Profimannschaft 01.03.2017, 11:24 Uhr
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FILIPOVIC HOFFT AUF COMEBACK GEGEN SEINEN EX-KLUB

Tarkan Serbest, der beim 1:3 gegen SCR Altach gesperrt war, steht dem FK Austria Wien am Samstag (18:30 Uhr) in der 24. Runde der tipico-Bundesliga auswärts gegen Schlusslicht SV Ried wieder zur Verfügung. Ob auch Petar Filipovic gegen die Innviertler wieder dabei sein wird, ist hingegen noch nicht sicher.

© Bildagentur Zolles KG Filipovic hofft auf Comeback gegen seinen Ex-Klub

Alle Ticket-Infos zum Auswärtsspiel in Ried (04.03., 18:30 Uhr).

Der Innenverteidiger, der gegen den „Winterkönig“ verletzungsbedingt pausieren musste, will natürlich unbedingt spielen. „Ich weiß noch nicht, schauen wir mal was am Ende der Woche sein wird“, sagt Petar vor der Partie gegen seinen Ex-Klub, für den er von Jänner 2015 bis Juni 2016 49 Pflichtspiele (4 Tore/2 Assists) absolvierte.

Filipovic plagte zuerst ein bisschen der untere Rückenbereich, was von einem leichten Bandscheibenvorfall herrührte. Das habe man relativ gut in den Griff bekommen. Daraufhin hat der Abwehrmann beim 4:0 in Graz mitgewirkt, vom Rücken zunächst nichts gespürt, aber ein leichtes Stechen im linken hinteren Oberschenkel gemerkt.

„Was sich später als kleiner Muskelfaserriss herausstellte“, erzählt der Deutsch-Kroate, nach dessen Meinung die Blessur mit dem Rücken in Zusammenhang stand. Der Patient suchte deshalb rund ein halbes Dutzend Mal Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München auf und erhielt dort auch einige Spritzen.

Der Doktor meinte, dass er zwölf bis 14 Tage pausieren müsse, ehe man wieder ans Spielen denken könne. Am Samstag, also dem Tag des Ried-Spiels, wären es genau zwei Wochen. Die Entscheidung, ob Filipovic in Ried ein Comeback geben und sein 35. Pflichtspiel im Austria-Dress bestreiten wird, fällt wohl knapp vor dem Match.

Fink: „Einer der besten Innenverteidiger der Liga“

Wie wertvoll der Legionär für die Veilchen ist, unterstrich Thorsten Fink erst wieder vor dem Altach-Match. Für unseren Cheftrainer ist er mit einer der besten linken Innenverteidiger der Liga. „Ein Ausfall ist ein schwerer Verlust für uns“, sagte der 49-Jährige Ex-Bayern-Spieler über Filipovic.

„Es ist immer schön so etwas zu hören, wenn der Trainer so über einen denkt. Das ist sehr positiv und eine Bestätigung meiner harten Arbeit“, bedankt sich Filipovic, der seit Juli 2016 ein Veilchen ist und allein in der aktuellen Ligasaison in 20 von 23 Spielen im Einsatz war, wobei er 18-mal durchspielte. „Ich kam mit dem Ziel zur Austria, Stammspieler zu werden und wollte mich vom ersten Tag an durchsetzen. Das ist mir ganz gut gelungen“, resümiert Filipovic.

"Die Rieder werden sehr motiviert sein"

Mit dem einen oder anderen Kicker seines Ex-Klubs, der zuletzt mit dem 0:1 bei der Admira die elfte Niederlage in den jüngsten 13 Ligaspielen kassierte, hat er noch Kontakt und warnt vor den „Wikingern“: „Bei ihnen läuft es nicht so, wie sie sich das gewünscht haben. Sie haben nichts Großartiges mehr zu verlieren, weiter runter geht es nicht mehr.“

Doch wie im Boxsport sind auch im Fußball angeschlagene Gegner meist gefährlich. „Und jetzt kommt mit der Austria ein größerer Gegner. Die Rieder werden alle zu hundert Prozent motiviert sein. Sie werden sich zusammenreißen und versuchen, gegen uns drei Punkte zu holen, um unten rauszukommen“, warnt Filipovic.

Er selbst würde natürlich gerne wieder spielen, weil es für ihn als Ex-Innviertler noch ein bisschen mehr Ansporn wäre „Ich will in jedem Spiel auf dem Platz stehen, egal wie der Gegner heißt. Nicht zu spielen ist allgemein bitter, gegen Ried nicht dabei zu sein, noch einen Tick mehr.“

Extrem bitter war es für den geborenen Hamburger, das 1:3 gegen Altach von der Tribüne aus miterleben zu müssen und nicht mithelfen zu können. Und zur Niederlage meinte er: „Da hat man einen schlechten Tag, es läuft nicht gut, kassiert ein frühes Tor, das ist ärgerlich.“

Rang zwei nicht abgeschrieben

Platz zwei sei aber weiterhin in Reichweite: „Wir haben im Kader eine größere Qualität als die Altacher. Sie stehen jetzt zwar noch vor uns, aber ich sehe uns am Saisonende vor ihnen“, sagt der Rekonvaleszente optimistisch.

Wenn man konsequent weiterspiele, wie man es gegen Sturm Graz gemacht und oft in der Saison schon gezeigt habe, dann sehe er die violette Lage positiv. „Wir können am Ende durchaus vor Altach landen“, fügt er hinzu. Ein Schritt in diese Richtung könnte uns in Ried und dann ein weiterer gegen den WAC (11.3./Happel-Stadion, 18:30 Uhr) gelingen.

„Unser Anspruch ist es, beide Spiele zu gewinnen. Für mich sind das eigentlich sechs Punkte, die wir holen sollten“, betont Filipovic. Danach kommt es auswärts zum Duell mit RB Salzburg (19.3./16:30 Uhr) samt anschließender Ligapause (ÖFB-Länderspiele). In dieser wird Petar zwei oder drei freie Tage bei seiner nach wie vor in Hamburg wohnenden Familie verbringen und seine Akkus aufladen.