Profimannschaft 08.02.2017, 13:53 Uhr
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HADZIKIC BLICKT 320. DERBY MIT GUTEM GEFÜHL ENTGEGEN

Osman Hadzikic, der vor seinem 30. Einsatz in der Meisterschaft steht, möchte für den Schlager gegen Rapid zwar keinen Favoriten nennen, kündigt aber voller Zuversicht und Vorfreude an: „Wir wollen zuhause, vor unseren Anhängern natürlich gewinnen – das ist ganz klar unser Ziel!“

© Bildagentur Zolles KG Hadzikic blickt 320. Derby mit gutem Gefühl entgegen

Am Sonntag, zum Abschluss der 21. tipico-Bundesliga-Runde, ist es endlich so weit: Ab 16:30 Uhr beginnt auch für den FK Austria Wien im Ernst-Happel-Stadion der Fußball im neuen Jahr wieder zu rollen. Und das gleich mit dem 320. Derby!

„Auf Tabellen- und Punktestand schaut man nicht“

Die zehn Zähler Vorsprung auf den Stadtrivalen, der unter Erfolgsdruck steht, bezeichnet der 20-Jährige als gute Basis. Jedoch nicht mehr. Ein Derby sei kein Spiel wie jedes andere. Die Euphorie, die Stimmung, die Rivalität, die Fans, da schaue man nicht auf den Tabellen- oder den Punktestand. Austria ist Vierter, Rapid Fünfter.

Auch wenn sein Blick in die unmittelbare violette Zukunft gerichtet ist, kommen bei „Ossi“ positive Gedanken an das jüngste Derby hoch. Gemeinsam mit Alex Grünwald, der einen Foulelfer zur 1:0-Führung durch Raphael Holzhauser herausholte, und den 2:0-Endstand selbst fixierte, war Hadzikic einer der ‚Väter des Sieges‘.

„Es war wunderschön als erste heimische Mannschaft im neuen Allianz-Stadion gewonnen zu haben“, erinnert sich der geborene Klosterneuburger an den 23.10.2016 in Hütteldorf. Es freue ihn, wenn er eine gute Leistung bringe und er so der Mannschaft helfen könne, meint der Schlussmann vor seinem vierten Derby im Oberhaus (bisher 1-0-2).

Mit Hadzikic schon 15-mal ohne Gegentor

In bisher insgesamt 40 Pflichtspielen in der Kampfmannschaft hat der U19-EM-Teilnehmer von 2015 einige Erfahrung, Abgeklärtheit und Sicherheit erworben. So hielt er 15-mal, davon allein zehnmal in der Bundesliga, seinen Kasten sauber.

„Klar, diese Quote freut mich. Was aber an erster Stelle zählt, ist die Mannschaft und nicht ich. Das ist immer so gewesen, und das wird auch so bleiben“, versichert Hadzikic, der wie jeder Tormann am liebsten immer zu null siegen möchte. Das ist keine Frage, das ist der Ehrgeiz, der in einem steckt.

Gehe man mit einem 2:1 oder 3:1 vom Feld, dann sei es auch schön, gibt unser Mann mit der Rückennummer 31 zu. Endet eine Partie einmal mit einem Remis, dann kommt es auf die Leistung und den Spielverlauf an. „Manchmal gibt es bei einer Punkteteilung freilich auch enttäuschte Gesichter, da man ja zwei Zähler verloren hat“, sagt „Ossi“.

Unsere Veilchen haben im Liga-Herbst in jedem Match zumindest ein Tor erzielt, was sie zuletzt in der Saison 1989/90 für die ersten 19 Runden geschafft haben. „Diese Serie wollen wir fortsetzen. Wir haben eine gute Offensive, oft reicht ein Treffer zum Erfolg, wenn wir hinten keinen kassieren“, betont Hadzikic.

Schweres Startprogramm: „Vollgas geben von Anfang an!“

Der Beginn hat es für die Violetten in sich. Nach dem Derby müssen wir zu Herbstmeister Sturm Graz, der als Dritter zwei Zähler vor uns liegt, und danach haben wir mit SCR Altach den aktuellen Winterkönig zu Gast. Es gibt wahrlich leichtere Gegner zum Start, vor dem keiner so recht weiß, wo er steht.

Hadzikic erzählt, dass unser Trainer die Mannschaft in der Vorbereitung auf den Punkt getrimmt hat: „Wir werden Vollgas geben von Anfang an. Wir wissen, was wir können und wollen dort fortsetzen, wo wir 2016 aufgehört haben“, verspricht unser Schlussmann optimistisch.

In den letzten elf Runden im alten Jahr haben wir nicht weniger als acht Spiele gewonnen und nur dreimal verloren! Gelingt es daran anzuknüpfen, dann hat der ÖFB-Nachwuchs-Teamkeeper keinen Zweifel, dass es mit der erneuten Europacup-Teilnahme klappen wird.

Wenn „Ossi“, der seit Jänner 2014 dem Profikader angehört und der im Herbst 2013 großen Anteil am Einzug ins Achtelfinale der UEFA Youth League hatte, weiterhin konstante Leistungen bringt und seine Vorderleute ihm dabei helfen, dann sollte das saisonale Minimalziel erreicht werden.

„Ossi“ wie zwei Mitspieler derzeit beim Bundesheer

Hadzikic ist bereit, auch wenn er seit 9.1.2017 wie Raphael Holzhauser und Marko Kvasina in Großmittel (Bezirk Wiener Neustadt Land) seinen ordentlichen Präsenzdienst ableistet. „Wir sind dort in einer Kompanie, pendeln oft zum Training ins VIVA-Sportzentrum in Steinbrunn“, erzählt der Vertreter von Robert Almer.

Stichwort Almer: Unser Kapitän befindet sich nach seiner Knieblessur weiterhin auf Reha. Der Steirer hatte sich die schwere Verletzung am 20.10.2016 beim bravourösen 3:3 im UEL-Gruppenspiel in Rom zugezogen. Seit damals vertritt ihn Hadzikic, der drei Tage später in der Derby-Startelf beim 2:0 in Hütteldorf triumphierte.