Bundesliga 24.02.2017, 08:35 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

FRIESENBICHLER VERSPRÜHT OPTIMISMUS: „ALTACH IST ZU BIEGEN!“

Kevin Friesenbichler ist einer von drei Spielern des FK Austria Wien, die in der laufenden tipico-Bundesliga-Saison einen „Doppelpack“ geschnürt haben. Dem Stürmer gelang dies im ersten Heimspiel gegen SCR Altach, der am Samstag (18:30 Uhr) in der 23. Runde wieder im Happel-Stadion gastiert.

© Bildagentur Zolles KG Friesenbichler versprüht Optimismus: „Altach ist zu biegen!“

Jetzt Einzeltickets oder gleich das attraktive Frühjahrsabo sichern. Alle Fan-Infos für das Heim-Match gegen Altach.

„Ja, diesen Gegner habe ich in guter Erinnerung. Vielleicht geht’s wieder so auf“, blickt „Friese“ auf den 21. August 2016 im Prater zurück, als er in der Startelf stand und beim Stand von 1:1 innerhalb von sieben Minuten (61. bis 68.) den Violetten drei Punkte (Endstand 3:1) sicherte.

Abgesehen davon, ob er auch diesmal zum Einsatz kommt oder nicht, glaubt der Steirer, dass unsere Chancen auf einen Heimsieg recht gut stehen. „Wir haben einen Lauf, sind gut ins Frühjahr gestartet“, sagt der 22-Jährige in den Reihen des Tabellendritten zuversichtlich.

Seiner Meinung nach sind die Vorarlberger, die aus zwei Spielen 2017 erst einen Punkt (1:1 bei Admira und 1:2 daheim gegen SKN St. Pölten) ergattert haben, zu biegen. „Sie haben einen neuen Trainer, dessen Philosophie sie noch nicht so intus haben“, meint Friesenbichler.

Daher sieht er für unsere Veilchen gute Chancen, nach Sturm Graz vor einer Woche auch den „Winterkönig“ in der Tabelle überholen und zum ersten Verfolger von Spitzenreiter RB Salzburg avancieren zu können. „Wenn wir so ein ähnliches Spiel wie in Graz aufziehen können.“

Wie schwer es gegen die Altacher sein kann, verdeutlicht das bittere 1:5 im Ländle am 6.11.2016. Friesenbichler erklärt, was damals schieflief: „Sie sind nicht leicht zu spielen, weil sie hinten mit fünf Mann in einer Reihe stehen. Da ist es immer schwierig, zu vielen Torchancen zu kommen.“

Führungstor wäre wichtiger Schritt zum Sieg

„Wenn wir es schaffen, 1:0 in Führung zu gehen, wäre das ein wichtiger Schritt zu einem weiteren Dreier.“ Am liebsten wäre es ihm, wenn die Austria 3:0 gewinnt. „Und Martschinko, Rotpuller und ich die Tore dabei erzielen“, sagte Friesenbichler während dieser Woche beim gemeinsamen Frühstück mit den Genannten im burgenländischen Sportzentrum VIVA in Steinbrunn. „Doch bei Tschinki passieren Tore nicht so oft“, scherzte „Friese“.

Unser Angreifer ist jedenfalls für Samstag bereit. „Für einen Stürmer gibt jedes Tor, jeder Assist natürlich immensen Auftrieb. Ich hatte eine gute Vorbereitung und habe ordentliche Testspiele absolviert. Und als ich im Finish gegen Rapid (1:1) und in Graz eingewechselt wurde, habe ich mich gut präsentiert“, meint Friesenbichler.

Über Serbest-Sperre: „Haben gute Dichte im Kader“

Das Fehlen von Tarkan Serbest, der wegen der fünften Gelben Karte pausieren muss, lässt „Friese“ nicht als Ausrede gelten. „Tarkan ist zwar immer vor der Abwehr da und hält das Ganze mit zusammen, aber wir haben eine gute Dichte in der Mannschaft, können das auf jeden Fall kompensieren.“

Sollten unsere Violetten am Samstag den Gegner als Tabellenzweiter ablösen, dann bleiben Friesenbichler und Co. trotzdem auf dem Boden der Realität. „Es wird auch diese Saison nicht leicht, die Salzburger zu überholen. Sie verfügen in Österreich mit Abstand über die größten Möglichkeiten und die beste Mannschaft“, sagt unser Stürmer und fügt an: „Wir sind aber auch auf einem guten Weg und werden versuchen, diesen weiterhin beibehalten zu können. Vielleicht können wir den Favoriten ein bisschen ärgern.“

Nach Altach haben wir mit der SV Ried (derzeit Zehnter/auswärts am 4. März) und dem Wolfsberger AC (Sechster/daheim am 11. März, jeweils ab 18:30 Uhr) zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte als Gegner, ehe es am 19. März (16:30 Uhr) vor der Länderspielpause zum Duell mit den „Bullen“ in Salzburg kommt.

„Friese“ ein Altach-Spezialist: Vier Siege und vier Tore

Bis dahin wird Friesenbichler seine Ausbeute vielleicht schon weiter aufgestockt haben. Vor dem Match gegen Altach, seinem 30. Pflichtspiel in dieser Saison, hält der SCRA-Spezialist (4-0-3/4 Tore/1 Assist) bei insgesamt acht Treffern und vier Torvorlagen.

Übrigens steht der Steirer gegen Altach vor seinem 65. offiziellen Spiel im Austria-Trikot, bisher hat er dabei 19-mal ins Schwarze (darunter fünf Doppelpacks, zwei in der Liga, drei im Cup) getroffen und neun Goals aufgelegt. Kevin kann damit gut leben – trotz derzeit etwas unruhiger Nächte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Sohn Paul, der am 10. Jänner 2017, dem Tag des ersten Austria-Trainings nach dem Winterurlaub, das Licht der Welt erblickt hat, meldet sich in der Nacht hörbar. „Aber das ist ganz normal. Pauli geht’s gut, er entwickelt sich“, erzählt der stolze Vater, der auch eine Tochter, Helena, hat.

Und sollte jemand nicht wissen, wer neben Friesenbichler in dieser Ligasaison noch im Doppelpack für die Austria getroffen hat, hier die Auflösung zum ersten Absatz: Es waren Vizekapitän Alex Grünwald (gegen den Wolfsberger AC) und Lucas Venuto (SV Mattersburg).