Profimannschaft 02.03.2017, 10:41 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

PROKOP UND CO WOLLEN WIEDER AN DIE LEISTUNG IN GRAZ ANSCHLIEßEN

Seit Dienstag läuft im burgenländischen VIVA-Landessportzentrum in Steinbrunn der Countdown des FK Austria Wien für das Duell mit Schlusslicht SV Ried. In der 24. Runde der tipico-Bundesliga wollen unsere Veilchen am Samstag (18:30 Uhr) im Innviertel ihr „Gesetz der Serie 2017“ prolongieren.

© Bildagentur Zolles KG Prokop und Co wollen wieder an die Leistung in Graz anschließen

Alle Ticket-Infos zum Auswärtsmatch gegen SV Ried.

Zur Erinnerung: Einer durchschnittlichen Leistung gegen Rapid (1:1) folgte laut Trainer Thorsten Fink eine hervorragende Vorstellung in Graz (4:0) und danach wieder eine schwächere Darbietung gegen Altach (1:3). Im vierten Pflichtspiel des neuen Jahres soll nun wieder Positives und Erfreuliches wie gegen Sturm gelingen. 

„Darauf hoffe ich. Schön wäre es, wenn wir dann danach dieses Muster verlassen könnten und noch ein bisschen konstanter werden“, sagt Dominik Prokop und versichert, dass aber zunächst der Fokus voll und ganz auf Ried gerichtet sei.

Das aktuelle Tabellenschlusslicht kassierte zuletzt fünf Niederlagen in Serie (2:14 Tore) „Ja, sie befinden sich derzeit in einer schlechten Situation. Sie werden aber alles geben, weil sie im spannenden Kampf gegen den Abstieg Punkte benötigen“, sagt Prokop warnend.

Prokop: „Wollen Trainer zum Jubiläum einen Sieg schenken“

Die Heimbilanz der Oberösterreicher (5-1-5/14:20 Tore) ist jedoch ausgeglichen. Das möchten die Wiener freilich ändern. „Wir wollen unserem Cheftrainer ein schönes Jubiläum bereiten“, meint Prokop in Anbetracht, dass Fink am Samstag zum 80. Mal in einem Pflichtspiel, zum 60. Mal in der Liga, auf unserer Bank sitzt.

Auch Prokop steht übrigens vor einem „kleinen Runden“:  Kommt er im Innviertel zum Einsatz, wäre es sein zehntes Spiel in der Meisterschaft. Bei unserem vergangenen Heimspiel gegen die Rieder am 19.11.2016 im Happel-Stadion wurde er in der 83. Minute eingewechselt und half mit, das 2:0 über die Distanz zu bringen.

Ried empfängt die Veilchen mit Neo-Coach Chabbi

Gegen ein solches Resultat hätte diesmal nicht nur der Mittelfeldspieler keine Einwände. „Zu null und zwei Tore wären top“, sagt er mit einem spitzbübischen Lächeln. Für Ried könnte der vielzitierte Trainer-Effekt sprechen. Und was sind die Pluspunkte für den Tabellendritten?

„Dass wir auf die Leistung von Graz aufbauen können. Altach war ein kleiner Rückschlag, aber ich denke, wenn wir gut weiterarbeiten wie bisher, dass wir grundsätzlich in einer guten Verfassung sind“, erklärt der Wiener, der die schulische Matura Mitte 2016 und die fußballerische Reifeprüfung (u.a. durch sein Tor beim 3:3 in Rom) öfters bestanden hat.

„Schwung aus dem Sturm-Spiel nach Ried mitnehmen“

„Altach vergessen, den Schwung aus dem Sturm-Spiel mit nach Ried nehmen“, lautet die von Prokop ausgegebene violette Devise. Nachwirkungen vom 1:3 gibt es keine. Das Match gegen die Vorarlberger wurde am Sonntag anhand von Videos mit den Trainern eingehend analysiert und aufgearbeitet.

„Um dieses Spiel so schnell wie möglich abhaken zu können und uns auf Ried vorzubereiten. Das haben wir gut hinbekommen, seit Dienstag sind wir voll auf das nächste Spiel eingestellt worden“, lässt Prokop die Tage nach seinem 15. Pflichtspiel und einem freien Montag nochmals Revue passieren.

Woran lag es, dass wir in den ersten zwei Spielen des Jahres nur einen Treffer und dann in einem Match gleich drei Tore hinnehmen mussten? Die ersten zwei Partien hätten bewiesen, dass in der Vorbereitung an der Defensivarbeit gut gearbeitet wurde. „Es kann aber nicht immer alles funktionieren.“

„Diesmal kam es zu einem sehr unglücklichen Foulelfmeter und zwei Kontertoren. Wir treten sehr dominant auf und sind eben anfälliger auf Konter. Die Altacher haben sie gut gespielt, das kann man eben nicht immer unterbinden“, versuchte der Wiener die 1:3-Niederlage zu erklären.

„Es war übrigens das erste Mal nach neun Ligaspielen, dass die Mannen von Fink vor der Pause Tore kassierten und in dieser Phase die dritte Niederlage einstecken mussten. Der violette Blick ist aber längst nur mehr nach vorne auf die drei Spiele vor der Meisterschaftspause (ÖFB-Länderspiele) gerichtet.

Prokop erhofft zwei Siege aus zwei Spielen

Nach Ried warten der WAC (11.3./18:30 Uhr Happel-Stadion) und Leader RB Salzburg (19.3./16:30 Uhr auswärts) auf die Austrianer. Vor der Reise in die Mozartstadt möchten Prokop und Co zweimal voll punkten. „Wollen wir in der Tabelle oben dranbleiben und auf Salzburg, Altach und auch Sturm Druck aufbauen, müssen wir zweimal gewinnen“, rechnet „Domi“ mit dem Maximum gegen die kommenden zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.

Derzeit beträgt unser Rückstand auf die zweitplatzierten Altacher wieder fünf Punkte, doch unsere Hoffnung auf den zweiten Platz lebt nach wie vor. „Auf jeden Fall, es gibt noch 13 Runden und im Ländle noch ein direktes Duell. Das ist noch aufzuholen“, macht der 38-fache ÖFB-Nachwuchsteamkicker (15 Tore) der ganzen Austria-Familie Mut.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
» zur Gesamttabelle