Bundesliga 23.02.2017, 13:59 Uhr
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PIRES IST TOPMOTIVIERT FÜR DAS ALTACH-MATCH

In seinem 21. Ligaspiel für den FK Austria Wien ist es gelungen. Felipe Pires, seit Juli 2016 ein Violetter, hat zuletzt beim tollen 4:0-Triumph in Graz gegen SK Sturm sein erstes Tor in der tipico-Bundesliga erzielt. Und ist auf den Geschmack gekommen.

© amaspics.at Pires ist topmotiviert für das Altach-Match

Am Samstag (18:30 Uhr) treffen die Veilchen nun im Duell um Platz zwei im Happel-Stadion auf Altach. Jetzt Tickets sichern - oder mit dem sehr attraktiven Frühjahrsabo viel Geld sparen.

Der erste Treffer in der Liga, sein insgesamt fünfter im 36. Pflichtspiel (je zwei Tore im Europacup und ÖFB-Samsung-Cup), tat dem Flügelflitzer sichtlich gut. Nach seinem Goal zum Endstand freuten sich alle mit dem gut deutschsprechenden Brasilianer, gratulierten ihm zu der Premiere.

„Das Tor war gut für die Mannschaft und ich bin wirklich sehr glücklich. Jetzt will ich noch mehr Tore machen, ich bin topmotiviert“, sagt der Linksfuß und gestand, dass von ihm eine Last abgefallen sei. Druck von Seiten seiner Mitspieler oder der Trainer habe er nie gehabt, versichert er.

„Die Jungs haben mir Mut zugesprochen und die Trainer immer gesagt, das Tor komme von alleine, mache nur weiter und gib Gas“, erzählte Pires über die kollektive Unterstützung, die nun auch gegen den zweitplatzierten „Winterkönig“ SCR Altach zum Erfolg führen soll.

„Unser Plan für die ersten drei Spiele 2017 sind sieben Punkte. Wenn wir auch die Vorarlberger schlagen, dann haben wir dieses erste Ziel erreicht und sind Tabellenzweiter“, so Pires vor dem Schlager der 23. Runde.

Papa Pires versäumte Ligatorpremiere des Sohnes

Seine im Großraum Sao Paulo beheimatete Familie wird das Match wieder via Internet interessiert verfolgen, wie zuletzt jenes in Graz. Dabei hat Papa Pires das Tor seines Felipe versäumt. „Nach der 90. Minute meinte mein Vater, 2:0 sei der Endstand, und ist gegangen“, erzählt Pires Junior.

Erst die Mutter rief später den Vater zurück und machte ihn auf das Tor zum 4:0 in der 96. Minute aufmerksam. Daraufhin kamen natürlich auch aus Südamerika von Verwandten und Freunden viele Glückwünsche an den „Europäer“.

„Der Trainer sagt uns regelmäßig, dass wir immer weiter nach vorne spielen sollen, um mehr Tore zu erzielen“, betont Pires und klärte so auf, warum die Austria in der Punktekampagne am öftesten nach der Pause trifft. Ob der Bestwert gegen die Altacher in unserem zweiten Heimspiel des Jahres ausgebaut wird?

Revanche für bitteres 1:5 nehmen

Pires versichert, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen will. „Das 1:5 zuletzt in Altach tat sehr weh, es war unsere schlechteste Saisonleistung, für die wir nun Revanche nehmen wollen“, kündigt der Offensivgeist unmissverständlich an.

Das 1:5 hatten die Mannen von Cheftrainer Thorsten Fink nur drei Tage nach der 2:4-Heimniederlage in der UEFA Europa League gegen AS Roma Anfang November einstecken müssen. Pires kam dabei erst in der 46. Minute für Isamel Tajouri-Shradi zum Einsatz.

Die Schlappe im Ländle fasste Pires kurz so zusammen: „Kopf und Körper waren an diesem Tag nicht da. Wir haben schlecht gespielt, waren nicht konzentriert.“ Besser in Erinnerung ist uns Austrianern das 3:1 im bisher letzten Heimspiel gegen die Vorarlberger.

„Lucas, Isi und ich sind auf gleichem Niveau“

Am 21. August 2016 haben Tajouri-Shradi (zusätzlich ein Assist) und Kevin Friesenbichler im Doppelpack für unsere Treffer im Prater gesorgt. Pires war in der 72. Minute für seinen Freund Lucas Venuto, der zwei Assists verbuchen konnte, eingewechselt worden.

„Lucas, Isi und ich sind auf gleichem Niveau. Es ist egal, wer von uns spielt. Wir haben einen guten Kader“, meint Felipe, der viel Spaß und Freude hat, in dieser Mannschaft spielen zu dürfen. Er selbst ist schon ganz auf den Schlager gegen Altach fokussiert.

„Leistung von Graz wiederholen“

„Wenn wir aber wieder so eine gute Leistung wie gegen Sturm abliefern, können wir auch Altach schlagen“, glaubt der 21-Jährige, der weiter anmerkt: „An diesem Tag waren wir ziemlich gut, viel spielt sich auch im Kopf ab. Wenn wir alle wollen, alles geben, dann ist heuer noch viel für uns möglich“, ist Pires zuversichtlich. Nur müsse man jeden Gegner der Liga ernst nehmen.

Ziel ist, am Samstag-Abend als erster Jäger von RB Salzburg auf Platz zwei zu stehen.  Altach ist nach zwei Spielen 2017 noch sieglos und vom ersten auf den zweiten Tabellenplatz abgerutscht.

Die Vorarlberger haben unter ihrem neuen Trainer Martin Scherb bei Admira Wacker 1:1 gespielt und voriges Wochenende mit dem 1:2 gegen Aufsteiger SKN St. Pölten überraschend die erste Heimniederlage nach 13 Partien (davor 9-4-0 seit 23.4.2016) einstecken müssen.    

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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