Bundesliga 26.01.2017, 11:18 Uhr

KRAETSCHMER ERWARTET DURCH LIGA-REFORM MEHR SPANNUNGSMOMENTE

AG-Vorstand Markus Kraetschmer spricht über einige zentrale Punkte der Bundesliga-Reform und über das mittelfristige Ziel für den österreichischen Fußball.

Kraetschmer erwartet durch Liga-Reform mehr Spannungsmomente

Anfang Dezember 2016 wurde die Bundesliga-Reform endgültig beschlossen. Ab der Saison 2018/19, also, wenn der FK Austria Wien in die Generali-Arena zurückkehrt, wird die tipico-Bundesliga bekanntlich von zehn auf zwölf und die Sky-Go-Erste-Liga von zehn auf 16 Vereine erweitert.

Die Zwölferliga wird sich aus einem Grunddurchgang (mit Hin- und Rückspiel also insgesamt 22 Runden) und dem folgenden Finaldurchgang zusammensetzen. Die besten sechs Teams nach dem Grunddurchgang kommen in die Meistergruppe, die zweiten sechs in die Qualifikationsgruppe. Die bis zu diesem Zeitpunkt gesammelten Punkte werden halbiert.

Drei Klubs kämpfen um das letzte EC-Ticket

Im Finaldurchgang spielen die Klubs innerhalb der zwei Sechsergruppen wieder jeweils zweimal gegeneinander. Der Sieger der Meistergruppe ist österreichischer Meister. Der Letzte der Qualifikationsgruppe steigt in die Zweite Liga ab. Soweit, so klar. Ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen war die Vergabe der Europacup-Plätze und zwar vor allem jener Vorschlag, dass der Sieger der Qualifikationsgruppe noch eine Chance auf ein EC-Ticket bekommt.

Bei aktuell insgesamt vier UEFA-Startplätzen für Österreich haben Meister, Vizemeister und ÖFB-Cup-Sieger ihren EC-Startplatz fix. Um den letzten Platz im Europacup kämpfen drei weitere Teams. Zuerst spielt dann der Sieger der Qualifikationsgruppe in einem Spiel daheim gegen den Vierten der Meistergruppe. Der Sieger dieses Duells spielt in Hin- und Rückspiel gegen den Dritten der Meistergruppe um das letzte EC-Ticket.

In Zukunft wohl nur mehr 18 Runden im Herbst

„Wir haben die Lage analysiert und offen diskutiert. Diese Lösung war der bestmögliche Kompromiss. Dass dem Sieger der Qualifikationsgruppe noch eine Chance auf den Europacup eingeräumt wird, ist im Sinne der sportlichen Spannung sicher gut. Für die Fans der Klubs ergeben sich damit viele spannende Entscheidungen“, erklärt Markus Kraetschmer, der in seiner Funktion als Vizepräsident der Bundesliga im Entscheidungsprozess involviert war.

Voraussichtlich werden dann im Herbst 2018 nur mehr 18 Runden gespielt und die restlichen vier Spieltage des Grunddurchgangs nach der Winterpause ausgetragen. „Das ist noch nicht eindeutig fixiert, aber im Sinne der Belastung der Spieler wäre es sicher sinnvoll. Damit erreichen wir auch gleich zum Frühjahrsauftakt ein sehr hohes Spannungsmoment“, sagt der AG-Vorstand des FK Austria Wien.

Im Rahmen der aktuellen Marktsituation sei diese Liga-Reform die bestmögliche Lösung. Mittel- und langfristig erhofft man sich aber durchaus eine zusätzliche Erweiterung der höchsten Spielklasse auf 14 bis 16 Klubs. „Man muss in diesem Kontext immer das Triangel Sport-Wirtschaft-Infrastruktur bedenken. Wenn es gelingt, die Bundesliga nachhaltig weiterzuentwickeln und sich einige Klubs hervortun, wo diese drei wesentlichen Komponenten passen, dann würde ich mir das auch wünschen“, betont Kraetschmer.

Alle Details zur Ligareform findet ihr unter: http://www.bundesliga.at/de/redaktion/news/16-17/tbl/reform---spielmodus/