Profimannschaft 08.03.2017, 16:19 Uhr
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SERBEST: „SO WEITERMACHEN WIE IN RIED“

Der FK Austria Wien hat in der 25. tipico-Bundesliga-Runde neuerlich die Chance, SCR Altach vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Was am 25.2. im Prater mit dem 1:3 im direkten Treffen nicht gelungen ist, könnte am Samstag im Fernduell ab 18:30 Uhr passieren.

© Bildagentur Zolles KG Serbest: „So weitermachen wie in Ried“

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Und das geht so: Feiern die Veilchen im Happel-Stadion gegen den Wolfsberger AC, den Ersten der unteren Tabellenhälfte, den ersten Heimerfolg 2017 und siegen die Vorarlberger gleichzeitig daheim nicht gegen SV Mattersburg, wäre die Rochade perfekt.

„Ich hoffe, dass wir gewinnen und damit oben nachrücken können“, sagt Tarkan Serbest vor dem Gastspiel der Kärntner, die zuletzt von vier Spielen in Wien (0-2-2/2:6) keines gewannen. Während die „Wölfe“ vorigen Samstag zuhause gegen Admira Wacker remisierten (1:1), hat die Austria alle Punkte aus Ried mitgenommen.

50. Bundesliga-Einsatz wartet

„Das war wichtig, denn wir haben dadurch Selbstvertrauen getankt. Wir wollen daheim so weitermachen“, meint Serbest, der gegen den WAC am Samstag vor seinem 50. Bundesliga-Einsatz steht. „Wenn ich mit der Mannschaft dieses Jubiläum erfolgreich abschließen könnte, wäre das perfekt für alle.“

Gegen die Altacher hatte Serbest wegen der fünften Gelben Karte pausieren müssen, das war bitter: „Umso wichtiger war, dass wir dann gleich auswärts in Ried gewonnen und hinten die Null gehalten haben“, resümiert er das jüngste Erfolgserlebnis.

„Kadiri hat die Aufgabe in Ried sehr gut gemeistert“

Gegen die Vorarlberger war in den ersten 45 Minuten Abdul Kadiri Mohammed auf Tarkans „Sechser“-Position aufgeboten worden. Der Ghanaer spielte nach dem Wechsel dann in der Innenverteidigung. Serbest nahm seinen „Teilzeit-Vertreter“, der damals erstmals in der Startelf stand, in Schutz und sprach ihm Mut zu.

„Für einen neuen Spieler ist das erste Spiel immer schwierig, gerade wenn er aus Afrika kommt. Er muss erst unser System verstehen lernen. Man hat gemerkt, dass er ein bisschen nervös war, aber zuletzt in Ried hat er es schon sehr gut gemeistert“, befand Serbest nach den ersten zwei vollen Pflichtspielen Kadiris.

Was der Westafrikaner noch vor sich hat, hat Tarkan bereits erreicht. Er ist unter Cheftrainer Thorsten Fink zu einem fixen Bestandteil der ersten Elf geworden und hat 2016/17 von 39 Pflichtspielen 37 (je 2 Tore und Assists) bestritten. „Vorige Saison habe ich auf meine Chance noch warten müssen, und in dieser Spielzeit habe ich sie genützt“, weiß unser defensiver Mittelfeldspieler, der topmotiviert in jedes Training geht:

Serbest: „Ich will auch jede Trainingspartie gewinnen“

„Ich will alle Spiele, auch jene im Training gewinnen. Das ist einer der Punkte, warum der Trainer mich so oft einsetzt“, glaubt der Mann mit dem „Winner-Gen“, der im Alter von zehn Jahren vom SV Donau gekommen ist.

Dass die Austria auf ihn auch in Zukunft setzt, bewies die kürzlich erfolgte Vertragsverlängerung bis 2021. Ob es dafür auch andere Gründe als den Trainer gab? „Austria ist mein Herzensklub. Ich fühle mich da sehr wohl, habe hier eine perfekte Entwicklung gehabt und unter diesem Trainer sehr viel Erfahrung sammeln können“, betont Serbest, der bereits seit März 2014 dem violetten Profikader angehört.

Mit der Ausbeute nach den ersten vier Spielen des Jahres, mit sieben von 12 möglichen Punkten, 9:4 Toren und dem dritten Tabellenplatz - nur zwei Punkte hinter Altach - können Serbest und Co durchaus zufrieden sein. „Wir können uns in der Defensive aber noch weiter verbessern“, betont der neunfache U21-Teamspieler.

Schlager gegen RBS folgt

„Und in der Offensive wissen wir, dass wir viele Stärken haben. Das beweist auch die Statistik. Als einziger Klub haben wir in jeder Runde zumindest ein Tor erzielt, Wir sind auf einem guten Weg“, stellt Serbest fest. 20 Treffer nach oder durch Standards sind ebenfalls Ligabestwert!

Vor der durch die ÖFB-Länderspiele gegen Moldawien (24.3./Wien) und Finnland (28.3./Innsbruck, Beginn je 20:45 Uhr) bedingten Ligapause gastiert die Austria nach dem WAC-Spiel noch bei Leader RB Salzburg. Auf den Schlager am 19.3. (16:30 Uhr) in der Mozartstadt will im FAK-Lager noch keiner blicken.

„Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und nicht weiter. Außerdem wird erst nach der 36. Runde abgerechnet. Schauen wir mal, was am Ende rauskommt. Aber wir wollen uns natürlich nicht abhängen lassen, sondern oben mitspielen“, erklärt Serbest das violette Ziel in der Liga. Platz zwei ist im Visier.