Bundesliga 16.02.2017, 14:45 Uhr
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SK STURM GRAZ – DER GEGNER IM PORTRÄT

Am Samstag (16:00 Uhr) gastieren die Veilchen in Graz. Wir blicken auf Führungsspieler, Stärken, Schwächen und stellen die Neuzugänge vor, bei denen sich eine Frage zwangsläufig aufdrängt: Kann Sturm Spielmacher Uros Matic ersetzen?

© Bildagentur Zolles KG SK Sturm Graz – der Gegner im Porträt
Erfahrener Abwehrchef Christian Schulz

SK Puntigamer Sturm Graz spielte eine hervorragende Hinrunde, krönte sich zum Herbstmeister, und liegt aktuell einen Punkt vor dem FK Austria Wien auf dem begehrten dritten Platz. Vorsicht ist für die Veilchen am Samstag (16:00 Uhr in der Merkur-Arena) vor allem In den 15 Minuten vor der Pause geboten, da erreichten die Grazer in den ersten 20 Runden mit neun Treffern den absoluten Spitzenwert.

Schulz, der ‚Fels‘ und Alar, der ‚Scharfschütze‘

In der Offensive stellen die ‚Blackies‘ mit Deni Alar (13 Tore) den Toptorjäger der Liga. In der Defensive entwickelte sich Sommer-Neuzugang Christian Schulz, der immerhin 357 Spiele in der deutschen Bundesliga in den Beinen hat, auf Anhieb zum Abwehrchef. Der 33-jährige Kapitän, der es auch zu vier Einsätzen im deutschen Nationalteam brachte, ist hinten der Fels in der Brandung der Grazer, den es am Samstag zu überwinden gilt.

Der Star des Sturm-Mittelfelds, Uros Matic hat den Verein dagegen im Winter in Richtung Kopenhagen verlassen. Der Spielmacher konnte ebenso wie Stürmer Bright Edomwonyi (Caykur Rizespor) gewinnbringend verkauft werden.

Spielmacher Uros Matic (l.) ist weg

Kann Sturm Spielmacher Matic ersetzen?

Sportdirektor Günter Kreissl holte dafür drei Neuzugänge: Der 22-jährige Mittelfeldspieler Martin Ovenstad kam vom norwegischen Erstligisten Strömsgodset IF. Baris Atik, der bis Sommer vom deutschen Bundesligisten Hoffenheim ausgeliehen ist, ist im offensiven Mittelfeld universell einsetzbar, am Flügel und im Zentrum.

Mittelstürmer Seifedin Chabbi wechselte vom FC St. Gallen nach Graz, kam dort im Herbst in der Schweizer ‚Super League‘ sechsmal zum Einsatz. Chabbi kickte in den Jahren zuvor bei Austria Lustenau in der Ersten Liga, erzielte dort in der Vorsaison 13 Tore.

Roman Kienast ist einer von fünf Ex-Austrianern im Sturm-Kader

Beim Fehlstart gegen Mattersburg kamen zwei ‚Neue‘ zum Einsatz

Auf der Trainerbank setzt der SK Sturm weiter auf Kontinuität. Einen Tag vor dem Frühjahrsstart verlängerte Trainer Franco Foda seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre. Der Auftakt gegen Mattersburg ging jedenfalls daneben, die Grazer verloren gegen das Tabellenschlusslicht unter Beobachtung von Austria-Chefcoach Thorsten Fink auswärts mit 0:1.

„Mattersburg war aggressiver, wir konnten uns an den Flügeln nicht durchsetzen, hatten viel Ballbesitz, aber Ballbesitz gewinnt kein Spiel. Die letzten 30 Minuten haben wir dann unser Spiel aufziehen können, hatten auch unsere Chancen, uns ist das Tor aber nicht gelungen, deshalb haben wir verloren. Das Zweikampfverhalten hat bei uns nicht gestimmt“, resümierte Foda.

Atik (74.) und Chabbi (60.) wurden gegen Mattersburg eingewechselt. Ovenstad kam noch nicht zum Einsatz. In der Startelf standen mit Fabian Koch und Sascha Horvath auch zwei Ex-Austrianer, derer gibt es im Sturm-Kader mit Marko Stankovic, Philipp Zulechner und Roman Kienast noch drei weitere, die aktuell allerdings nicht zum Stamm-Personal zählen.