar Dragovic werden vor Ort sein.

Im letzten Heimspiel des FK Austria Wien in der tipico Bundesliga 2016/17 gibt sich mit RB Salzburg der neue und alte Meister am Donnerstag (16:30 Uhr) im Happel-Stadion die Ehre.

Dass die Gäste in der Favoritenrolle sind, ist keine Frage. Doch im Kampf um den inoffiziellen Vizemeistertitel benötigen die Hausherren noch ein paar Punkte. Perfekt wäre der Feiertag für sie, würden sie den ersten Sieg über die „Bullen“ seit 21.9.2014 (3:2 in Salzburg) landen.

„Wenn man die Salzburger schlagen will, dann muss wirklich alles zusammenpassen. Die Grundtugenden müssen sowieso auf dem Platz gebracht werden, dazu müssen wir auch kompakt stehen und das Spiel solange wie möglich offen halten“, sagt Alex Grünwald.

Dabei sei auch zu akzeptieren, dass der Gegner vielleicht auch einmal mehr Ballbesitz habe. Unser Kapitän erinnert an das schmerzliche 0:5 am 19.3.2017 in Salzburg und unsere tollen ersten 45 Minuten. „So wie wir in der ersten Hälfte damals gespielt haben, glaube ich, hat keine Mannschaft dominiert.“

© Bildagentur Zolles KG

‚Wir wollen es unbedingt wieder schaffen‘

Grünwald ist einer von fünf Austrianern, der die „Bullen“ schon gezähmt hat. „Wenn wir unsere Chancen nützen und noch kompakter stehen als damals, dann könnte etwas möglich sein“, sagt einer, dar das Gefühl des Siegens gegen die „Bullen“ kennt.

Neben ihm kamen beim jüngsten Sieg im Herbst 2014 noch Jens Stryger Larsen, Lukas Rotpuller und David de Paula zum Einsatz, Goalie Osman Hadzikic saß auf der Ersatzbank.

Seit damals gelang in zehn Liga-Versuchen kein Dreier mehr (0-3-7). „Ja, wir haben gegen die Salzburger schon lange nicht gewonnen. Wir wollen es unbedingt wieder schaffen. Das nehmen wir uns fest vor. Ob’s reicht, wird man sehen“, kündigt Grünwald an.

Mit diesem Ziel geht jeder Spieler ins Match, in dem die Taktik ein mitentscheidender Faktor sein wird. Man müsse taktisch überlegen, sagt Grünwald, nicht sofort ins offene Messer zu laufen. „Denn wenn wir remis spielen und gegen Admira gewinnen, sind wir auch durch“, betont der 28-Jährige.

© Bildagentur Zolles KG

„Mit kühlem Kopf Partie angehen“

Auf jeden Fall warten noch zwei sehr schwere Aufgaben auf Grünwald und Co. Vor Salzburg und Admira (auswärts) weist die Austria drei Punkte Vorsprung auf SK Sturm Graz auf.

„Ich bin lieber in dieser Ausgangsposition als in der von Sturm Graz, weil wir drei Zähler mehr haben“, betont Grünwald. Das bedeutet, dass die Steirer, die daheim noch gegen Admira und dann in Wolfsberg spielen, zumindest vier Punkte holen müssen, um vielleicht auf der sicheren Seite zu sein.

„Wir treten ebenfalls noch gegen die Südstädter an, gegen die wir eine Rechnung offen haben. Wenn wir es schaffen, gegen Salzburg zu überraschen, dann schaut’s ganz gut aus“, hofft „Grüni“, der am Donnerstag guten Besuch im Prater erwartet.

© Bildagentur Zolles KG

Kapitän und Co hoffen auf gute Kulisse

„Man hat gesehen, wenn uns die Fans unterstützen, pushen und zahlreich ins Stadion kommen, haben wir meistens auch sehr gute Leistungen gebracht“, baut der Kapitän in der überaus wichtigen Partie auf den „zwölften Mann“. An Hilfe von den „Bullen“, die aufgrund des bevorstehenden ÖFB-Samsung-Cupfinales nicht die stärkste Elf aufbieten könnten, glaubt der Kärntner nicht.

„Weil am Sonntag gibt es ja auch noch die 36. und letzte Liga-Runde. Für ihre optimale Cup-Vorbereitung erwarte ich gegen uns jene Elf, die dann auch im Finale spielen wird“, vermutet Grünwald, der andererseits sicher ist, dass das 1:2 zuletzt in Wolfsberg keine Nachwirkungen bei Austria hinterlassen hat.

© Bildagentur Zolles KG

Selbstvertrauen durch 1:2 beim WAC nicht angeknackst

„Wir haben sehr wenig zugelassen, auch unsere Chancen gehabt, unser Selbstvertrauen ist durch die Niederlage nicht angeknackst“, versichert unser Linksfuß vor seinem 161. Liga-Spiel (je 37 Tore und Assists) im Austria-Trikot.

Natürlich wäre man im ersten Moment wegen der Niederlage enttäuscht gewesen, doch später habe man sich schon gefreut, das vor der Saison ausgegebene erste Ziel, nämlich die Europacup-Qualifikation, erreicht zu haben. Die Last, das Ziel doch noch zu verlieren, ist jetzt nicht mehr da!

Jetzt gehen die Veilchen daran, das zweite Ziel ebenfalls zu erreichen. „Natürlich wollen wir uns gegenüber der vorigen Saison, die wir als Dritter beendeten, verbessern“, erklärt der Kapitän vor dem Schlager des vorletzten Spieltages.

© Bildagentur Zolles KG

Über die Bedeutung des Vizemeistertitels

Der inoffizielle Titel eines Vizemeisters wäre für alle Beteiligten von immenser Bedeutung. „Damit hätten wir in der Qualifikation zur UEFA Europa League eine Runde weniger zu bestreiten und eine Woche länger Urlaub“, klärt Grünwald vor dem Ende einer anstrengenden Saison mit insgesamt 52 Pflichtspielen auf.

Dem Blondschopf fehlt in der laufenden Liga noch ein Tor (bisher 9 Treffer/8 Assists), um seinen persönlichen Rekord von 2015/16 (9/9) zu überbieten. „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft gut spielen und unser Ziel schaffen, dann sieht die Welt für jeden einzelnen besser aus“, sagt er. Vielleicht hat er sich für das Finish sein Rekordtor aufgehoben!