Profimannschaft 18.01.2017, 11:20 Uhr
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FRIESENBICHLER STARTETE 2017 MIT BESONDEREM GLÜCKSGEFÜHL

Für Kevin Friesenbichler hat das neue Jahr mit einem sehr freudigen Ereignis begonnen. Zum Start der Vorbereitung gratulierten ihm alle, denn: „Friese“ wurde zum zweiten Mal Vater.

© Bildagentur Zolles KG Friesenbichler startete 2017 mit besonderem Glücksgefühl

Paul, wie der Sprössling heißen wird, erblickte am 10. Jänner, dem ersten Trainingstag nach dem Urlaub, das Licht der Welt. Mutter und Kind sind wohlauf. „Schwester Helena hat einen Bruder bekommen. Wir sind alle happy und froh, dass alles gutgegangen ist“, berichtet der stolze Papa.

Mit Paul wächst in der Fußballer-Dynastie Friesenbichler also vielleicht der nächste Kicker heran. Dass der stolze Vater seinen Filius schon am Freitag verlassen muss, liegt am Job eines Fußballers. Der FK Austria Wien übersiedelt für eine Woche ins Trainingscamp an der portugiesischen Algarve. (Winterfahrplan der Veilchen)

Einerseits ist „Friese“ froh, die eisige Kälte in der Heimat gegen eine wärmere Region zu wechseln, andererseits aber auch traurig, seinen Paul bis 28. Jänner verlassen zu müssen. „Das gehört zu unserem Beruf dazu, außerdem werde ich noch viel Zeit mit meinem Sohn verbringen“, sagt der Jungvater.

Weil sich Babys in der Regel ja in der Nacht oft und monatelang melden und dann die Eltern gefragt sind, hat das Trainingslager einen weiteren positiven Effekt. Für einige Tage ist die „Doppelbelastung Training und familiäre Pflichten“ ausgesetzt. Bis 28. Jänner im Amendoeira Golf Resort bleibt Zeit zum nächtlichen Ruhen.

"In Vorbereitung gute Grundlage schaffen"

Diese Erholungsphasen gehören in der Saisonvorbereitung dazu wie der Ball zum Spiel. Im Süden Portugals finden Thorsten Fink und seine Mannen hervorragende Bedingungen vor. In der Winterpause hatten die Spieler ein Heimprogramm mit Kraft- und Stabilisierungs-Übungen, sowie Läufen gehabt. (Video zum Trainingsauftakt)

Seit 10. Jänner wird jeden Tag Fußball gespielt. „Das ist wichtig, das zählt. Wir müssen uns eine gute Grundlage schaffen, damit wir ähnlich, wenn nicht erfolgreicher als im Herbst abschneiden“, betont der Steirer vor dem Abflug nach Portugal.

Schon die ersten drei Runden (12.2./16:30 Uhr gegen Rapid im Happel-Stadion (Tickets sichern), dann auswärts Herbstmeister Sturm Graz und Winterkönig SCR Altach daheim) des neuen Jahres haben es für die Veilchen in sich. „Da müssen wir gleich top da sein, diese Spiele werden richtungsweisend sein“, fiebert unser Mann mit der Nummer neun den ersten Pflichtspielen entgegen. Mit dem Frühjahrsabo kommt ihr zu allen Heimspielen des FK Austria Wien.

„Fiese“ Machtwinner beim letzten Sieg im Prater

Friesenbichler und Co. wollen diese harte Dreierserie natürlich positiv bestreiten. „Wenn wir da neun Punkte holen, was unser Ziel ist, schaut es auch für die restliche Saison ganz gut aus“, glaubt der Angreifer, den mit unserem ersten Gegner 2017, Rapid, gute Erinnerungen verbinden.

Am 25. Oktober 2015 avancierte „Friese“ beim 2:1, unserem bisher letzten Derby-Erfolg im Prater, zum Matchwinner. In der 86. Minute für Philipp Zulechner eingewechselt, sicherte Kevin nach Kayode-Pass drei Minuten später per Linksschuss drei Punkte.

Für das 320. Traditionsduell sieht der drittbeste Torschütze der Fink-Ära (18 Treffer) keinen Favoriten und unsere zehn Punkte Vorsprung in der Tabelle auf den Stadtrivalen sagen auch nicht viel, weil erst ein bisschen mehr als die Hälfte der Meisterschaft absolviert ist.

„In fünf von zuletzt sechs Fällen hat immer die Auswärtsmannschaft gewonnen“, betont Friesenbichler. Diesem Trend wollen die Veilchen diesmal unbedingt Einhalt gebieten. „Mindestens die zehn Zähler vor Rapid bleiben“, lautet die violette Devise.

Die Veilchen müssten so Gas geben wie sie es im Herbst getan hätten. „Und vielleicht noch das eine oder andere Prozent mehr herausholen, um weiter oben dabei sein zu können“, appelliert der Stürmer des Tabellenvierten, der im Windschatten des Spitzentrios wieder einen Europacup-Startplatz erreichen will.

„Von Einsatzminuten okay, aber Ausbeute ausbauen“

Dazu möchte natürlich auch Friesenbichler seinen Beitrag leisten. Im Herbst sind ihm in 27 Pflichtspielen sieben Tore und vier Assists gelungen. „Von den Einsatzminuten her war es in Ordnung. Von Treffern und Assists kann man jedoch immer mehr haben“, gesteht der Torjäger.

Wenn er so den Herbst Revue passieren lässt, dann hört man bei ihm auch Selbstkritik heraus. „Ich denke, dass ich schon ein paar Chancen mehr hätte nützen können.“ Und so geht der Jungvater mit dem Vorsatz in dieses neue Jahr, seine Statistik weiter auszubauen.

Zusätzlichen Ansporn gibt ihm dazu sicher auch Paul, der früher oder später seinem Vater über dessen Karriere Fragen stellen wird. Derzeit hält Kevin bei 62 Pflichtspielen, 18 Toren und neun Assists für die Veilchen, zu deren Nachwuchs er im Sommer 2008 vom SC Weiz gekommen ist. Im Sommer 2015 hat er nach Favoriten zurückgefunden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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