Profimannschaft 09.02.2017, 14:00 Uhr
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GRÜNWALD: „DERBY-SIEG DIESMAL VON BESONDERER WICHTIGKEIT“

Nach 56-tägiger Winterpause geht es für den FK Austria Wien in der tipico-Bundesliga endlich wieder weiter! Und wie 2016 kommt es dabei im ersten Heimspiel des Jahres gleich wieder zum Derby. Das 320. Prestigeduell steigt am Sonntag im Happel-Stadion (16:30 Uhr).

© amaspics.at Grünwald: „Derby-Sieg diesmal von besonderer Wichtigkeit“

Diesmal erhofft sich die violette Familie freilich ein anderes Resultat, als es vor zwölf Monaten (0:3 am 14.2.2016) in der Generali-Arena gegeben hat. Die Ausgangssituation ist 2017 eine viel bessere. Als Tabellenvierter weisen wir zehn Punkte Vorsprung auf den Fünften aus Hütteldorf auf.

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Erstes Spiel nach der Winterpause mit „Unbekannter“

„Ein Derby ist immer ein wichtiges Spiel, speziell nach der langen Pause, wenn die Teams nicht genau wissen, wo sie stehen und in welcher Form sie sich befinden. Natürlich hoffe ich, dass wir gewinnen“, sagt unser Kapitän Alexander Grünwald vor dem 60. BL-Stadtduell im Prater, wo wir mit 25:20 Erfolgen führen.

Mit einem Blick auf die Tabelle sieht der Kärntner den größeren Erfolgsdruck auf den Schultern des Gegners liegen. Andererseits wolle die Austria das Spitzentrio angreifen. Deshalb sei das Derby diesmal für beide Seiten immens wichtig, betont unser Offensivgeist.

„Wenn wir vorne dabeibleiben und eine realistische Chance auf den Titel haben wollen, dann müssen wir die ersten drei Spiele im Frühjahr alle gewinnen“, sagt Grünwald zur Auslosung. Diese hat für uns nach Rapid den Herbstmeister (Sturm Graz/auswärts) und den Winterkönig (SCR Altach/Happel-Stadion) parat.

Grünwald beendete zuletzt seinen Derby-Fluch

Die Steirer und die Vorarlberger sind als Dritter bzw. Erster unmittelbare Rivalen der Veilchen im „Kampf um Europa“. Auf die drittplatzierten Blackies weisen wir zwei, auf den aktuellen Leader fünf Punkte Rückstand auf. „Die ersten drei Spiele sind richtungsweisend für uns“, betont Grünwald.

Wenn man sie gut absolviere, dann werde nach oben alles möglich sein. Wenn nicht, werde es schwierig, erklärt unser „Zehner“ und gab dazu gleich die violette Derby-Devise aus: „Unser Ziel muss ein Sieg sein!“

Mit einem Remis, wie letztmals am 24.8.2014 (2:2 in der Generali-Arena), wäre das dienstälteste Veilchen nur dann eventuell zufrieden, wenn seine Mannschaft einen sehr guten Fußball zeigt, lässt er wissen. Doch alle sind auf einen „Dreier“ im Derby fokussiert. Zu schön war der 2:0-Triumph zuletzt am 23.10.2016 im neuen Allianz-Stadion gewesen.

Persönliche Derby-Bilanz: 9-7

Grünwald war damals einer der „Väter des Sieges“. Einen Foulelfer herausgeholt, den Raphael Holzhauser zur Führung verwandelte, den Endstand selbst fixiert. „Ich bin froh, dass ich damals endlich meinen Derby-Fluch mit meinem ersten Tor beendet habe.“

Und wer weiß, vielleicht lässt der zweitbeste Torschütze (21 Treffer) in der Trainer-Ära von Thorsten Fink gleich sein zweites Derby-Tor folgen? Derzeit hält „Grüni“, der seinen Vertrag kürzlich bis 2021 verlängerte, in insgesamt 21 Ligaspielen (davon zwei mit dem SC Wr. Neustadt) gegen Rapid bei 9:7-Siegen. Diesmal könnte er also ein „kleines Jubiläum“ (10. Derby-Sieg) feiern.

Individuelle Zahlen sind für Grünwald das eine, Erfolge der Mannschaft das andere, diese besitzen Priorität. Wie wichtig das 2:0 im Herbst war, hat man nach dem Triumph gemerkt: „Wir haben einen Schub bekommen, einen Lauf gehabt.“

„Wir glauben an unsere Chance“

Ein Derby-Sieg sei auch für die mentale Seite von großer Bedeutung. Er würde den Veilchen noch mehr Auftrieb zum Erreichen des Saisonziels verleihen: Europacup-Startplatz! Oder darf es ein bisschen mehr sein? „Wir sind ehrgeizig genug und wollen den Druck erhöhen. Wir besitzen noch zwei realistische Chancen auf einen Titel und wir glauben daran, zumindest einen erreichen zu können“, meint der Eishockey-Fan.

In 30 von 35 Pflichtspielen im Herbst (10 Tore/7 Assists) war Grünwald im Einsatz. Obwohl er im Sommer wegen Beckenproblemen fast die ganze Vorbereitung ausfiel, war er damit zufrieden. „Ich will diesmal unbedingt eine zweistellige Ausbeute in der Liga schaffen“, kündigt der Kärntner an.

Seine Bestmarke stammt aus der Saison 2015/16, als er es in der Liga auf je neun Treffer und Vorlagen brachte. „Man darf nie locker lassen, muss stets hart dafür arbeiten und Ziele haben, die man verfolgt“, verriet der Führungsspieler sein Vorhaben im Frühjahr.