Profimannschaft 12.01.2017, 15:30 Uhr
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PROKOP KAM MIT VIEL VORFREUDE AUF DEN BALL ZUM TRAININGSSTART

Jeder Spieler durfte sich neben seinem Heimprogramm zwei Ausgleichssporteinheiten aussuchen. Dominik Prokop wählte Fußball. Der 19-Jährige spricht u.a. über den Start in die Frühjahrssaison, das Derby, die Chancen auf einen Spitzenplatz und persönliche Ziele.

© Bildagentur Zolles KG Prokop kam mit viel Vorfreude auf den Ball zum Trainingsstart

Der Youngster hat mit Freunden in Wien zweimal in der Halle gekickt. Und er konnte auch den Beginn der rund einmonatigen Vorbereitung im burgenländischen Trainingszentrum Steinbrunn kaum erwarten.

Daran änderte auch die Kälte in dieser Woche nichts. „Ich habe mich auf das Training mit dem Ball gefreut. Auch wenn es Minusgrade hat, das ist mir egal. Wenn man sich viel bewegt, und wir bewegen uns sehr viel, dann wird es ohnehin warm“, berichtet Prokop von den ersten Einheiten. Dass seine Akkus wieder voll sind, davon konnte man sich als Kiebitz beim Training ein Bild machen.

Ein guter Start könnte entscheidend sein

Die rund vierwöchige Vorbereitung auf die Fortsetzung der tipico-Bundesligasaison hat für Prokop einen hohen Stellenwert. „Denn wir müssen bereit sein, wenn die ersten drei Runden anstehen“, sagt der Wiener mit einem Seitenblick auf das schwere Startprogramm der Violetten.

Zum Auftakt der 21. Runde steht am 12. Februar (16:30 Uhr) im Happel-Stadion das 320. Derby an. Danach sind mit Sturm Graz (auswärts) und SCR Altach (heim) der Herbstmeister und der „Winterkönig“ unsere nächsten Gegner.

Der Start sei natürlich immens wichtig, denn: „Wenn man positiv beginnt, tut das auch dem Kopf gut, gibt es Selbstvertrauen und Aufwind“, betont der 19-Jährige und hofft auch gegen die Steirer und Vorarlberger auf Siege und Punkte. „Daher müssen wir gleich auf unserem Top-Level sein. Die ersten drei Spiele zeigen uns, wohin die Richtung geht!“

„Bei Fehlern der Konkurrenz wollen wir da sein“

Minimalziel sei wieder ein Europacup-Startplatz, es dürfe aber sicher auch ein bisschen mehr sein. „Wir wollen oben dranbleiben, so viele Punkte wie möglich holen und vorne alle unter Druck setzen. Und wenn sie Fehler machen, wollen wir bereit und da sein“, skizziert Prokop den violetten Weg für das Frühjahr 2017.

Er rechnet sich jedenfalls gute Chancen aus, oben mitzuspielen. Einiges wird gleich vom 60. BL-Derby im Prater, wo wir gegen den Stadtrivalen mit 25:20-Siegen führen, abhängen. Die zehn Zähler Vorsprung des Vierten auf den fünftplatzierten Rivalen sieht der 38-fache Nachwuchsteamspieler nicht als Ruhepolster, aber allemal als gute Ausgangsposition.

Druck im 320. Derby liegt auf dem Gegner

„Die Rapidler müssen gewinnen, der Druck liegt bei ihnen. Ich hoffe, dass wir befreiter aufspielen können“, sagt Prokop, der gute Chancen sieht, dass die Veilchen ihren Vorsprung auf die Hütteldorfer ausbauen können. „Wir wollen alle wieder dorthin, wo wir im Herbst waren. Dafür arbeiten wir jeden Tag intensiv“, betont der Mittelfeldspieler.

Neben der neuerlichen Teilnahme an der UEFA Europa League möchte sich „Domi“ weiterentwickeln, vor allem im mentalen Bereich und sich das ganze Jahr aufdrängen, damit kein Weg an ihm vorbeiführt. Trainer Thorsten Fink hält große Stücke vom Mann mit der Nummer 16, der verspricht: „Ich will ihm das Vertrauen zurückgeben!“

Maturant unserer Kooperationsschule

Die violette Zukunftshoffnung bildet sich auch neben dem Fußball weiter. Nachdem Dominik im Sommer 2016 im Ballsportgymnasium Wien, der Kooperationsschule des FK Austria Wien erfolgreich die Matura abgelegt hat, besucht er seit Herbst einen Sprachkurs und setzt diesen nach der Vorbereitung fort.

Und das kam so: Ein Studium kam nicht in Frage, gemeinsam mit seinem Vater hat sich der talentierte Jungkicker nach der Matura entschieden, sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren. „Der Papa hat mir gesagt, dass ich das Lernen nicht verlernen und mein Gehirn weiterhin auf Trab bleiben soll.“

Der Filius wählte Kroatisch aus. Und das hat einen familiären Grund. „Die Muttersprache meiner Oma und meiner Freundin ist kroatisch, außerdem gefällt mir diese Sprache. Da ich nicht zweisprachig aufgewachsen bin, fände ich es schade, ginge Kroatisch in der Familie verloren.“ Und es gibt ja auch noch einige Mitspieler, die Kroatisch beherrschen.

Weihnachten wurde wegen Malediven-Urlaub verschoben

Ungewöhnlich verlief für Prokop und Freundin übrigens zuletzt auch der Urlaub, den das Duo auf den Malediven genoss. „Es war sehr, sehr schön, richtig entspannend. Ich habe viel Kraft tanken können für das neue Jahr“, erzählt der Techniker, der am Heiligen Abend bei 30 Grad von einem etwas komischen Gefühl berichtet.

Weihnachten 2016 wurde später, am 27. Dezember nach der Rückkehr vom Indischen Ozean, in Wien mit Eltern, Großeltern, Tante, Onkel, Cousine, Cousins auf traditionelle Weise nachgefeiert. „Sie alle haben das Fest für mich verschoben“, freute er sich über sein verspätetes „Christkindl“.