Frauenfußball 27.01.2017, 10:48 Uhr

NEO-COACH RADAKOVITS ARBEITET BEIM FRAUENTEAM AUF ALLEN EBENEN

Die Kooperation mit dem FK Austria Wien, die weiter intensiviert wird, spielt für Andreas Radakovits eine zentrale Rolle. Neben der Betreuung des Bundesligateams des USC Landhaus arbeitet der neue Trainer vor allem in den Bereichen Akademie und Scouting.

Neo-Coach Radakovits arbeitet beim Frauenteam auf allen Ebenen

Neben dem Coaching des Bundesligateams kümmert sich Radakovits auch um die Talente der B-Mannschaft, macht Video-Analysen und erarbeitet Spielerinnenprofile. Ein ganz wesentlicher Part der neuen Zusammenarbeit ist die starke Einbindung in die Akademie des USC Landhaus, wo der Neo-Coach den sportlichen Leiter Walter Weiss in allen Bereichen unterstützen wird. Dabei geht es vor allem um Trainingsplanung, Trainingssteuerung und Individualtraining.

Auch im Scouting für die Akademie wird Radakovits, der schon in der Admira-Akademie mit jungen Frauen gearbeitet hat und für den sportlichen Leiter Walter Weiss ‚der absolute Wunschkandidat‘ war, eine wichtige Rolle spielen. Wir haben mit dem neuen Trainer des USC Landhaus gesprochen.

Den Herbst beendeten die Violetten, hier gegen Wacker Innsbruck, auf Platz sechs

Wie kam es zu deinem Engagement beim USC Landhaus?

Andreas Radakovits: Ich habe den Walter im September 2016 persönlich kennengelernt und wir hatten dann eigentlich laufend Kontakt. Im Winter ist es nie leicht zu wechseln, weil ich ja einen laufenden Kontakt bei Altenmarkt hatte, aber die Verantwortlichen von Altenmarkt haben sich sensationell verhalten und sind uns sehr entgegengekommen.

Welche Rolle hat die Kooperation des USC Landhaus mit dem FK Austria Wien gespielt?

Eine sehr große Rolle. Ich sehe das für mich, für die Mädels, für alle Jugend-Trainer und für alle Beteiligten als super Chance. Die Möglichkeiten, die hier mittelfristig mit der Austria bestehen, stehen einfach zwei Stufen über Altenmarkt und auch über Landhaus. Ich bin froh, dass das jetzt geklappt hat.

Landhaus überwintert in der ÖFB Frauen Bundesliga auf Rang sechs, einen Platz hinter Altenmarkt. Welche Ziele verfolgst du mit deinem neuen Team in dieser Saison?

Ich bin ein sehr ehrgeiziger Trainer und will immer das Maximum. Solange eine kleine Chance auf Platz zwei und damit auf eine Teilnahme an der Champions League besteht, will ich das anstreben - aber das realistische Ziel für das Frühjahr ist Platz vier. Bis auf St. Pölten sollten für uns alle Gegner in Reichweite und schlagbar sein. St. Pölten ist aufgrund des Budgets und des Kaders momentan klar über uns zu stellen.

Am Dienstag hast du die Mädels des USC Landhaus beim Trainingsauftakt kennengelernt. Was sind deine ersten Eindrücke?

Ich habe gesehen, dass wir sehr gutes Potenzial in unserer Mannschaft haben. Das ist eine tolle Aufgabe und eine gute Geschichte.

Was sind die mittelfristigen Ziele der Zusammenarbeit?

Der Titel ist sicher auch mal ein Thema, aber nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren, da wird St. Pölten wohl noch zu stark sein. Da hilft es natürlich sehr, wenn wir einmal ganz unter dem Dach des FK Austria Wien sind. Das ist jedenfalls die Vision.

Ein großes Augenmerk wird beim USC Landhaus aktuell auch auf die Akademie gelegt. Durch die Kooperation mit dem FK Austria Wien und dem Ballsportgymnasium Wien kommt hier ab Sommer 2017 richtig viel Bewegung rein. Im Sommer sollen die ersten 13 Mädchen in Leistungssportklassen des Ballsportgymnasiums kommen.

Ja, wir legen ein großes Augenmerk auf die Akademie. Wir wollen die Spielerinnen selbst formen. Die Kooperation mit dem Ballsportgymnasium ist eine super Sache, der Direktor Werner Scharf ist da auch sehr dahinter. Das ist dann natürlich auch ein langfristiges Projekt, mit dem wir auch den Frauenfußball insgesamt weiterentwickeln können.

Wie würdest du die Entwicklung des Frauenfußballs in den letzten Jahren und Jahrzehnten bewerten?

Der Frauenfußball hat eine enorme Entwicklung genommen. Das ganze Niveau im Sport und rundherum ist viel besser geworden. Von den Komponenten Taktik, Spielsystem und Spielanlage kommt das dem Männerfußball schon sehr nahe. Die körperliche Dynamik ist aber natürlich nicht ganz am selben Level zu sehen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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